Tod von Insekten und anderen Tieren
Lieber rechen: Bund Naturschutz rät von Laubsaugern und -bläsern ab

Der Bund Naturschutz empfiehlt, Laub zu rechen, statt einen Laubbläser zu benutzen. (Symbolbild)
  • Der Bund Naturschutz empfiehlt, Laub zu rechen, statt einen Laubbläser zu benutzen. (Symbolbild)
  • Foto: Peggychoucair von Pixabay
  • hochgeladen von Svenja Moller

Auch wenn Laubsauger und -bläser Zeit und Mühe sparen, sie schaden der Umwelt mit Abgasen, Lärm, Feinstaub und Keimen enorm. Darüber hinaus sind sie aber auch für den tausendfachen Tod von Insekten und anderen Tieren verantwortlich, die sich gerade im Herbst im Schutz der herabfallenden Blätter verstecken.

Kleintiere werden vom Laubsauer zerhäckselt

Durch Laubsauger werden lockerer Oberboden, Humusteile, Pflanzenreste und Blätter aufgesaugt, und Kleintiere, die wichtige ökologische Funktionen für den Boden besitzen, werden mit dem Laub zerhäckselt. "Die Laubbläser verwirbeln das Laub und die darin lebenden kleinen Insekten, deren feine Fühler oder Füßchen vom Luftdruck abgerissen und beschädigt werden", darauf weist Claudia Grießer, Geschäftsstellenleiterin der BN-Kreisgruppe Lindau hin.

Dazu komme, dass der Stoffkreislauf unter dem Baum unterbrochen werde. Es werden Nährstoffe, Deckung, Winterschutz und Nahrung für alle Kleinlebewesen vernichtet und damit auf Dauer auch der Baum geschädigt, führt die Diplombiologin weiter aus. Denn auch den Bäumen wird mit dem entfernten Laub langfristig der Nährstoffnachschub aus dem sich zersetzenden Laub entzogen. Eine Laubschicht um die Wurzelbereiche kann die Austrocknung des Bodens reduzieren und unterstützt den Wasserhaushalt im Boden.

Laubrechen statt -sauger verwenden

Deshalb empfiehlt der BUND Naturschutz auf den Gebrauch von Laubsaugern und -bläsern zu verzichten.
Möchte man das Laub entfernen, kann auch ein Laubrechen verwendet werden, auf Rasenflächen lässt man die Blätter am besten bis zum fast vollständigen Laubabfall liegen und recht sie dann zusammen. Dabei müssen nicht alle Blätter aufgesammelt werden, denn eine dünne Laubschicht führt dem Boden sogar Nährstoffe zu. Als Überwinterungshilfe für Igel lässt sich ein Laubhaufen an Hecken ebenfalls nutzen. Diese Anstrengungen lohnen sich für die Natur, den Erhalt der Artenvielfalt und ganz nebenbei bedankt sich unsere Gesundheit für ein wenig Bewegung an der frischen Luft!

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