Pressekonferenz zur Corona-Lage
Spahn kündigt bundeseinheitliche Ausgangssperre an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler appellieren an die deutschen Bürger.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Chef Lothar Wieler appellieren an die deutschen Bürger.
  • Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • hochgeladen von Svenja Moller

Bei einer Pressekonferenz am Donnerstagmorgen hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine bundeseinheitliche Ausgangssperre angekündigt. Das sei notwendig, da die Zahlen weiter exponentiell steigen. Das muss laut Spahn gestoppt werden um die Kapazitäten in den Krankenhäusern nicht zu überschreiten. Nächtliche Ausgangssperren sollen dabei ein besonders wirksames Mittel sein."Es geht bei der nächtlichen Ausgangssperre nicht darum, zu verhindern, dass jemand nachts draußen herumläuft. Es geht darum, von wo man kommt und wohin man geht. In den allermeisten Fällen sind das nämlich private Treffen", so Spahn. 

Wiehler: "Situation in Krankenhäusern spitzt sich zu"

Zur Situation in den Krankenhäusern äußerte sich RKI-Chef Lothar Wiehler. Die Lage spitze sich dramatisch zu. Es sei sogar noch schlimmer als in der zweiten Welle. Deutschlandweit sind nur noch etwa 10 Prozent der Intensivbetten frei. Das sei im Schnitt pro Krankenhaus noch 1 freies Bett. Die Krankenhäuser haben bereits angefangen, den Regelbetrieb einzuschränken, um Intensivpatienten weiter behandeln zu können. Stabile Patienten sollen in Regionen verlegt werden, die weniger betroffen sind. "Wir müssen über Stadt- und Landesgrenzen hinausschauen", so der RKI-Chef. 

Positivenquote steigt

Mittlerweile müssen nicht mehr nur Ältere und Vorerkrankte intensivmedizinisch betreut werdenm, sondern auch immer mehr jüngere Menschen.  Wiehler warnte außerdem davor, die Zahlen falsch zu interpretieren. "Die hohen Infektionszahlen sind nicht auf die vermehrten Tests zurückzuführen. Auch die Positivenquote steigt weiter an.", so Wiehler.

Erst dritte Welle brechen - dann öffnen

Eine Öffnungsperspektive sieht Wiehler nur, wenn die dritte Welle gebrochen werden kann. "Jetzt die dritte Welle brechen, dann mit Konzepten partiell öffnen und kontinuierlich weiterimpfen, damit wir genügend Menschen geschützt haben. Und dann erst können wir Covid kontrollieren. Erst nach Brechen der dritten Welle können kontrollierte Öffnungen geschehen - unter Berücksichtigung der bekannten Kenngrößen, wie der 7-Tage-Inzidenz oder dem Anteil der intensivmedizinisch betreuten Patienten."

Inzidenzwerte am Donnerstag sinken überwiegend

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