Special Wirtschaft im Allgäu SPECIAL

Auswirkungen der Pandemie
Wirtschaft im Allgäu: Knapp 3.000 Arbeitslose mehr als im Vorjahres-November

Im November hat sich die Arbeitslosigkeit im bayerischen Teil des Allgäu im Vergleich zum Vormonat leicht erhöht und liegt jetzt bei 3,1 Prozent.
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  • Im November hat sich die Arbeitslosigkeit im bayerischen Teil des Allgäu im Vergleich zum Vormonat leicht erhöht und liegt jetzt bei 3,1 Prozent.
  • Foto: David Yeow
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Im November hat sich die Arbeitslosigkeit im bayerischen Teil des Allgäu im Vergleich zum Vormonat leicht erhöht und liegt jetzt bei 3,1 Prozent. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. Gründe für den Anstieg sind demnach das Ende der Herbstsaison und die Auswirkungen der Corona-Einschränkungen. Insgesamt sind momentan 12.100 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 300 mehr als noch im Oktober. 

Knapp 3.000 mehr Arbeitslose als im November 2019

Die Auswirkungen der Pandemie werden vor allem bei einem Vergleich mit den Zahlen von November 2019 deutlich. Im November 2019 waren bei einer Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent insgesamt gut 2.900 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. "Die Pause im Tourismus führte in der Vergangenheit meist für wenige Wochen zu einer vorübergehenden Zunahme arbeitsloser Menschen. In diesem Jahr belastet der Teil-Lockdown den Arbeitsmarkt im November zusätzlich", erklärt Horst Holas, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Kempten-Memmingen. Neben Hotellerie und Gastronomie hätten auch weitere Branchen eine Reihe von Menschen entlassen.

Die  Grafik verdeutlicht die Entwicklung der letzten Monate. Im April nahm die Arbeitslosigkeit wegen des Lockdowns zu. In den Monaten September und Oktober ging sie zuletzt zurück, ehe der November einen erneuten leichten Zuwachs brachte. Die Übersicht zeigt aber auch, dass sich die Zahlen der arbeitslosen Menschen in den vergangenen Jahren von Oktober auf November jeweils erhöht hatte.
  • Die Grafik verdeutlicht die Entwicklung der letzten Monate. Im April nahm die Arbeitslosigkeit wegen des Lockdowns zu. In den Monaten September und Oktober ging sie zuletzt zurück, ehe der November einen erneuten leichten Zuwachs brachte. Die Übersicht zeigt aber auch, dass sich die Zahlen der arbeitslosen Menschen in den vergangenen Jahren von Oktober auf November jeweils erhöht hatte.
  • Foto: Grafik: Agentur für Arbeit
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Arbeitslosenzahlen nähern sich immer weiter dem Vorjahres-Niveau

Trotzdem ist die Tendenz auf dem Arbeitsmarkt positiv. Bereits während des gesamten bisherigen Jahresverlaufs waren mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Den größten Unterschied zwischen den beiden Vorjahren gab es im Juni. Danach nahmen die Abstände von Monat zu Monat ab. Dieser Trend setzte sich auch im November fort. 

Bereits während des gesamten bisherigen Jahresverlaufs waren mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Den größten Unterschied zwischen den beiden Vorjahren gab es im Juni. Danach nahmen die Abstände von Monat zu Monat ab. Dieser Trend setzte sich auch im November fort.
  • Bereits während des gesamten bisherigen Jahresverlaufs waren mehr Menschen arbeitslos gemeldet als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Den größten Unterschied zwischen den beiden Vorjahren gab es im Juni. Danach nahmen die Abstände von Monat zu Monat ab. Dieser Trend setzte sich auch im November fort.
  • Foto: Grafik: Agentur für Arbeit
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Nachfrage nach Arbeitskräften steigt

Laut der Agentur für Arbeit erreichte die Nachfrage nach Arbeitskräften im November den höchsten Stand seit April diesen Jahres. Trotzdem zeigt sich auch hier der Einfluss der Corona-Pandemie. So standen im November gut 1.700 Stellenangebote weniger zur Verfügung als noch im Vorjahresmonat. Stark gefragt sind unter anderem Arbeitskräfte in der Logistik und in der Energie- und Elektrotechnik Branche. 
 

"Lockdown-Light": Wissenschaflter erwarten keinen neuen Einbruch am Arbeitsmarkt

Trotz des derzeit verhängten "Lockdown-Light" erwarten die Wissenschaftler des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung keinen neuen Einbruch am Arbeitsmarkt, so die Agentur für Arbeit. Anders als im Frühjahr seien nicht alle Branchen gleichermaßen betroffen. Schulen und Kitas sind geöffnet und Betriebe hätten Erfahrungen aus dem ersten Lockdown, den sie für alternative Strategien nutzen. 

Die Agentur für Arbeit verweist darauf, dass Kurzarbeit in der derzeitigen Situation "einen massiv stabilisierenden Effekt" habe. Durch die von der Politik erweiterten Hilfen können demnach die betroffenen Branchen zumindest ein Teil der Umsatzeinbußen abfedern. Das halte den Arbeitsmarkt bisher vergleichsweise robust. Die Erholung des Arbeitsmarktes werde in den kommenden Monaten sicher gedämpft sein. Im Allgäu spiele auch eine wichtige Rolle, wie viel Tourismus in diesem Winter noch möglich sein wird.

Die Arbeitslosenquote im Oktober im Vergleich zum Jahr zuvor in den Landkreisen und kreisfreien Städten

In Klammern: November 2019

  • Landkreis Unterallgäu: 2,4 Prozent (1,7)
  • Landkreis Ostallgäu: 2,8 Prozent (2,1) 
  • Landkreis Oberallgäu: 2,9 Prozent (2,5)
  • Landkreis Lindau: 3,3 Prozent (2,4)
  • Stadt Kempten: 4,1 Prozent (2,9)
  • Stadt Memmingen: 4,1 Prozent (3,3)
  • Stadt Kaufbeuren: 4,2 Prozent (3,4)

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