Mehr Freiheiten mit hoher Impfquote
Söder hält an Kurs fest: "Große Hotel-Öffnungen wird es zu Ostern nicht geben!"

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält an seinem Kurs in der Corona-Pandemie weiter fest.
  • Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält an seinem Kurs in der Corona-Pandemie weiter fest.
  • Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hält an seinem Kurs in der Corona-Pandemie weiter fest. Damit bleiben die Regeln in Bayern vorerst unverändert. Söder betonte, dass auch in Zukunft der Inzidenzwert bei Lockerungen entscheidend sein wird. Liegt eine Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen über einer Inzidenz von 100, werden die Corona-Regeln verschärft. Söder fordert, dass die sogenannte "Notbremse" bundesweit einheitlich gestaltet wird und wie in Bayern automatisch gilt. Aktuell liegen ein Drittel der Landkreise in Bayern über dieser Marke.

Testpflicht für Reiserückkehrer aus Mallorca

Weitgehenden Öffnungen von Hotels zu Ostern erteilte Söder eine Absage. "Das kann ich mir nicht vorstellen", so der Ministerpräsident. Sorgen bereiten Söder außerdem Öffnungen wie sie auf Mallorca beschlossen wurden. Er appelliert an die Bundesregierung eine Testpflicht für Reiserückkehrer aus Mallorca einzuführen.

Söder will Öffnungen mit Impfquote koppeln

Für Pfingsten und den Sommer ist Söder er allerdings sehr optimistisch. Dabei verweist der Ministerpräsident auf die voraussichtlich hohen Impfmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang wies Söder auch daraufhin, Öffnungen mit dem Impfen koppeln zu wollen. "Bei hohen Impfquoten ist es auch zulässig, das Ganze mit weitergehenden Freiheiten zu verbinden". Es sei nicht einzusehen, dass wenn eine hohe Verimpfung da ist, die gleichen Maßnahmen wie davor gelten.

Kommt die Testpflicht an Schulen in Hotspots?

In Landkreisen und kreisfreien Städten, die über einer 7-Tage-Inzidenz von 100 liegen, müssen alle Klassen wieder in den Distanzunterricht. Davon ausgenommen sind Abschlussklassen. Das soll sich ändern. Dafür soll an Schulen in Hotspots aus dem Testangebot eine Testpflicht werden. Momentan würden sich nur neun bis zehn Prozent der Schüler und rund 40 Prozent der Lehrkräfte das Testangebot wahrnehmen, so der Ministerpräsident. Das sei nicht ausreichend, es müsse engmaschiger getestet werden. Frühestens wird es die Pflicht nach Ostern geben.

Ob die Testpflicht rechtlich möglich ist, wird derzeit noch geprüft. An den Schulen sollen dann auch Gurgel-Schnelltests eingesetzt werden. Söder kündigte außerdem an, dass die vierten Klassen der Grundschulen auch als Abschlussklassen einzustufen. 

"Impf-Bürokratie" soll verbessert werden

Den Impfstopp von AstraZeneca sei verständlich, aber bitter, so Söder. Bei der Impfstrategie will Söder den Schwerpunkt auf Erstimpfungen setzen und auch Hausärzte miteinbeziehen. Außerdem soll die "Impf-Bürokratie" überarbeiten und verbessert werden. Unter anderem sollen die Impfzentren mehr Freiheiten bekommen und in Grenz- bzw. stark betroffenen Regionen mehr geimpft werden.

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