Heimatreporter-Beitrag
Vier BRK Rettungshundeführer mit ihren Hunden in Iran

Besuch des DRK/BRK in einem Trainingszentrum des Iranischen Roten Halbmonds in Isfahan.
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  • Besuch des DRK/BRK in einem Trainingszentrum des Iranischen Roten Halbmonds in Isfahan.
  • Foto: Iranischer Roter Halbmond / DRK
  • hochgeladen von Sebastian Stadler

Am 10.11.2018 brachen vier Rettungshundeteams des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in den Iran auf. Sie trainierten dort sieben Tage mit den Kollegen des Iranischen Roten Halbmondes gemeinsam die Rettungshunde. Die Leitung hatte Mark Hoffmann von der BRK Rettungshundestaffel Oberallgäu in seiner Funktion als verantwortlicher Delegierter des Generalsekretariates des Deutschen Roten Kreuz.

Dr. Maria Gomolka (BRK Kreisverband Miesbach), Dr. Anke Braun, Peter Hentschel (BRK Kreisverband Würzburg) und Bernd Knecht (BRK Kreisverband Aschaffenburg) nahmen an diesem außergewöhnlichen und beispielhaften Austausch des Deutschen Roten Kreuz (DRK) teil. Das Projekt begann im Jahr 2003 mit nur drei Hundeteams des Roten Halbmondes und ist inzwischen auf 74 Teams angewachsen und kann damit gesamt Iran abdecken.

Iran ist eines der Erdbebengefährdetesten Länder der Erde. Jährlich erschüttern mehrere heftige Beben das Land; so kam es am 13. November 2017 zu einem schweren Beben in der Provinz Kermanshah. Es waren Hunderte Tote zu beklagen und es gab viele Verschüttete in den Trümmern ihrer Häuser. Dank der zur Hilfe gerufenen Rettungshundeteams des Iranischen Roten Halbmondes (IRH) konnten sechs Menschen aus den Trümmern geborgen werden. Am ergreifendsten war die Rettung eines Kindes aus seiner sonst aussichtslosen Lage.

Deshalb unterstützt das Deutsche Rote Kreuz mit diesem Projekt den schnellen Aufbau eigener Rettungshundeteams des Iranischen Roten Halbmondes.

Das Engagement und die Motivation ist auf beiden Seiten sehr hoch. Alle Rettungshundeführerinnen und Rettungshundeführer des Roten Kreuzes freuten sich auf den Besuch in den Iran. Die gemeinsame Trainingswoche umfasste sowohl den Aufbau junger Hundeteams, sowie die Spezialisierung der erfahrenen Hundeführer in der Trümmerarbeit. "Natürlich gehen unsere Hundeführer mit gemischten Gefühlen in das Land. Glücklicherweise stellt sich schnell heraus, dass sie äußerst warmherzig und offen aufgenommen werden. Jegliche Sorge um die Hunde ist absolut unberechtigt. Die erfahrenen Vierbeiner nehmen die weite Reise gelassen und arbeiten vor Ort mit gewohnter Freude und Konzentration." berichtet Mark Hofmann von der Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes Oberallgäu.

Beide Seiten wuchsen in kürzester Zeit zu einem Rettungshundeteam zusammen und meisterten die anstrengenden Trainingstage hervorragend. Eine aufgelassene Mine mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden diente für die Trümmerarbeit. Die DRK Teams unter der Trainingsleitung von Siggi Höfer (BRK KV Kitzingen) arbeiteten im selben Gelände wie die Teams vom IRH. Anschließend wurden die Vorgehensweisen und etwaige Probleme diskutiert und Ziele besprochen. In einer gemeinsamen Suche, in der gemischte Teams aus iranischen und deutschen Hundeführern die Flächen absuchten, wurden alle versteckten Personen erfolgreich gefunden.

„Es ist schon ein beeindruckendes Bild, dass die Teams von DRK/BRK und IRH gemeinsam arbeiten, als würden sie es jeden Tag tun“ begeistert sich Mark Hofmann, der verantwortliche Delegierte des Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuz und Mitglied der BRK Rettungshundestaffel Oberallgäu.

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