"An Einsamkeit statt Covid-19 verstorben"
Die AWO Schwaben zieht Zwischenbilanz: Würde der Heimbewohner muss bewahrt werden

Die Würde unserer Heimbewohnerinnen und Heimbewohner muss gewährleistet bleiben (Symbolbild).
  • Die Würde unserer Heimbewohnerinnen und Heimbewohner muss gewährleistet bleiben (Symbolbild).
  • Foto: Sabine van Erp auf Pixabay
  • hochgeladen von Eileen Schwaninger

In den Seniorenheimen wird es nach der Pandemie nicht mehr sein wie zuvor. Wie Dr. Heinz Münzenrieder, Vorsitzender des Präsidiums der AWO Schwaben in einer Zwischenbilanz mitteilt, lebte die Hälfte aller in Deutschland an Covid-19 verstorbenen in Heimen. Dies müsse sich dringen ändern. 

Man müsse die Heime fest im Fokus behalten. "Wir müssen gewappnet sein, mit solchen uns wahrscheinlich auch künftig belastenden Epidemien zu 'leben'", so Münzenrieder. Die Vorkommnisse des Jahres 2020 sind aber laut Münzenrieder auch eine Chance, künftig besser auf solchen Herausforderungen zu reagieren. 

Wesentlich sei eine zwischen Staat und Trägern abgestimmte Vorsorgeplanung. Eine selbstkritische Reflexion über die erfolgten einschränkenden Maßnahmen in den Pflegeheimen sei notwendig, es sei - der relativ neuen Gefährdungssituation geschuldet - unverhältnismäßig reagiert worden. 

Das monatelange allgemeine Besuchsverbot dürfe sich keinesfalls wiederholen. Viele Heimbewohner seien unter anderem wegen Einsamkeit und nicht an Covid-19 verstorben, so der Vorsitzende des Präsidiums der AWO Schwaben. "Ganz zu schweigen von den verbliebenen psychischen Verletzungen", so Münzenrieder.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ