Bund- und Länder-Beratung
Diese Corona-Lockerungen gelten ab Montag, 8. März

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, haben am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. (Archivbild)
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, haben am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. (Archivbild)
  • Foto: Kay Nietfeld/dpa
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Am Mittwochnachmittag haben sich Bund und Länder erneut beraten. Klar ist nun, der Lockdown wird bis zum 28. März verlängert. Aber es gibt auch ein paar Lichtblicke. Die Länder können in vielen Bereichen, bei niedrigen Infektionszahlen, neue Öffnungen erlauben. Am 22. März soll es dann eine weitere Bund-Länder-Konferenz geben. Dann werden die Regierungschefs der Länder mit Angela Merkel über mögliche weitere Öffnungsschritte für alle bis dahin noch geschlossenen Bereiche beraten.

Kontaktbeschränkungen 

Die Kontaktbeschränkungen werden ab Montag, dem 8. März etwas gelockert: Es dürfen sich wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Kinder bis 14 Jahren werden nicht dazugezählt. Momentan darf sich ein Haushalt nur mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen.

Bei einem 7-Tage-Inzidenzwert unter 35 dürfen sich drei Haushalte mit maximal zehn Personen treffen. Wenn die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100 steigt, werden die Kontakte wieder auf einen Haushalt und eine weitere Person beschränkt.

Buchhandlungen, Blumenläden und Gartencenter

Schulen und Friseure haben seit dem 1. März wieder geöffnet. Ab Montag, 8. März dürfen dann auch Buch- und Blumenläden und Gartencenter öffnen. Allerdings nur unter Hygieneauflagen und einer gewissen Anzahl an Kunden im Laden. In Bayern haben Gartenmärkte, Friseure und Baumärkte bereits seit dem 1. März geöffnet. 

Körpernahe Dienstleistungen - Fahr- und Flugschulen

Ab Montag gilt das selbe auch für körpernahe Dienstleistungen sowie Fahr- und Flugschulen. Hier wird ein Testkonzept für das Personal und tagesaktuelle Schnell- oder Selbsttests für die Kunden vorgeschrieben.

Die Länder können bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 unter Auflagen den Einzelhandel, Museen, Zoos, Gedenkstätten und Galerien öffnen. Kontaktfreier Sport darf in kleinen Gruppen von maximal zehn Personen im Außenbereich und auf Außensportanlagen durchgeführt werden.

Bei Inzidenzwerten zwischen 50 und 100: "Click and meet", das bedeutet: Hier müssten sich die Kunden vorher einen Termin buchen. Das soll im Einzelhandel oder auch in Museen gelten. Wenn der 7-Tage-Inzidenzwert auf über 100 steigt, greift die Notbremse, dann folgt eine Rückkehr zu den Lockdown-Regeln.

Frühestens ab 22. März: Gastronomie, Theater, Konzert ...

Wenn sich die 7-Tage-Inzidenz in dem Bundesland oder der Region nach dem dritten Öffnungsschritt für zwei Wochen nicht verschlechtert, dürfen Außengastronomie, Theater, Konzert- und Opernhäuser und Kinos wieder öffnen. Bis dahin sind alle Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen. Kontaktfreier Sport im Innenbereich wird dann ebenfalls erlaubt sein.

Freizeitveranstaltungen

Wenn die Inzidenzwerte auch weiterhin sinken und stabil bleiben, können (frühestens im April) im Außenbereich Freizeitveranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmern stattfinden. 

Rückkehr aus Risikogebieten

Nach wie vor besteht die Warnung vor "nicht zwingend notwendigen Reisen im Inland und auch ins Ausland" - auch in Hinblick auf die Ostertage.

Wer aus ausländischen Risikogebieten zurückkehrt, muss auch weiterhin die zehntägige Quarantänepflicht befolgen. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist muss noch dazu, spätestens 48 Stunden nach Einreise, einen negativen Test nachweisen können. Betroffene haben aber die Möglichkeit, die Quarantäne durch einen negativen Test ab dem fünften Tag der Einreise zu beenden. Diese Regel gilt aber nicht für Virusvarianten-Gebiete.

Schnelltests 

In Sachen Schnelltests:  Schülerinnen und Schüler und das Personal in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen sollen pro Präsenzwoche mindestens ein oder zwei kostenlose Schnelltests angeboten bekommen inklusive einer Bescheinigung über das Testergebnis. Auch Unternehmen sollen ihren Beschäftigten Schnelltests im gleichen Umfang anbieten müssen.

Jeder Bürger soll außerdem ein bis zweimal pro Woche die Möglichkeit für einen kostenlosen Schnelltest in einem Testzentrum oder bei einem Arzt erhalten. Das Schnelltest-Konzept soll bis Anfang April Schritt für Schritt umgesetzt werden. 

Hier die aktuellen Inzidenzwerte am Donnerstag, 04. März 2021:

Inzidenzwerte im Allgäu sind allgäuweit weiter gestiegen

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