Nach Tod eines Mädchens (4) in Badesee
Schwimmlehrerverband warnt vor tödlichen Risiken in Badegewässern

Diesen Sommer kann es zu 20 Prozent mehr Badeunfällen und Badetoten kommen (Symbolbild).
  • Diesen Sommer kann es zu 20 Prozent mehr Badeunfällen und Badetoten kommen (Symbolbild).
  • Foto: TheDigitalArtist auf Pixabay.
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Ein 4-jähriges Mädchen ist am Freitag in einem Badesee im Landkreis Eichstätt ertrunken. Ob das Mädchen zu tief ins Wasser ging, ist noch nicht geklärt. Laut dem Bayerischen Rundfunk hat es noch hilfesuchend mit den Armen gerudert, Badegäste haben das Mädchen aus dem Wasser geholt. Aber auch der Notarzt konnte das Leben des Mädchens nicht mehr retten.

Hallenbäder sind sicherer, waren aber flächendeckend geschlossen

Der Tod im Badesee: auch eine Folge der Corona-Pandemie? Alexander Galliz, Vorsitzender des Deutschen Schwimmlehrerverbandes (DSLV), hatte bereits im April mit einer Erhöhung der Badeunfälle und Badetoten um 20% gerechnet. Grund: die Schließung der vermeintlich sichereren Hallenbäder aufgrund der Corona-Pandemie. 

Über 300 Badetote

Fast 50% der über 50-jährigen Menschen sind unsichere Schwimmer.  Im vergangenen Sommer hat es über 300 Badetote in dieser Altersgruppe gegeben. Diesen Sommer ist mit einer noch höheren Zahl an Badetoten und Badeunfällen zu rechnen. 

Das Problem besteht hauptsächlich darin, dass sich die ungeübten Badegäste an Naturbädern, Wildgewässern und Flüssen aufhalten. Im Falle eines Notfalls gibt es dort meist keine Wasserwacht und keine sofortige Rettung.

Dringender Appell des Deutschen Schwimmlehrerverbandes an die Bevölkerung: Eigene Fähigkeiten und Kräfte im Wasser nicht überschätzen

  • Wer 200 Meter ohne große Anstrengung schwimmen kann, sollte zunächst sicher im Wasser sein.
  • Bei einer Panikattacke im Wasser so gut wie nur möglich Ruhe bewahren.
  • Auf den Rücken drehen und gezielt Atmen ist hierbei eine große Hilfe.
  • Wenn es eine starke Strömung gibt, auf den Rücken legen, treiben lassen, und versuchen an Land zu kommen.
  • Bei Bedarf oder einer Notsituation laut schreien, auf sich aufmerksam machen, aber ohne dabei wieder in Panik zu geraten.

Kinder wissen oft nicht mit einer Notsituation umzugehen. Sie geraten deshalb oft unbemerkt und lautlos unter die Wasseroberfläche. Nicht nur die Eltern, sondern auch die Menschen drumherum sollten Kinder immer im Auge behalten. 

"Wir haben Aufholbedarf": Wasserwacht startet virtuellen Schwimmunterricht

Der DSLV rät, sich vorab über das Gewässer zu informieren, in dem man baden gehen möchte.

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