"Wer mich jetzt blöd anmacht, den steche ich ab!"
München: Maskenverweigerer (54) droht S-Bahn-Fahrgästen mit Messer

Mit einem Klappmesser hat ein 54-jähriger Maskenverweigerer in der Münchner S-Bahn Fahrgäste bedroht.
  • Mit einem Klappmesser hat ein 54-jähriger Maskenverweigerer in der Münchner S-Bahn Fahrgäste bedroht.
  • Foto: Markus Spiske von Pexels
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Am Samstagabend hat die Bundespolizei einen äußerst aggressiven 54-jährigen Maskenverweigerer in München festgenommen. Der Obdachlose hat im Ostbahnhof Fahrgäste mit einem Messer bedroht.

Mann brüllt in S-Bahn Drohungen

Der Mann war ohne Corona-Maske, dafür mit gezücktem Klappmesser in eine S-Bahn eingestiegen. Direkt, nachdem er eingestiegen war, hat er laut herumgeschrien: "Wer mich jetzt blöd anmacht, weil ich keine Maske habe, den steche ich ab!", soll er laut Polizeibericht gebrüllt haben. Der Mann war nicht betrunken.

Festnahme am Ostbahnhof

Laut Zeugenaussagen hat der 54-Jährige einem bislang unbekannten Fahrgast gedroht, ihm die Kehle aufzuschlitzen. Als eine Durchsage erfolgte, dass der Zug wegen einer technischen Störung nicht weiterfahren konnte, verließ der 54-Jährige die S-Bahn, zusammen mit anderen Reisenden. Er entfernte sich in den Ostbahnhof in Richtung U-Bahn. Dort haben ihn mehrere Beamte der Bundespolizei gestellt und festgenommen. Bei der Durchsuchung des 54-Jährigen fanden die Beamten das Klappmesser mit 8 cm Klingenlänge, dazu noch ein Tierabwehrspray.

Nicht zum ersten Mal auffällig

Der Wohnsitzlose war schon einige Stunden zuvor am Münchner Hauptbahnhof auffällig. Er hatte dort einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn gedroht. Als er aufgefordert wurde, den Hauptbahnhof zu verlassen, beleidigte er den Security-Angestellten zunächst und drohte ihm im weiteren Verlauf Pfeffer ins Gesicht zu sprühen. Zudem drohte er dem Bahnmitarbeiter mit Schlägen, wenn er ihn privat sehen würde. 

Vor kurzem erst aus der Haft entlassen

Der gebürtige Tegernseer war in den vergangenen Monaten schon mehrfach wegen geringfügiger Straftaten polizeilich in Erscheinung getreten und erst am 25. Oktober nach 4-monatiger Haft entlassen worden. Nun ermittelt die Bundespolizei gegen den Wohnsitzlosen wegen Beleidigung und Bedrohung sowie wegen des Verdachts der Belästigung der Allgemeinheit. Zudem wird der Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz (nicht getragene FFP-2 Maske) an die zuständigen Behörden weitergeleitet.

Polizei sucht Zeugen

Die Bundespolizei sucht nach weiteren Zeugen oder gar Geschädigten, die sachdienliche Angaben zu dem Vorfall in der am Gleis 1 stehenden S-Bahn (S6, Richtung Tutzing) machen können - insbesondere nach dem Mann, dem der 54-Jährige mit dem "Aufschlitzen der Kehle" gedroht haben soll.

Unter der Rufnummer 089/515550-1111 sind Beamte/innen der Bundespolizeiinspektion München erreichbar.

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