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Vanessa Mai ist zurück: Ihre Auszeit hat sie stärker gemacht

Im neuen Jahr hat Vanessa Mai gleich drei neue Projekte: Sie veröffentlicht ein neues Album, ist als Schauspielerin im Fernsehen zu sehen und geht wieder auf Tour.
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  • Foto: © Sandra Ludewig
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Nach ihrer Auszeit im Jahr 2019 startet Vanessa Mai (27, "Ich sterb für dich") wieder durch: Am kommenden Freitag veröffentlicht sie ihr neues Album "Für Immer". Einen Tag später ist die Sängerin neben Axel Prahl (59, "Tatort") im Spielfilm "Nur mit Dir zusammen" (20:15 Uhr) im Ersten zu sehen und im Oktober geht sie wieder auf Tour. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news blickt Mai auf ihr schwieriges Jahr zurück und erklärt, wie sehr ihr Mann und Manager Andreas Ferber sie unterstützt hat. "Wir sind aus dieser Zeit gestärkt herausgegangen - nicht nur als Paar, sondern auch als Partner, Menschen und beste Freunde."

Letztes Jahr war vor allem zu hoher Erfolgsdruck verantwortlich für Ihre Auszeit. Wie ist dieser Druck entstanden?

Vanessa Mai: Ich hatte einfach keinen Spaß mehr. Das, was mich als Kind angetrieben hat, habe ich nicht mehr gefühlt. Mein Traum war immer, auf der Bühne zu stehen und Musik zu machen und glücklich dabei zu sein. Das ist einfach verloren gegangen. Wenn man so lange dabei ist wie ich, ist das aber auch ganz natürlich. Wichtig ist nur, dass man wieder zu sich findet. Ich habe im letzten Jahr ein Album aufgenommen, das ich komplett verworfen habe. Als ich diese Zeit dann überwunden habe, ist "Für immer" entstanden - in einer Phase, in der es mir wieder gut ging. Für mich war die Auszeit wirklich wichtig. Ich bin froh, dass ich den Slow-Motion-Knopf gefunden habe.

Was haben Sie aus Ihrer Auszeit gelernt?

Mai: Ich bin zufriedener und gelassener. Ich genieße jeden Tag. Wir haben zwar einen groben Plan mit dem Album, dem Film und der Tour, aber alles andere lasse ich einfach auf mich zukommen. Ich mache mir keinen Druck mehr.

Im Video zum Song "Hast du jemals", den Sie im Duett mit Xavier Naidoo singen, haben Sie noch einmal Ihre Hochzeit nachgestellt. Wie war es, ein zweites Mal in Ihr Kleid zu schlüpfen und mit Andreas Ferber vor den Altar zu treten?

Mai: Das war sehr besonders. Nicht viele können den schönsten Tag des Lebens noch einmal wiederholen. Ich war sehr froh, dass ich noch in das Kleid hineingepasst habe. Ich habe ja direkt nach der Teilnahme an "Let’s Dance" geheiratet und da war ich zwangsläufig danach ein bisschen leichter. Zwar war es natürlich ein Videodreh, aber trotzdem war diese Kapelle mit Andreas im Anzug und Xavier, der beim Dreh live mitgesungen hat, wirklich wunderschön. Es hat sich ein bisschen so angefühlt, als würden wir noch einmal heiraten. Andreas hält sich sonst sehr gerne im Hintergrund, aber mir zuliebe hat er auch einem Hochzeitskuss zugestimmt. Ihn zu küssen vor allen anderen war für ihn auch sehr aufregend. Das war auf jeden Fall kein normaler Videodreh.

Warum wollten Sie gerade für diesen Song noch einmal Ihre Hochzeit nachstellen?

Mai: Es sollte symbolisieren, was Andreas und ich im letzten Jahr durchgemacht haben. Wir sind aus dieser Zeit gestärkt herausgegangen - nicht nur als Paar, sondern auch als Partner, Menschen und beste Freunde. Es hat sich einfach richtig angefühlt, noch einmal zu zeigen, dass wir zusammengehören und stärker sind als je zuvor.

Wie ist es, wenn der Ehemann zugleich der Manager ist? Ist es da nicht schwierig, Arbeit und Privates zu trennen?

Mai: Wir trennen das nicht und brauchen auch keine Freiräume. Wir ziehen an einem Strang und haben den gleichen Traum. Es gibt nichts Schöneres als immer zu wissen, was der andere gerade denkt oder fühlt. Man kann gemeinsam Zeiten bewältigen, in denen es mal nicht so gut läuft. Wir machen einfach immer alles gemeinsam und das ist schön. Es gibt sicher Menschen, bei denen das nicht so funktioniert. Für uns ist es perfekt. Es ist natürlich intensiv. Es gibt Phasen, in denen wir kontrovers diskutieren oder es auch mal anstrengend wird. Aber die positiven Aspekte überwiegen immer. Andreas handelt immer in meinem Sinne und ist sehr ehrlich. Da bin ich schon sehr gesegnet.

Für Ihr Musikvideo zum Song "Beste Version" zeigen Sie sich sehr freizügig - Sie sind nackt unter der Dusche zu sehen. Hat Sie das Überwindung gekostet?

Mai: Das hat mich sehr viel Überwindung gekostet. Ich wusste ja, dass es ästhetische Szenen werden und dass man eigentlich nichts sieht. Unter der Dusche nicht nackt zu sein, wäre ja auch komisch. Für die Message fand ich es toll: Alles abzuwaschen und einfach pur zu sein. Das hat ja auch nichts Anzügliches oder Anrüchiges.

Wie gehen Sie denn mit Kritikern um, die sagen, das sei zu freizügig?

Mai: Die sollen einfach weggucken. Ich muss zufrieden sein. Ich verletze ja keinen mit solchen Videos. Ich mache mir da keinen Kopf. Und wenn es Tage gibt, an denen mich solche Dinge dann doch einmal angreifen, lege ich das Handy weg. Dann sage ich: Heute ist ein blöder Tag und morgen wird’s besser. Den Tipp kann ich wirklich geben: Wenn man durch Instagram scrollt und merkt, man wird unzufrieden - einfach das Handy weglegen.

Warum ist Ihnen Body Positivity so wichtig? Sie machen auf dieses Thema ja auch häufig auf Instagram aufmerksam.

Mai: Ich habe gelernt, dass Glücklichsein von einem selbst kommen muss. Man kann nicht glücklich werden, wenn man mit sich selbst unzufrieden ist. Wir sind so wie wir sind und das ist gut so. Ich finde es immer wichtig, Mädels und auch Jungs zu zeigen, dass jeder seine Probleme hat. Bei Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, sieht es manchmal einfacher aus - so ist es aber nicht. Alle denken immer, ich bin 365 Tage im Jahr durchtrainiert. Das bin ich aber nicht. Wenn ich mal nicht bauchfrei trage, dann weiß man, dass Weihnachten war. Ich habe nicht immer einen Sixpack, auch wenn das auf Instagram so aussieht.

Auf Instagram sind Sie auch hin und wieder nur im Bikini zu sehen. Oft finden sich unter solchen Fotos dann plumpe Anmachsprüche. Wie gehen Sie mit solchen Kommentaren um?

Mai: Es kann sein, dass ich so etwas durch Zufall sehe. Dann scrolle ich einfach drüber. Gott sei Dank gibt’s in der Disco niemanden, der einen so anquatscht wie im Internet. Aber solche Kommentare prallen einfach an mir ab.

Wären solche Kommentare auch ein Grund, solche Fotos nicht mehr zu posten?

Mai: Ich finde, man sollte nie etwas bereuen. Alles hat seinen Grund und man lernt daraus. Ich stehe immer noch zu den Aussagen, die ich gemacht habe, und zu den Botschaften, die ich vermitteln wollte. Ich würde es aber jetzt wahrscheinlich anders machen als im letzten Jahr. Es gibt jetzt auf jeden Fall Momente, in denen ich zweimal überlege, ob die Hotpants nicht doch zu kurz sind. Dabei ist es mir egal, was andere darüber denken. Aber ich möchte kein falsches Bild von mir vermitteln. Es ist traurig, dass man sich so viele Gedanken machen muss. Aber das ist heutzutage auf Social Media so.

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