Bayerischer Psychiatriebericht
Gesundheitsministerin Huml will psychische Auswirkungen von Corona stärker untersuchen

Corona soll ein wichtiges Thema im bayerischen Psychiatriebericht werden. (Symbolbild)
  • Corona soll ein wichtiges Thema im bayerischen Psychiatriebericht werden. (Symbolbild)
  • Foto: coyot von Pixabay
  • hochgeladen von Svenja Moller

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Psyche aus? Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will das stärker untersuchen. "Das Thema soll in jedem Fall im bayerischen Psychiatriebericht aufgegriffen werden, der 2021 zum ersten Mal vorgelegt wird. Das ist wichtig, weil die Corona-Pandemie erhebliche Herausforderungen für die psychosoziale Versorgung verursacht", sagte sie am Mittwoch.

Bayerischer Psychiatriebericht erstmals 2021

Der Bericht wird vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) erstellt. Ein unabhängiger Beirat, bestehend aus 14 Vertretern unterschiedlicher Institutionen und Fachrichtungen, soll dabei unterstützen. Am Dienstag fand die erste Sitzung statt. Das bayerische Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz sieht vor, dass der Bericht dem Landtag alle drei Jahre vorgelegt wird. Die erste Veröffentlichung ist im Laufe des kommenden Jahres geplant.

"Ich freue mich sehr, dass wir ausgewiesene Expertinnen und Experten für diese wichtige ehrenamtliche Aufgabe gewinnen konnten. Mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung können wir den Bericht auf einem breiten Fundament erstellen und somit hoffentlich weitere Impulse setzen für die Versorgung von Menschen mit psychischem Hilfsbedarf", betonte Huml. Der Bericht solle die bestehende Versorgungslandschaft abbilden und bei der Weiterentwicklung helfen. So soll auf mögliche Veränderungen möglichst früh reagiert werden können.

Psychische Belastungen nicht unterschätzen

Die Ministerin rief dazu auf, psychische Belastungen nicht zu unterschätzen. "Corona bringt viele Herausforderungen mit sich. Deshalb ist es wichtig, auf die seelische Gesundheit zu achten und sich bei Bedarf rechtzeitig fachkundige Unterstützung zu holen", betonte Huml.

In Oberbayern und Mittelfranken gibt es bereits Krisendienste für Menschen in psychischen Notlagen. Ab Juli 2021 sollen die Dienste bayernweit rund um die Uhr erreichbar sein.

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