Amateurfußball
BFV-Umfrage: Zwei Drittel finden aktuell gültigen Corona-Maßnahmen angemessen

Die überragende Mehrheit von 80,1 Prozent hält einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb unter den aktuellen Rahmenbedingungen für möglich. (Symbolbild)
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Breite Zustimmung der Amateurfußball-Basis im Freistaat für die aktuell von der Bayerischen Staatsregierung erlassenen Corona-Regelungen: Mit 69,6 Prozent beurteilen über zwei Drittel der insgesamt 971 Umfrageteilnehmer*innen die staatlichen Maßnahmen in Bezug auf den Amateurfußball als angemessen. 26,8 Prozent sehen die Regeln als zu hart an, lediglich für 3,6 Prozent gehen diese nicht weit genug. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage, die das Nürnberger Marktforschungsunternehmen SLC Management im Auftrag des Bayerischen Fußball-Verbandes durchgeführt hat. An der Umfrage vom 8. bis 14. Oktober haben 971 Personen mit Funktion in einem Fußballverein aus ganz Bayern teilgenommen. Alle Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.

Reibungsloser Trainings- und Spielbetrieb möglich

Wichtigste Botschaft: Die überragende Mehrheit von 80,1 Prozent hält einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb unter den aktuellen Rahmenbedingungen für möglich. Dies belegen auch die Erhebungen des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV): Seit Beginn der Saison 2021/22 Mitte Juli 2021 mussten pandemiebedingt gerade einmal 0,37 Prozent der Partien abgesetzt werden.

Hoher personeller und bürokratischer Aufwand

Die Resultate zeigen aber auch: Die jetzt erst bis zum 24. November verlängerte 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung verlangt den Ehrenamtlichen in den bayerischen Fußballklubs einiges ab: 55,5 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen sehen die Umsetzung der gültigen Verordnungen mit einem erhöhten personellen Aufwand im Verein verbunden. 47,1 Prozent führen einen erhöhten bürokratischen Aufwand ins Feld. Für 36,4 Prozent erschweren die lokal oftmals unterschiedliche Handhabung der Quarantäneregelungen die Ausübung des Vereinssports – 29,8 Prozent machen dafür eine zu geringe Impfquote verantwortlich.

3200 Menschen über Aktionen des BFV und seiner Klubs geimpft

Um die Impfkampagne der Bayerischen Staatsregierung zu unterstützen und der aktuellen Impfmüdigkeit entgegenzutreten, organisieren der Bayerische Fußball-Verband und seine Mitgliedsvereine bereits seit Ende Juli zusätzlich zu den offiziellen und dauerhaften Impfangeboten der Gesundheitsämter Impfaktionen vor Ort in den bayerischen Fußballklubs. Insgesamt 44 bayerische Vereine von der A-Klasse bis zur Bundesliga haben bislang an Spieltagen oder vor dem Training mindestens eine mobile Impfaktionen auf ihrem Vereinsgelände organisiert, die Termine über www.bfv.de/impfenhilft publik gemacht und damit schon über 3200 Menschen zusätzlich erreicht, die mit der Impfung ihren Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie geleistet haben.

Überragende Mehrheit der Partien geht reibungslos über die Bühne

"Nach wie vor gilt: Jede einzelne Impfung trägt dazu bei, die Ausbreitung des Virus‘ und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken einzudämmen. Gleichzeitig hilft jede geimpfte Person auch, den Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und gleichzeitig so sicher wie möglich zu gestalten. Das gelingt uns im Augenblick sehr gut. Die Zahlen zeigen auch, dass unsere frühzeitig in den Spielordnungen gemachten Regelungen greifen und auf eine breite Akzeptanz stoßen. Nur durch das Zusammenwirken aller Beteiligter sind wir bis dato so gut durch die Saison gekommen", erklärt BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im BFV-Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist. Seit dem Start der Saison 2021/22 konnten im Erwachsenenbereich insgesamt 51.856 Spiele ausgetragen werden. Im Vergleich dazu mussten lediglich 195 Partien coronabedingt abgesagt werden. Das entspricht einem Prozentsatz von gerade einmal 0,37 Prozent.

Hintergrund der repräsentativen BFV-Umfragen

In Zusammenarbeit mit dem Sportberatungs- und Sportmarktforschungsunternehmen SLC Management führt der Bayerische Fußball-Verband seit 2018 regelmäßig repräsentative Online-Umfragen zu fußball- und verbandsspezifischen Themen durch. Teilnehmen und sich auf diese Weise aktiv in die Verbandsarbeit und die Entwicklung des Amateurfußballs in Bayern einbringen, kann sich jeder Interessierte nach einer kostenlosen Registrierung für das SLC-Umfrage-Tool. Die Umfragen flankieren das seit fast zehn Jahren bestehende Angebot des BFV für Vereinsmitarbeiter*innen, sich bei "Runden Tischen" in ganz Bayern mit Verbandsvertreter*innen zu bestimmten Themenschwerpunkten auszutauschen.

So läuft die BFV-Impfaktion

Der Verein nimmt Kontakt zum Impfzentrum vor Ort auf. Das Impfzentrum bespricht mit dem Klub alle Details und klärt alle Fragen rund um die Impfaktion. Es wird ein Sammeltermin im Impfzentrum oder der Einsatz mobiler Impfteams vor Ort im Verein vereinbart.

Der Verein meldet die Impfaktion an den Bayerischen Fußball-Verband (impfenhilft@bfv.de). Der BFV kommuniziert die Aktion über seine Ausspielwege und hilft damit, den Termin bekannt zu machen, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Die Impfungen werden durchgeführt. Entweder der Verein fährt zum Impfzentrum oder ein mobiles Impf-Team (drei Personen, darunter ein Arzt) kommt zum vereinbarten Termin und führt die Impfungen im vereinbarten Zeitraum (zwischen ca. 3 und 6 Stunden) durch. Die geimpften Personen verweilen noch mindestens 15 Minuten am Ort, um bei möglichen Impfreaktionen unterstützt werden zu können.

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