Besonderes Augenmerk auf Brennpunkte
Ausgangssperre gilt auch in der "Freinacht": Polizei will Verstöße "konsequent ahnden"

In der Nacht auf Samstag, 01. Mai, findet die traditionelle "Freinacht" statt. Wegen Corona gilt momentan allerdings im gesamten Allgäu die Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr. Die Polizei wird die Einhaltung kontrollieren. (Polizei-Symbolbild)
  • In der Nacht auf Samstag, 01. Mai, findet die traditionelle "Freinacht" statt. Wegen Corona gilt momentan allerdings im gesamten Allgäu die Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr. Die Polizei wird die Einhaltung kontrollieren. (Polizei-Symbolbild)
  • Foto: cocoparisienne auf Pixabay
  • hochgeladen von Holger Mock

In der Nacht auf Samstag, 01. Mai, findet traditionell die "Freinacht" statt. Zumeist Jugendliche ziehen nachts durch die Straßen ihrer Gemeinde und "verziehen" Gegenstände, die sie finden. Ein Brauchtum, das jedes Jahr kontrovers diskutiert wird. Oft ist die Grenze zur Sachbeschädigung fließend. Wegen Corona gilt momentan allerdings ohnehin im gesamten Allgäu die Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr.

"Freinacht 2021": Nächtliches "Verziehen" kostet Bußgeld

Holger Stabik, Pressesprecher der Polizei, stellt klar: "Die Freinacht stellt keinen triftigen Grund dar, sich während der Ausgangssperre draußen aufzuhalten." Wer in Bayern gegen die Ausgangssperre verstößt, muss mit einem Bußgeld von 500 Euro rechnen. Vor 22:00 Uhr ist das "Maierln" grundsätzlich erlaubt, allerdings nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und einer weiteren Person. 

"Werden Verstoße konsequent ahnden"

Die Polizei stellt sich aktuell auf die "Freinacht" ein und wird verstärkt präsent sein, sagt Stabik. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Brennpunkten der letzten Jahre, die sich vor allem in den ländlichen Regionen befinden. Allerdings werde die Polizei nicht nur dort, sondern flächendeckend kontrollieren, so Stabik. Er kündigt an: "Verstöße werden wir konsequent ahnden."

Vergangenes Jahr war es ruhig

Bereits im vergangenen Jahr galten im Allgäu während der "Freinacht" corona-bedingte Einschränkungen. Damals war es im Gebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ruhig geblieben, so Stabik. Nur 76 Einsätze verzeichnete die Polizei zwischen 19:00 Uhr und 07:00 Uhr. Zum Vergleich: 2019 war die Polizei während der Freinacht 136-mal im Einsatz. 

Ausgangssperre gilt während der Freinacht zu 100 Prozent

Ob die Ausgangssperre in den jeweiligen Landkreisen und kreisfreien Städten gilt, ist von der Inzidenz abhängig. Liegt eine Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen über einer 7-Tage-Inzidenz von 100, tritt die Ausgangssperre in Kraft. Aktuell gilt im gesamten Allgäu die Ausgangssperre von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr. Erst wenn ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Inzidenzwert von 100 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschreitet, wird die Ausgangssperre wieder aufgehoben. Daher ist jetzt schon klar, dass in der Freinacht im gesamten Allgäu die Ausgangssperre gelten wird.

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