Corona-Maßnahmen
Handelsverband Bayern drängt auf Lockerungen und fordert: "Sperrt die Geschäfte auf!"

Der Handelsverband Bayern fordert die Wiedereröffnung der Geschäfte in Bayern. Textilhändler oder Baumärkte könnten die Abstands- und Hygieneregeln genauso gut einhalten wie ein Lebensmittelgeschäft, so der Verband. (Symbolbild)
  • Der Handelsverband Bayern fordert die Wiedereröffnung der Geschäfte in Bayern. Textilhändler oder Baumärkte könnten die Abstands- und Hygieneregeln genauso gut einhalten wie ein Lebensmittelgeschäft, so der Verband. (Symbolbild)
  • Foto: webandi von Pixabay
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Der Handelsverband Bayern (HBE) drängt massiv auf spürbare Lockerungen der Corona-Einschränkungen für die Wirtschaft. Der Verband fordert in einem ersten Schritt neben der Öffnung von Kitas und Schulen auch die Wiedereröffnung der Geschäfte in Bayern. "Die Infektionszahlen sinken immer weiter", meint Wolfgang Puff, Hauptgeschäftsführer des HBE. Darum sei es auch nicht unverantwortlich, die Geschäfte wieder zu öffnen. 

Puff: "Der Handel ist kein Treiber der Corona-Pandemie"

Puff sieht die FFP2-Maske im Handel und im ÖPNV als "eine wirksame Waffe im Kampf gegen das Virus" an. "Einkaufen in Bayern war und ist sicher. Und mit der FFP2-Maske erst recht", so Puff. Der Handel sei kein Treiber der Corona-Pandemie. Der Verband fordert: "Die bayerische Staatsregierung muss jetzt endlich handeln."

Politik agiert perspektivlos

Leider seien die vergangenen Monate nicht genutzt worden, um den Ausstieg aus den Beschränkungen systematisch vorzubereiten, kritisiert Puff. Einen Fahrplan in Richtung Normalität gebe es auch im Freistaat nicht. Laut Puff hangelt sich die Politik "perspektivlos nur von einem Lockdown zum anderen." Der Geschäftsführer vermisst klare Aussagen, unter welchen Bedingungen und wann die Betriebe wieder öffnen können. 

Einzelne Branchen dürfen nicht bevorzugt werden

Laut HBE darf eine Wiedereröffnung der Geschäfte nicht nur für einzelne Branchen gelten. Das führe zu Wettbewerbsverzerrungen und Rechtsunsicherheiten. So könne ein Textilhändler oder ein Baumarkt die Abstands- und Hygieneregeln genauso gut einhalten wie ein Lebensmittelgeschäft, sagt Puff. Man akzeptiere alles, was gesundheitspolitisch geboten sei. Aber das sture Festhalten an den Beschränkungen für den
Handel sei immer weniger nachvollziehbar.

"Wenn wir keine Hilfen bekommen, wollen wir wenigstens öffnen dürfen" 

"Unsere Händler werden ohne Perspektive und finanzielle Hilfen alleine gelassen", sagt Puff. Daher würden Frust, Existenzängste, Verzweiflung und auch Wut auf die Politik dramatisch zunehmen. "Wir haben es satt, immer nur salbungsvolle Worte zu hören. Wenn wir schon keine Finanzhilfen bekommen, dann wollen wir wenigstens für unsere Kunden öffnen dürfen", verdeutlicht der Hauptgeschäftsführer.

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