Ende der Pandemie schon 2022?
Lauterbach und Co. warnen vor Verschärfung der Corona-Lage in den nächsten Wochen

Omikron auf dem Vormarsch: Laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach ist es das Ziel, die Ausbreitung der hochansteckenden Variante zu verlangsamen.
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  • Foto: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
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Gesundheitsminister Karl Lauterbach, RKI-Chef Lothar Wieler und der Virologe Christian Drosten haben am Freitagmittag vor weiter steigenden Infektionszahlen durch die Omikron-Variante gewarnt. Laut RKI-Chef Wieler sei Omikron aktuell schon für 70 Prozent aller Infektionen verantwortlich und werde in naher Zukunft die Delta-Variante des Covid-19-Erregers komplett verdrängt haben. Trotz der im Schnitt milderen Verläufe durch die Omikron-Variante werde sich die Zahl der schweren Verläufe und Fälle von Long-Covid in der Bevölkerung insgesamt aber erhöhen.

Vor diesem Hintergrund warnte Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor einer baldigen Überlastung des Gesundheitssystems - allen voran der Krankenhäuser und Testlabore. Ziel der Bundesregierung sei es, deshalb die Ausbreitung der Omikron-Variante so gut wie möglich zu verlangsamen und gleichzeitig möglichst viele Menschen zu "boostern". Nur so könne die Zahl der Opfer durch die Omikron-Variante bestmöglich reduziert werden, so Lauterbach weiter. 

Priorisierung von Gesundheitspersonal bei den PCR-Tests in den Laboren

Aufgrund des hohen Ansteckungspotentials der Omikron-Variante erwartet RKI-Chef Wieler künftig deutlich mehr unerkannte und damit auch nicht registrierte Corona-Erkrankungen. Umso wichtiger sei es deswegen, dass die Bürgerinnen und Bürger bei künftigen Atemwegserkrankungen möglichst zuhause bleiben und über ihren Arzt abklären, ob eine Covid-19-Erkrankung vorliegt. Wieler appellierte damit an die Eigenverantwortung in der Bevölkerung, wenn es um die Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Erregers geht. 

Um das Gesundheitssystem auch künftig möglichst leistungsfähig zu halten, hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach - angesichts der schnellen Omikron-Ausbreitung - eine Priorisierung von PCR-Tests von Gesundheitspersonal angekündigt. Die Test dieser Personengruppe soll also künftig schneller von den Laboren bearbeitet werden. 

Ende der Pandemie möglicherweise noch in diesem Jahr 

Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Christian Drosten sagte auf der Bundespressekonferenz, er erwarte ein Ende der pandemischen Lage gegen Ende des laufenden Jahres - appellierte allerdings eindringlich für eine Erst-, Zweit-, bzw. Boosterimpfung. 

Im Hinblick auf die pandemische Entwicklung der nächsten Monate bereite ihm die Impflücke in Deutschland die größten Sorgen, so Drosten weiter. Aktuell seien hierzulande rund drei Millionen Menschen über 60 noch überhaupt nicht geimpft. Neun Millionen Personen der am stärksten gefährdeten Altersgruppe hätten zudem noch keine Booster-Impfung.

Nur mit einer ausreichenden Impfquote in Deutschland könnten bis zum Ende des Jahres viele schwere Fälle verhindert werden. Zudem erwartet Drosten, dass eine überstandene Omikron-Variante allein langfristig keinen ausreichenden Schutz vor weiteren Covid-19-Varianten bieten wird. Hierzu sei auch eine Immunisierung durch Impfungen nötig.

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