Stiftung Warentest testet endlich CBD-Öle
CBD Öl Test Stiftung Warentest

Redaktioneller Hinweis: Dies ist ein Heimatreporter-Beitrag. Er spiegelt die Meinung des Verfassers wider.

Nun ist es endlich so weit, der mit Sehnsucht erwartete Test der Stiftung Warentest zum Thema CBD Öl ist online. Um kurz darauf einzugehen, CBD steht für Cannabidiol, und bezeichnet einen der wohl meist diskutierten Wirkstoffe, der in unterschiedlichen Aggregatszuständen und Anwendungen getestet wurde. Vorweg kann man schon einmal festhalten, dass das Resumee durchaus kritisch ausgefallen ist, was ich nun etwas differenzierter betrachten werde. Doch ganz kurz zum Einstimmen:

Was ist offiziell über den Wirkstoff CBD Öl bekannt?

Der Wirkstoffbereich der CBD Öle, von vielen, speziell in Deutschland, sehr kritisch betrachtet polarisiert sehr stark bei den unterschiedlichen Fachgruppen und der Medizin schlechthin. Bis heute werden dem Wunderstoff Wirkungen zugewiesen, die sowohl von der tatsächlichen Nachweisbarkeit, aber auch sehr stark von der jeweiligen Anwendung und Dosierung abzuhängen scheinen. Von gesicherten Erkenntnissen ist auch laut der Testung von Stiftung Warentest nicht unbedingt auszugehen. Vereinfacht dargestellt, soll laut dem CBD Öl Test, Cannabidiol wie ein Arzneimittel positive Wirkungen auf die Erregung zeigen, wobei noch keine durch Studien belegbare Nebenwirkungen festgestellt bzw. festgelegt wurden. Schon alleine deshalb wird bei Menschen, die grundsätzlich Arzneimittel einnehmen müssen, von einer Anwendung und Einnahme von CBD Öl abgeraten. Gleiches gilt auch für Schwangere und stillende Mütter, da einfach noch zu viele Fragen offen sind.

Gibt es eine Zulassung für CBD Öl?

Auch hier bewegen wir uns Stand heute ganz klar in einer Grauzone. Eine genaue Zuordnung, ob nun Nahrungsergänzungsmittel, oder aber Nahrungsmittel hat ebenfalls noch nicht stattgefunden. Es ist zur Zeit, abgesehen von THC, als Wirkstoff, nicht legal, CBD Öl als Nahrungsergänzungsmittel zu verkaufen. Einen Lichtblick für die Vielzahl der Hersteller und Anbieter stellte nun aber die Aussage der Europäischen Kommission im Dezember 2020 dar, man könne Cannabidiol haltige CBD Öle laut Focus.de als Nahrungsergänzungsmittel betrachten. Zur Zeit befasst man sich seitens der Kommission mit den Zulassungsanträgen, doch gibt es noch keine endgültige Aussage. Da doch, wie so oft unterschiedlichste Interessen involviert sind, die Sicherheit der potentiellen Anwender aber keinesfalls gefährdet werden darf, ein sehr schwieriges Unterfangen, und das in einem ein Stück weit vorgespannten Themenkomplex in Deutschland.

Ergebnisse der Testung von Stiftung Warentest

Doch nun zu den neutralen und nüchtern betrachteten Ergebnisse der eigentlichen Untersuchungen. Es ist aufgefallen, dass man sich nicht bei allen der 16 getesteten Produkte - 9 CBD-Öle, 5 CBD Kapseln und 2 Aromaöle - auf eine verlässliche Angabe der Konzentration von des ausgewiesenen CBD-Gehaltes verlassen konnte. Diese fiel zu Weilen zu niedrig aus oder ein Nachweis aus den vorhandenen Zutaten war nicht möglich. Zudem wurden Substanzen nachgewiesen, die darauf hinwiesen, dass durchaus noch Potential nach oben bei den Produktionsprozessen vorhanden ist. Ein Nachweis von Mineralölgehalten ist hier speziell zu erwähnen. Bleiben wir bei dem festgestellten Gehalt an THC, so sind 4 Produkte, nämlich einerseits die Öle von Canobo und Duowell, und andererseits die Kapseln von Hempamed und Natcan mit zu hohen Werten aufgefallen. Die zu hohen Werte beziehen sich auf die Richtwerte der Europäischen Lebensmittelbehörde, die diese als bedenklich, wegen Ihrer Wirkung auf eine abnehmende Reaktionsgeschwindigkeit hielten. Das heißt also im Klartext, dass ein Nachweis der zu erbringenden Sicherheit dieser 4 Produkte nicht gegeben war.

Wirkungen der getesteten CBD Produkte

Grundsätzlich ist der CBD Öl Test der Stiftung Warentest davon ausgegangen, dass weniger als 0,2% THC, wie in der EU für Nutzhanf vorgesehen, enthalten ist. Der Test hat allerdings ergeben, dass kritische THC Mengen, wie sie bereits in Form von Kaugummi oder Tee nachgewiesen wurden, nicht auszuschließen sind. Ganz wichtig festzuhalten gilt es allerdings, dass Dosen, die zur Behandlung von Kranken eingesetzt werden, nicht nachzuweisen waren. Außerdem wird festgestellt, dass eine eventuelle Wirkung des Rausches auch nicht zu erwarten ist.

Studien und fundierte Maßnahmen zu Nutzung von CBD Öl

Im Rahmen der Untersuchung bleibt es festzuhalten, dass von keinem der getesteten Hersteller auch nur in irgendeiner Form ein Nachweis über profunde und aussagekräftige Studien erbracht werden konnte. Es gibt in diesem Segment bis zum heutigen Tage nur wenige Medikamente auf CBD Basis, die diese Beweise und von der Methode und dem Ansatz her überzeugenden Studien nachweisen können. Es scheint allerdings auch, dass es nicht gerade einfach ist, in Deutschland ein solches Unterfangen mit Erfolg auf den Weg zu bringen.

Dieser CBD Öl Test macht es letztlich auch für die Stiftung Warentest möglich, zu etwaigen Werbeaussagen von CBD-haltigen Produkten Stellung zu beziehen, beziehungsweise Werbeaussagen zu solchen Produkten zu bewerten. Der CBD Öl Test der Stiftung Warentest hat, um gesundheitliche Risiken auszuschließen und EU-gesetzeskonform zu sein, für eine positive Bewertung nur Produkte berücksichtigt, deren THC-Gehalt unter der Marke von 0,2 % liegt. Die Tester kamen dabei unter anderem zu dem Schluss, dass CBD nicht nur den erwähnten beruhigenden Effekt haben kann, sondern den Konsumenten teilweise auch reizbarer machen würde. Die Zulassungen und die grundsätzlichen Einordnungen diesbezüglich werden wohl wegen der Tragweite des Komplexes sehr genau abzuwägen sein, was eher dafür spricht, dass vor einer endgültigen Entscheidung noch längere Zeit notwendig sein wird. Nicht zuletzt investiert der Konsument auch in ein kostspieliges Produkt zum Preis von ca. € 20,- für 10 ml bei einer Konzentration von 2,75 % und bis ca. € 80,- für 10 ml bei 10 %iger Konzentration.

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