Meinung
Kommentar von AZ-Sportchef Thomas Weiß zum Traumspiel der Red Baroons Dietmannsried gegen den FC Bayern

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Was haben die Bayern und die Veranstalter in Memmingen im Vorfeld nicht auf den Putz gehauen. Sie haben mit Schweinsteiger geworben, haben – als es noch ein paar wenige Restkarten gab – Anfang dieser Woche das Gerücht gestreut, WM-Held Mario Götze könnte vorbeischauen und, klar, Robert Lewandowski werde beim 'Traumspiel' im Allgäu seine Premiere im Bayern-Trikot geben.

Als die Aufstellung im Stadion bekannt wurde, sprachen einige eher von einem Schaumspiel. Von der Meister- und Pokalsieger-Elf waren mit David Alaba und Rafinha nur zwei klangvolle Namen mit von der Partie. Schweini und Götze im WM-Urlaub, Lewandowski verletzt: Ein paar wenige Zuschauer, die bis zu 37 Euro für ein Traumspiel-Ticket abdrückten, wagten es, ihrem Unmut mit Pfiffen Ausdruck zu verleihen.

Als dann um 18.15 Uhr erst die Bayern- und dann die FC-Bayern-Club-Hymne gemeinsam intoniert wurde, waren die Anhänger schnell wieder vereint. Der Stern des Südens strahlte zwar nicht in vollem Glanz, dennoch wurde der Abend für die Bayern-Fans zum unvergesslichen, weil historischen Sportereignis. Eine solche Kulisse hatte das Allgäu bei einem Fußballspiel noch nicht erlebt.

Die Zuschauer waren noch in weltmeisterlicher Partystimmung, die Organisatoren in Memmingen sorgten mit tatkräftiger Unterstützung der PR-Abteilung aus München für beste Unterhaltung. Die Bayern-Profis hautnah erleben zu dürfen, zauberte vor allem den zahlreichen Kindern ein Strahlen ins Gesicht.

Der sportliche Wert des Traumspiels war von Anfang an überschaubar. Aber Technik, Taktik und Tore sind beim Fußball ja längst nicht mehr das Wichtigste.

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