Nach Unregelmäßigkeiten
Holetschek: Kontrollen von Corona-Teststellen werden verschärft

Klaus Holetschek beim Besuch einer Memminger Apotheke (Archivbild)
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Der Bayerische Gesundheitsminister will die Aufklärung der Vorwürfe von Betrug und Unregelmäßigkeiten bei Corona-Teststellen intensiv vorantreiben. „Wir haben die Kreisverwaltungsbehörden angewiesen, die Kontrollen aller Teststellen noch intensiver zu verfolgen und dabei jede Teststelle noch einmal zu überprüfen. Dabei geht es sowohl um ordnungsgemäße Tests als auch um die Einhaltung der Hygienevorschriften. Wir werden dazu auch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und dessen Corona-Taskforce mit einbeziehen, die künftig unangekündigte Besuche vor Ort vornehmen wird, um die Qualität der Teststellen sicherzustellen“, so Holetschek am Dienstag in München 

Ein Verdachtsmoment in Bayern

Holetschek unterstreicht: „Wir prüfen sehr sorgfältig, welche Verdachtsmomente es in Bayern gibt. In Miesbach haben wir Anhaltspunkte für ein konkretes Fehlverhalten gefunden. Erste Verdachtsmomente hatten sich Mitte Mai ergeben. Im Rahmen der gegenwärtigen Ermittlungsarbeit durch Polizei und Staatsanwaltschaft wird das Fehlverhalten des Betreibers untersucht. Am 31. Mai wurde der Betrieb der Teststelle eingestellt.“

"Bürger dürfen Vertrauen nicht verlieren"

Holetschek erläuterte: „Die Bayerische Strategie im Kampf gegen Corona steht auf zwei Säulen: Testen und Impfen. Das niederschwellige und kostenlose Testangebot trägt einen entscheidenden Anteil dazu bei, die Inzidenzen zu senken und die Pandemie zu bekämpfen. Der Großteil der Zentren arbeitet sehr gewissenhaft und leistet einen ungemein wichtigen Beitrag. Die aktuellen Vorwürfe sollten nicht dazu führen, dass Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen in die wichtige und breit aufgestellte Bayerische Teststrategie verlieren.“

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