Nach Prinz Philips Tod: BBC-Berichterstattung bricht Negativrekord

Prinz Philip im vergangenen Jahr
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Die Berichterstattung der britischen BBC über den am 9. April im Alter von 99 Jahren verstorbenen Prinz Philip (1921-2021) hat innerhalb kurzer Zeit so viele Beschwerden der Bürger generiert, wie nie zuvor. Das berichtet die Tageszeitung "The Guardian", die nach eigenen Angaben Einblick in ein internes Protokoll der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt hatte.

In dem Bericht ist die Rede von einer beispiellosen Menge an Feedback. Demnach sollen sich über das vergangene Wochenende fast 111.000 Menschen bei der BBC im Zusammenhang mit dem Programm nach dem Tode von Prinz Philip beschwert haben. Vielen bemängelten dabei, die über das Fernsehen und Radio verbreiteten Inhalte würden sich zu sehr auf den verstorbenen Royal konzentrieren.

Nicht einmal Corona wurde erwähnt

BBC One und BBC Two hätten am Freitagabend demnach gesunkene Einschaltquoten verzeichnet, weil viele Bürger sich entschieden hätten, lieber das Fernsehprogramm auf anderen Sendern wie Channel 4 zu verfolgen oder Streaming-Angebote zu nutzen. In einem Beispielkommentar eines Zuschauers beschwert dieser sich etwa, dass die Berichterstattung über Philip den kompletten Abend eingenommen habe und selbst Themen wie die Corona-Pandemie keine Erwähnung fanden.

Nicht alle der Beschwerden drehten sich jedoch um den Umfang der Berichterstattung. So seien auch fast 400 Beanstandungen eingegangen, dass Prinz Andrew (61) zu sehen gewesen sei. 233 Menschen störte es, dass Moderatoren der BBC nicht angemessen gekleidet gewesen seien und 116 Zuschauer echauffierten sich, dass man sich bei der Rundfunkanstalt zu einfach über die Berichterstattung beschweren könne.

Der vorangegangene Negativrekord stamme laut des Berichts vermutlich aus dem Jahr 2005, als "Jerry Springer: The Opera" übertragen wurde. Damals waren rund 63.000 Beschwerden bei der BBC eingegangen.

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