Viele Fragen noch offen
Tourismus im Allgäu: So bereitet sich die Branche auf die Öffnungen vor

Nach aktuellem Stand darf nur der Landkreis Lindau am 21. Mai für Touristen öffnen. (Symbolbild)
  • Nach aktuellem Stand darf nur der Landkreis Lindau am 21. Mai für Touristen öffnen. (Symbolbild)
  • Foto: Hans Braxmeier auf Pixabay
  • hochgeladen von Fabian Mayr

Zu Pfingsten soll in Bayern wieder Tourismus möglich sein - zumindest in Regionen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100. Dort dürfen ab dem 21. Mai Beherbergungsbetriebe, also Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätze, auch für touristische Zwecke wieder öffnen. Doch wie ist die Situation in den Hotels und Pensionen? all-in.de hat bei der Allgäu GmbH nachgefragt. 

Aktuell darf nur Lindau öffnen 

Nach aktuellem Stand darf nur der Landkreis Lindau am 21. Mai für Touristen öffnen. Stichtag ist nämlich der 13. Mai. Nur die Landkreise, die an diesem Tag einen Inzidenzwert von unter 100 vorweisen können, dürfen öffnen. Wenn ein Landkreis beispielsweise erst am 18. Mai eine Inzidenz von unter 100 vorweist, darf erst 8 Tage später, also am 26. Mai geöffnet werden. Das löst gemischte Gefühle bei den Dienstleistern aus. "Generell ist eine enorme Erleichterung zu spüren, weil geöffnet werden darf. Allerdings sorgt die Festsetzung des Inzidenzwertes für große Unsicherheit und Unmut. Eine konzeptorientierte Lösung wäre besser", gibt Simone Zehnpfennig von der Allgäu GmbH an. 

10 - 14 Tage Vorbereitungszeit benötigt 

Gerade die Vorbereitungen auf die Wiedereröffnung seien aufwändig. "Es müssen die Mitarbeiter getestet werden, teils werden sie aus dem Ausland geholt. Diese müssen nach dem Test erst einmal in Quarantäne. Das heißt hier vergehen mindestens 10 Tage. Zum anderen müssen Waren bestellt werden. In Summe benötigt man rund 10 bis 14 Tage", so die Aussage eines Hoteliers. Kein Wunder also, dass einige Gastgeber und Gastronomen bis Juni abwarten wollen, da die Planungssicherheit nicht gegeben ist. Die Kosten für eine Öffnung sind derzeit für manche noch zu hoch. 

Allgäu GmbH rechnet mit deutlichen Verlusten 

Was die Belegung betrifft, rechnet die Allgäu GmbH mit ähnlichen Zahlen wie 2020, sofern man öffnen darf. Zwar "laufen die Telefone heiß" und die Anfragen und Buchungen laufen ein. Da aber nicht alle Landkreise öffnen dürfen, muss von deutlichen Verlusten im Tourismusbereich ausgegangen werden. Das ist aber nur der Anfang einer langen Wertschöpfungskette. "Das fängt beim Personal für Reinigung der Räume an, über die Wäschereien der Bettwäsche, bis hin zum Küchen- und Servicepersonal. Dann weiter gelagert in die Städte mit Einzelhandel und so weiter", so Simone Zehnpfennig. 

Viele Fragen bleiben offen

Generell gibt es noch viele ungeklärte Fragen. Was ist wenn bei der Anreise der Wert gestiegen ist, muss der Gast gleich wieder umkehren? Darf er eine Nacht bleiben oder mindestens 2, so wie es der PCR-Test hergibt? Wer zahlt die Kosten für die Tests? Auch die Regelung, dass alle Gäste im Abstand von 48 Stunden getestet werden müssen, stellt eine logistische Herausforderung dar. "Für den Gastgeber ist es aufwändig, die Selbsttest zu überwachen. Das sind alles keine Aufgaben, die irgendwo einkalkuliert sind", so die Allgäu GmbH. "Diese Fragen sollten dringend seitens der Gesetzgebung beantwortet werden."

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