Kostenlose Corona-Tests für jeden
"Wir bleiben vorsichtig": Söder verkündet neue Corona-Beschlüsse für Bayern

Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident
  • Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident
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  • hochgeladen von Holger Mock

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat am Dienstag Mittag die neuen Entscheidungen der Bayerischen Staatsregierung im Zusammenhang mit dem Coronavirus erläutert. Demnach soll es für jeden Bürger in Bayern möglich sein, sich kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen.

Coronatests ab Mittwoch

Freiwillige Coronatests, "schneller, kostenlos und für Jedermann", so Söder. Allerdings mit einer Test-Strategie:

  • Alle, die Symptome haben, und Verdachtsfälle (z.B. Kontaktpersonen) bekommen eine 24-Stunden-Garantie für Test und Ergebnis. 
  • Regelmäßige Reihenuntersuchungen gibt es zum Beispiel im medizinischen und im Pflege-Bereich. 
  • "Öfters und freiwillig" sollen sich Personen im pädagogischen Bereich (Lehrer, KiTas etc.) und bei gefährdeten Risikoberufen testen lassen können, beispielsweise auch die Polizei. 
  • Menschen ohne Symptome bekommen eine Garantie, in "kürzester Zeit einen Test zu machen und damit Sicherheit zu erhalten." Was "in kürzester Zeit" bedeutet, hat Söder nicht erläutert. 
  • Wichtig laut Söder: Keiner wird verpflichtet, aber jeder kann das Angebot annehmen. 
  • Die Kosten für den Freistaat schätzt der Ministerpräsident auf etwa 200 Millionen Euro.
  • "Testen ist Prävention", so Söder. Testen sei die einzige Möglichkeit des Staates, um dabei mitzuwirken, Infektionsketten zu unterbrechen: "Wer dauerhaft mehr lockert, muss umgekehrt mehr testen."

Weitere Beschlüsse

  • Keine Maskenpflicht mehr bei Kulturveranstaltungen (z.B. Theater und Kino). Nur noch beim Hinein- und Hinausgehen. Sitzt man am Platz, darf die Maske heruntergenommen werden, genau wie in der Kirche.
  • Clubs und Diskotheken bleiben weiter geschlossen. Wo Menschen auf engem Raum miteinander tanzen, ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch.
  • Weiterhin Maskenpflicht in Supermärkten, Geschäften, Museen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Weiterhin sei "Vorsicht und Umsicht an erster Stelle", so Söder. Auch wenn die Infektionszahlen stabil niedrig seien: Die Situation sei "sehr zerbrechlich und jederzeit leicht entflammbar." Söder zur bayerischen Strategie: "Wir bleiben vorsichtig."

Huml: "Tests sollen für den Einzelnen Klarheit schaffen"

Gesundheitsministerin Melanie Huml stellte klar, dass die Test-Priorität weiterhin bei den Menschen liegt, die Symptome zeigen oder beispielsweise im medizinischen Bereich arbeiten. Darüber hinaus wolle man es jetzt allen Bürgern ermöglichen, Sicherheit zu erhalten. Wenn man sich zum Beispiel unsicher sei, dass man sich an der einen oder anderen Stelle falsch verhalten habe, solle man sich kostenlos testen lassen können, um Klarheit zu schaffen. Viele Menschen "sind froh, wenn sie sich endlich testen lassen können".

Lehrkräfte sollen sich laut Huml vor allem nach den Sommerferien regelmäßig freiwillig testen lassen können. Besonders wichtig seien regelmäßige Tests in Pflege- und Seniorenheimen, weil dort die Gefahr am größten sei, "dass es bei einem Corona-Ausbruch zu Todesfällen kommt", so Huml.

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