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Söder: "Bis Anfang Mai sollen 20 Prozent der Bevölkerung in Bayern die Erstimpfung erhalten"

Bis Anfang Mai sollen 20 Prozent der Bayerischen Bevölkerung die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz am Dienstag nach dem bayerischen Corona-Impfgipfel mit. (Archivbild)
  • Bis Anfang Mai sollen 20 Prozent der Bayerischen Bevölkerung die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz am Dienstag nach dem bayerischen Corona-Impfgipfel mit. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Matthias Balk
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Bis Anfang Mai sollen 20 Prozent der Bayerischen Bevölkerung die Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder auf einer Pressekonferenz am Dienstag nach dem bayerischen Corona-Impfgipfel mit. Aktuell haben bereits elf Prozent der Bayern eine Impfung bekommen.

Bis jetzt hat der Freistaat 2,7 Millionen Impfdosen erhalten, von denen insgesamt 2,2 Millionen verimpft worden sind, so Söder. Bis zum 2. Mai rechnet der Ministerpräsident mit der Lieferung von zusätzlich 2 Millionen Dosen.

Außerdem sollen bis auf 10.000 Dosen auch die Notreserven des Freistaates verimpft werden. Auch der Zeitabstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung soll maximal ausgenutzt werden. Bei AstraZeneca sind das zwölf Wochen und bei Biontech/Pfizer sechs Wochen. 

Hausärzte werden bei Impfungen mit eingebunden 

Momentan werden pro Tag 40.000 Impfungen in Bayern durchgeführt. Im April soll das Tempo laut Söder noch einmal erhöht werden. Die Testzentren haben demnach Kapazitäten von bis zu 70.000 Impfungen täglich.

Zusätzlich sollen ab Mittwoch auch die Hausärzte bei den Impfungen mit eingebunden werden. Begonnen werde zunächst in 1.635 Praxen mit 33.000 Dosen. Söder bezeichnete die Ärzte als "Impfprofis im Land", weil sie normalerweise für Impfungen zuständig sind. Großer Vorteil der Ärzte sei auch, dass sie ihre Patienten gut kennen und nach der Impfung medizinisch begleiten können. Außerdem haben sie, anders als die Impfzentren, Einblick in die Krankenakte, sodass chronisch Kranke vorrangig geimpft werden können. Die bisher geltende Priorisierung nach Alter soll dabei aufgeweicht werden. 

Laut dem Bayerischen Gesundheitsminister Klaus Holetschek entscheiden die Hausärzte selber, welche Patienten geimpft werden sollen und verschicken dann eine Einladung. Wird man von seinem Hausarzt geimpft, hat sich aber auch für eine Impfung auf der Webseite des Freistaates registriert, sollte man sich dort proaktiv wieder abmelden, so die Bitte von Holetschek. 

Betriebsärzte und Kliniken sollen integriert werden

Ende April oder Anfang Mai möchte der Freistaat dann auch die Betriebsärzte ins Impfsystem integrieren. Bereits im April werde der Freistaat mit 10 Modellprojekten für das Impfen bei größeren Arbeitgebern beginnen. Die Impfungen am Arbeitsplatz können sehr schnell durchgeführt werden, so Söder. Dabei gehe es dann nicht nach Alter, sondern der gesamte Betrieb soll ohne Priorisierung durchgeimpft werden. Söder hofft, dass sich dadurch eine Gruppendynamik entwickelt. Als nächstes könnten dann eventuell auch Kliniken beim Impfen mit eingebunden werden, hofft Söder. 

Impfreihenfolge soll aufgeweicht werden 

Auch weiterhin sollen Alte und chronisch Kranke vorrangig geimpft werden. Doch Söder betonte, dass bei der Priorisierung in Zukunft pragmatischer und flexibler umgegangen werden soll. Die momentan geltende Impfreihenfolge soll dann nur noch als Empfehlung dienen.

Standard soll hingegen das System werden, dass auch in den Hotspots im Osten Bayern eingesetzt worden ist. Dort wurde nicht strikt nach Alterskategorie, sondern nach Infektionslage, bestimmten Ausbruchsgeschehen und Gefährdungslage geimpft. Auch den Hausärzten sollen selber entscheiden, welche Patienten für eine Impfung geeignet sind. Laut Söder sind bereits 70 Prozent der Über-80-Jährigen in Bayern geimpft.

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