Special Wildtiere im Allgäu SPECIAL

"Die Beine mit Kot bespritzen"
Ohne zu Schwitzen: Tricks der Wildtiere an heißen Sommertagen

Wie Tiere mit der Hitze umgehen: Der Storch spritzt sich seinen eigenen Kot an die Beine. (Symbolbild)
  • Wie Tiere mit der Hitze umgehen: Der Storch spritzt sich seinen eigenen Kot an die Beine. (Symbolbild)
  • Foto: satynek auf Pixabay
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

Hitzewelle im Allgäu: Bei über 30 Grad geraten viele ins Schwitzen. Wie Wildtiere mit ein paar schlauen Tricks einen kühlen Kopf behalten, berichtet der Bayerische Jagdverband (BJV) in einer Pressemitteilung.

Die meisten Wildtiere können nicht schwitzen, weil sie keine Schweißdrüsen besitzen. Das Fell und die Federn können die Wärme nur schlecht abgeben. Um bei den sommerlichen Temperaturen aber nicht zu überhitzen, hat jedes Tier seine eigenen Tricks. 

Der natürliche Ventilator: Schnelles Ein- und Ausatmen

Hunde, Füchse, Wölfe und sogar Katzen haben nur an den Ballen, unter ihren Pfoten Schweißdrüsen. Schnelles ein- und ausatmen und die Zunge hängen lassen dient als eine Art Ventilator.

Bei Vögeln kann man dieses Verhalten auch beobachten. Wenn der Vogel mit offenem Schnabel am Baum sitzt, kühlt er sich vermutlich gerade ab. Vögel leiten die Körperwärme über federfreie Stellen ab, erklärt Biologe Schreder. Ein kaltes Fußbad oder das Aufplustern des Gefieders dienen auch als Kühlsystem.

Echt clever: Das Verhalten der Wildtiere bei heißen Temperaturen

  • Hirsche und Rehe stellen sich gerne ins Wasser, um sich abzukühlen.
  • Das Wälzen im Schlamm dient nicht nur der Kühlung, sondern auch dem Schutz vor Mücken und Insekten.
  • Störche bespritzen ihre Beine mit ihrem eigenen flüssigen Kot. Das im Kot enthaltene Wasser entzieht dem Körper beim Verdunsten Wärme (sozusagen ein Schweiß-Ersatz). 
  • Feldhasen pumpen an heißen Sommertagen mehr Blut in ihre langen Löffel. Durch die geringe Behaarung können sie dort überschüssige Wärme besser ableiten.
  • Das Belecken des Fells dient ebenfalls der Kühlung.
  • Wie Menschen, suchen auch Tiere bei heißen Tagen den Schatten. Fuchs, Dachs und Kaninchen dösen in ihrem unterirdischen Bau.

Tiere können laut BJV gut mit ihrer Körperflüssigkeit haushalten. Über das frische Grünfutter oder den Tau am Morgen nehmen die Tiere schon einen Großteil ihres Bedarfs auf.

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