Krisenstab war noch nie so beunruhigt
RKI-Chef Wieler schlägt Alarm und sagt "sehr schlimmes Weihnachtsfest" voraus

Lothar Wieler: "Wir laufen momentan in eine ernste Notlage".
  • Lothar Wieler: "Wir laufen momentan in eine ernste Notlage".
  • Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Der eigentlich eher ruhig und nüchtern auftretende Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat am Mittwochabend ein dramatisches Bild der Corona-Situation in Deutschland gezeichnet. "Wir laufen momentan in eine ernste Notlage. Wir werden wirklich ein sehr schlimmes Weihnachtsfest haben, wenn wir jetzt nicht gegensteuern", alarmierte Wieler bei einer Online-Diskussion mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Wieler machte für die aktuelle Notlage die Bundesregierung verantwortlich.

Lage in den Krankenhäusern wird immer besorgniserregender

Laut Wieler wird auch die Situation in den Krankenhäusern und den Intensivstationen immer schlimmer. "Wir besprechen das ja immer im Krisenstab und wir waren noch nie so beunruhigt wie jetzt", warnte der RKI-Chef. Die Anzahl der schwer an Corona erkrankten Patienten steige, für Menschen mit Schlaganfall und andere schwer Kranke müsse an manchen Orten bis zu zwei Stunden nach einem freien Intensivbett gesucht werden.

Wieler fordert Politik zum Handeln auf

An die Politik stellte RKI-Chef Wieler die Anforderung endlich zu Handeln. Er sprach sich zudem dafür aus, dass in Apotheken geimpft werden dürfe. Als konkrete Maßnahmen forderte Wieler Kontaktbeschränkungen, eine bundesweite 2G-Regel und die Schließungen von Clubs und Bars.

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