"Wir sind enttäuscht“
DEHOGA Bayern kritisiert Aussetzen der Modellregionen

Die Lage im Gastgewerbe ist "äußerst verzweifelt", Betriebe ringen trotz Wirtschaftshilfen um ihre Existenz. (Symbolbild)
  • Die Lage im Gastgewerbe ist "äußerst verzweifelt", Betriebe ringen trotz Wirtschaftshilfen um ihre Existenz. (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Lisa Hauger

"Wir sind enttäuscht", so Angela Inselkammer, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bayern), über die Entscheidung der Bayerischen Regierung, erst in zwei Wochen darüber zu entscheiden, welche Städte Modellregionen werden sollen. Um "verantwortbare Öffnungsschritte" zu gehen, wären Modellregionen gerade jetzt der richtige Weg gewesen, so Inselkammer. 

Söder zu Modellregionen: "Passt nicht in die derzeitige Lage hinein"

Das sah Markus Söder jedoch anders. "Das passt in die derzeitige Lage nicht hinein", so der Ministerpräsident auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Sehr viele der Kandidatenstädte haben die 150-er Marke gerissen, daher seien Modellregionen momentan nicht sinnvoll. Auch für die DEHOGA stehe "die Sicherheit von Mitarbeitern und Gästen immer an oberster Stelle." "Uns geht es nicht um Öffnungen auf Kosten der Gesundheit oder um jeden Preis", so Insekammer. "Auch wollen wir keine Öffnungen um des Öffnen-Willens, doch wir wollen, dass verantwortbare Öffnungsschritte auch gegangen werden." 

Söder: "Vorsicht mit Vernunft" - Weitere Öffnungen erst in zwei Wochen

DEHOGA Präsidentin: "Wir sind Teil der Lösung"

"Konzeptöffnungen sind keine Experimente, sondern schaffen mehr Sicherheit, da weitere geschützte Bereiche geschaffen werden. Wir sind überzeugt: Wir sind Teil der Lösung und nicht des Problems. Wir haben im letzten Jahr bewiesen, dass unsere Hygiene- und Schutzkonzepte funktionieren. Wir könnten sichere Bereiche schaffen, die dazu beitragen, Orte des Aufeinandertreffens zu entzerren. Ziel muss es sein, ungeschützte Kontakte zu minimieren – dies schafft man nicht mit einem undifferenzierten pauschalen Dauerlockdown“, so die Präsidentin des DEHOGA Bayern. 

Betriebe ringen um Existenz

Die Lage im Gastgewerbe ist laut der DEHOGA "äußerst verzweifelt". Betriebe ringen trotz Wirtschaftshilfen um ihre Existenz. Seit über sieben Monaten haben Hotellerie und Speisegastronomie unverschuldet geschlossen. Mehr als elf Monate sind Schankwirtschaften zu und Clubs und Diskotheken sogar schon länger als ein Jahr. 

"Endlos-Lockdown keine Lösung"

"Private Rücklagen, auch Altersversorgungen sind aufgebraucht und die Nerven liegen blank. Angesichts der andauernden Schließung unserer Branche erwarten wir von der Politik alles dafür zu tun, dass die unverschuldet in Not geratenen Betriebe eine Chance zum Überleben haben und keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten, geschlossen bleiben. Der Endlos-Lockdown einer Branche ist keine Lösung und bringt auch nichts wie die Erfahrungen im November gezeigt haben", so Inselkammer.

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