Hoffnung und Mahnung zugleich
Gesundheitsminister Spahn: "Es liegen noch harte Wochen vor uns"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte sich der Kritik zur Corona-Impfstrategie. (Archivbild)
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte sich der Kritik zur Corona-Impfstrategie. (Archivbild)
  • Foto: Tobias Schwarz/dpa
  • hochgeladen von Holger Mock

"Wir sind auf dem Weg raus aus der Pandemie", machte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Pressekonferenz am Freitagmorgen Hoffnung. Er mahnte aber auch zur Vorsicht: "Es liegen noch harte Wochen vor uns." Die Bevölkerung müsste jetzt nur noch ein wenig durchhalten. Die Infektionszahlen sinken, laut Spahn aber "noch nicht schnell genug und noch nicht weit genug". Man müsse "mit Augenmaß den richtigen Weg aus der Krise finden".

Änderungen der Impfverordnung am Montag

Der Gesundheitsminister kündigte eine Änderung der Impfverordnung ab Montag an. Die Ständige Impfkommission prüfe die Auswirkungen des Corona-Virus auf Vorerkrankungen. Wie bisher sollen ältere Menschen mit den Impfstoffen von Moderna und Biontech geimpft werden, jüngere mit dem von AstraZeneca. Alle drei Impfstoffe sollen gleichermaßen geeignet sein. Weil in jeder Prioritätsgruppe Personen verschiedenen Alters sind, werde die Impfverordnung aber nicht komplett auf den Kopf gestellt. Mithilfe des Impfstoffes von AstraZeneka werde der Impffortschritt beschleunigt.

Corona-Mutationen immer häufiger in Deutschland nachgewiesen

Deshalb und auch wegen der sinkenden Infektionszahlen werden die Rufe nach einer Lockerung des Lockdowns langsam lauter. Dem entgegen stehen allerdings laut dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler drei "besorgniserregende Varianten" des Corona-Virus. Insbesondere die Mutation aus Großbritannien werde in den letzten Wochen in Deutschland immer häufiger nachgewiesen. Sechs Prozent der positiv Getesteten hätten sich aktuell mit dieser Version angesteckt."Der Anteil wird sich weiter erhöhen", meinte Wieler. Diese Mutation sei ansteckender und könne auch zu schwereren Verläufen führen.

Noch ist nicht ganz klar, inwieweit die Impfstoffe gegen diese Varianten des Corona-Virus' wirken. Laut Klaus Cichutek, dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, wirkt der Impfstoff gegen die Mutation aus Großbritannien. Schwierigkeiten gebe es hingegen bei den Varianten aus Südafrika und Brasilien.

Inzidenzwerte zum Wochenende hin allgäuweit weiter gesunken

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen