Zeltschule-Gründerin eröffnet die 37. Schule
Allgäuerin erhält den internationalen Bremer Friedenspreis

Jacqueline Flory setzt sich mit dem Verein "Zeltschule" für Bildung und Schulgründungen in Flüchtlingsgebieten ein.
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  • Jacqueline Flory setzt sich mit dem Verein "Zeltschule" für Bildung und Schulgründungen in Flüchtlingsgebieten ein.
  • Foto: Zeltschule
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Der Internationale Bremer Friedenspreis für beispielhaftes Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wird 2021 zum zehnten Mal verliehen. In der Kategorie "Friedensmitarbeiterin an der Basis" erhält den Preis dieses Jahr Jacqueline Flory für ihren Verein "Zeltschule" und ihren Einsatz für mehr Bildung in Ländern wie Syrien und dem Libanon. Jacqueline Flory lebt in München, hat aber Kindheit und Jugend in Weiler verbracht.

Jacqueline Flory setzt sich mit dem Verein "Zeltschule" für Bildung und Schulgründungen in Flüchtlingsgebieten ein.
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  • Foto: Zeltschule
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Friedenspreis für Schulen in Flüchtlingscamps

Bereits 2015, als viele Menschen aus den syrischen Kriegsgebieten nach Europa flüchteten, ergriff Flory die Initiative. Die Übersetzerin und Autorin half den geflüchteten Menschen im Libanon und in Syrien und ersparte ihnen eine lebensgefährliche Flucht in das vermeintlich sichere Europa. Dazu rief sie den Verein "Zeltschule e.V." ins Leben, dem es in den vergangenen fünf Jahren gelungen ist, 36 Zeltschulen für 7.500 Kinder zu gründen und rund 30.000 Menschen in Flüchtlingscamps zu unterstützen.

Jacqueline Flory setzt sich mit dem Verein "Zeltschule" für Bildung und Schulgründungen in Flüchtlingsgebieten ein.
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"Die Ehre dieses Preises bedeutet für mich in erster Linie, dass wir – meine Mitstreiterinnen und ich – es geschafft haben, Aufmerksamkeit auf die Menschen zu lenken, die als Geflüchtete jeden Tag an der Basis kämpfen, obwohl sie eben an genau dieser tiefsten Basis durch den Krieg massiv erschüttert wurden", sagt die Preisträgerin Jacqueline Flory. "Ich freue mich, ihnen bei diesem Kampf um Bildung, Zukunft und Eigenständigkeit helfen zu dürfen, aber die Ehre gebührt vor allem den geflüchteten Frauen selbst", erklärt sie.

Schule in der libanesischen Hauptstadt eröffnet im November

Im November eröffnet Jacqueline Flory die insgesamt 37. Schule von "Zeltschule e.V." in der libanesischen Hauptstadt Beirut. Die Schule wird den Namen "Froschschule" erhalten. "Hier werden Kinder unterschiedlichster Herkunft unterrichtet: Syrische, libanesische, palästinensische, armenische... Kinder besuchen gemeinsam den Unterricht. Wir machen weiter, trotz der Tatsache, dass sich die Umstände weiterhin verschlechtern", sagt Flory. 

Jacqueline Flory setzt sich mit dem Verein "Zeltschule" für Bildung und Schulgründungen in Flüchtlingsgebieten ein.
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Im Libanon herrschen katastrophale Zustände. Seit den heftigen Ausschreitungen in Beirut mit mehreren Toten, hat sich die Lage extrem zugespitzt. Auch für libanesische Kinder gibt es schon lange keine Schulen mehr. In den bayerischen Herbstferien wird Jacqueline Flory deshalb wieder in den Libanon reisen und die Schule in Beirut eröffnen, bevor Sie weiter in die Bekaa-Ebene (Ostlibanon) reist.

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