Tipps vom BRK
So alarmiert man Rettungsdienst und Feuerwehr richtig

Das BRK gibt Tipps, wie man sich bei Notrufen verhalten soll. (Symbolbild)
  • Das BRK gibt Tipps, wie man sich bei Notrufen verhalten soll. (Symbolbild)
  • Foto: Matthias Becker
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

"Hier ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst – bitte legen Sie nicht auf". Diese Bandansage der Integrierten Leitstelle Allgäu hört jeder, der im Notfall die 112 wählt. Peter Fraas, Leiter des Rettungsdienstes beim BRK Oberallgäu, erklärt, worauf man beim Absetzen eines Notrufs achten muss, um alles richtig zu machen.

Aufmerksam zuhören und Fragen deutlich beantworten

"Wenn Sie diese Bandansage hören, legen Sie nicht auf. Sie wird so lange wiederholt, bis eine Leitung frei ist“, sagt Peter Fraas. "In der Regel dauert es nur wenige Sekunden, ehe Sie einen Mitarbeiter, einen so genannten Disponenten der Integrierten Leitstelle Allgäu persönlich am Apparat haben. Dieser befragt Sie freundlich und ruhig nach allen wichtigen Informationen. Hören Sie also aufmerksam zu und beantworten Sie alle Fragen ebenfalls ruhig, klar und deutlich, das spart wertvolle Zeit. Auf Grundlage dieser Informationen alarmiert der Disponent, der seinerseits über eine feuerwehrtechnische und rettungsdienstliche Ausbildung verfügt, umgehend das geeignete Rettungsmittel, also Feuerwehr, Notarzt, Rettungswagen oder Krankenwagen."

Bei einer lebensbedrohlichen Situation bleibe der Mitarbeiter mitunter mit dem Anrufer in Telefonverbindung, bis die Einsatzkräfte dort eingetroffen seien, beruhigt er. "Bei einer erforderlichen Wiederbelebung etwa geben die Kollegen telefonisch Anweisungen, was zu tun ist. Denn je schneller mit der Herzdruckmassage begonnen wird, umso größer ist die Überlebenschance."

Tipps: So setzt man Notruf ab

Im Folgenden nennt Peter Fraas einige Möglichkeiten, die Rettungskräfte durch richtiges Verhalten zu unterstützen.

  • Rufen Sie die 112 nur im Fall einer akuten und/oder lebensbedrohlichen Notfallsituationen, bei Feuer oder Verkehrsunfällen an. Im Zweifelsfall rufen Sie in solchen Fällen lieber einmal zu oft als einmal zu wenig oder zu spät an.
  • NICHT zuständig ist die 112 für nicht-lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme, die normalerweise vom Hausarzt behandelt werden könnten. Hierfür gibt es außerhalb der Praxisöffnungszeiten den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117. Die Kollegen dort vermitteln Sie an einen diensthabenden Mediziner weiter.
  • Bei stockendem Verkehr auf mehrspurigen Straßen bilden Sie bitte umgehend eine Rettungsgasse.
  • Achten Sie darauf, dass die Hausnummer an Ihrem Wohngebäude gut zu erkennen und das Namensschild auf der Klingel gut lesbar ist.
  • Es ist immer hilfreich, wenn Einweiser unten auf der Straße auf die Retter warten und ihnen den Weg zeigen. Wenn kein Familienmitglied greifbar ist, kann man im Notfall auch einen Nachbarn bitten, sich aufzustellen.
  • Geben Sie in großen Wohnanlagen eine exakte Wegbeschreibung zum Unglücksort. Wenn die Rettungskräfte minutenlang durch das Treppenhaus irren müssen, kann das im schlimmsten Fall dramatische Folgen haben.
  • Halten Sie wichtige Unterlagen des Patienten bereit (Versicherungskarte, Dokumente über Vorerkrankungen, ggf. Arztbriefe sowie Medikamente, besonders bei chronisch kranken Patienten).

Übrigens: Die Notrufnummer 112 gilt auch in allen anderen EU-Mitgliedsstaaten und in weiteren Ländern wie z.B. Island, Norwegen, Russland, der Schweiz und der Türkei.

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