Zum Verkehrssicherheitstag
Im Stau bei 30 Grad? BRK Motorradstreife gibt Tipps

Zu den Aufgaben der sechs erfahrenen, speziell ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter auf ihrer Dienstmaschine gehört es dabei auch, Fahrzeuginsassen zu betreuen, die bei sommerlichen Temperaturen über mehrere Stunden auf der Autobahn im Stau stehen. (Symbolbild)
  • Zu den Aufgaben der sechs erfahrenen, speziell ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter auf ihrer Dienstmaschine gehört es dabei auch, Fahrzeuginsassen zu betreuen, die bei sommerlichen Temperaturen über mehrere Stunden auf der Autobahn im Stau stehen. (Symbolbild)
  • hochgeladen von Fabian Mayr

Die Motorradstreife des BRK Oberallgäu patrouilliert bis Ende September jedes Wochenende auf den Allgäuer Straßen. Zu den Aufgaben der sechs erfahrenen, speziell ausgebildete Rettungs- und Notfallsanitäter auf ihrer Dienstmaschine gehört es dabei auch, Fahrzeuginsassen zu betreuen, die bei sommerlichen Temperaturen über mehrere Stunden auf der Autobahn im Stau stehen. Anlässlich des jährlichen Verkehrssicherheitstages am 19. Juni gibt Sebastian Frank, seit 10 Jahren aktiver Fahrer der Motorradstreife, hilfreiche Tipps, wie man sich auf derlei Unwägbarkeiten vorbereiten kann.

"Fahrsicherheitstraining hat noch niemand geschadet"

"Zur Verkehrssicherheit gehört in unseren Augen nicht nur, das Fahrzeug gründlich durchzuchecken, Warnwesten und Warndreieck, sowie Reserverad, Starthilfekabel und Verbandskasten an Bord zu haben", sagt Sebastian Frank. "Auch ein Fahrsicherheitstraining, wie es beispielsweise in Kempten angeboten wird, hat noch niemandem geschadet. Dabei lernt man, souverän mit möglichen Ausnahmesituationen im Straßenverkehr umzugehen. Für die Mitglieder der Motorradstreife gehört dies alljährlich zur Vorbereitung auf die Saison."

Nützliche Tipps 

Vor dem Start in eine längere Autofahrt rät der Fachmann: "Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte diese greifbar in der Fahrerkabine bei sich haben. Ganz wichtig ist in jedem Fall der Hitzeschutz", betont er. "Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Tiere müssen gut vor Überhitzung geschützt werden - darum auf leichte Kleidung und ausreichend Belüftung achten." Da im Stau oder bei einer Panne die Lüftung oder Klimaanlage im Fahrzeug oft nicht auf Dauer betrieben werden können, sollten Sonnenblenden, eventuell Handventilatoren und/oder Fächer im Auto parat liegen. Sie können für ein wenig Abkühlung und Schatten sorgen. Aus eigener, privater Erfahrung empfiehlt Sebastian Frank, unbedingt Regenschirme mitzuführen. "Ich hatte mit meiner Familie selbst einmal im Hochsommer eine Panne auf der Autobahn - mit zwei Kleinkindern auf dem Autorücksitz. Während wir in der Bruthitze hinter der Leitplanke auf den Pannendienst warten mussten, haben uns unsere Regenschirme guten Sonnenschutz geboten." Von größter Wichtigkeit sei es, gerade in unseren mittlerweile sehr heißen Sommern, immer genügend Trinkwasser mitzuführen. "Denn viel zu trinken ist die beste Vorbeugung gegen Hitzeerschöpfung oder den mitunter lebensbedrohlichen Hitzschlag." Als Anzeichen hierfür nennt er Kopfschmerzen, Schwindel, Schwächegefühl, Benommenheit, heiße und trockene Haut, ein anfangs gerötetes, später blasses Gesicht, Übelkeit, Erbrechen, deutlich erhöhte Körpertemperatur, fehlende Schweißproduktion und eine schnelle, flache Atmung. Sollte zum Beispiel im Stau der Verdacht auf einen Hitzschlag bestehen, muss umgehend der Rettungsdienst unter 112 alarmiert werden. "Genau in solchen Fällen können wir mit unserem wendigen Motorrad schnell zum Ort des Geschehens gelangen und Erste Hilfe leisten", so Sebastian Frank.

Regelmäßig Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen 

Er bittet alle Verkehrsteilnehmer in ihrem eigenen Interesse, regelmäßig die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. "So können Sie nicht nur bei sich selbst alarmierende Symptome besser erkennen, sondern auch anderen Personen – zum Beispiel im Nachbarauto - gegebenenfalls helfen." Das BRK Oberallgäu bietet regelmäßig Kurse an, bei denen an nur einem Tag die wichtigsten Maßnahmen vermittelt werden. "Wer die Grundlagen abrufbar im Hinterkopf hat, traut sich viel eher, im Notfall aktiv zu werden und kann so mitunter sogar Leben retten."

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