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Lang Lang genießt "jede Minute" mit seiner Ehefrau Gina

Lang Lang veröffentlicht am 4. September ein neues Album.
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  • Foto: Olaf Heine / Deutsche Grammophon
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Nach langem Warten hat sich Star-Pianist Lang Lang (38) einen großen Traum erfüllt und die Goldberg-Variation von Johann Sebastian Bach (1685-1750) aufgenommen. Das Album erscheint am Freitag den 4. September. "Die Goldberg-Varitaionen sind nicht nur das komplexeste Stück in der Klavier-Literatur, es ist auch das längste Stück, das jemals für das Klavier geschrieben wurde", erzählt Lang Lang im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Seit über 20 Jahren spielt Lang Lang das Stück bereits, aufgenommen hat er es allerdings erst jetzt. Es brauche Jahre, um die Goldberg-Variationen "intellektuell und künstlerisch" genug zu verstehen, damit eine gute Interpretation möglich sei. Feedback, Input und Unterricht habe er dabei von Klassik-Stars wie Daniel Barenboim (77) und Christoph Eschenbach (80) bekommen. Für seine Fans spielt er am Freitag (16 Uhr) auch ein kleines Konzert auf seinem YouTube-Kanal, um das neue Album vorzustellen.

Lang Lang schwärmt von Queen Elizabeth II.

Lang Lang gilt als der Star-Pianist der Gegenwart. "Ich bin sehr froh darüber, wie sich meine Karriere entwickelt hat", sagt der 38-Jährige rückblickend. "Ich war von frühester Kindheit an fest entschlossen, Konzertpianist zu werden. Ich habe sehr hart daran gearbeitet, diesen Traum zu verwirklichen." Neben der harten Arbeit brauche man aber auch "sehr viel Glück" und die richtigen Lehrer und Mentoren, um es zu schaffen. Trotz seiner großen Karriere ist Lang Lang bodenständig geblieben. Der Grund dafür ist seine Mutter: "Meine Mutter, die immer mit mir gereist ist und es heute noch oft tut, hat mich am Boden gehalten und mich gelehrt, was im Leben wirklich zählt."

Bei seinen vielen Auftritten hat Lang Lang unter anderem schon für dem ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama (59) oder Papst Franziskus (83) gespielt. Den größten Eindruck habe allerdings Queen Elizabeth II. (94) bei ihm hinterlassen. "Sie sagte zu mir: ’Oh, da kommt der Gentleman mit den fliegenden Fingern - Ich wünschte, ich hätte Finger wie er’. Sie hat diesen wundervollen trockenen britischen Humor, der einfach bestechend ist", schwärmt er von der britischen Monarchin.

"Nicht die Kinder sind das Problem, sondern unsere Gesellschaft"

Mit seiner Lang Lang International Music Foundation will er zukünftige Generationen für klassische Musik begeistern. Warum ist es heutzutage so schwierig, das Interesse junger Menschen an diesem Musikgenre zu wecken? "Weil es nicht genug Musikunterricht in den Schulen gibt", antwortet Lang Lang. In Deutschland sei die Situation "noch relativ gut im Vergleich zu anderen Ländern, wie zum Beispiel den USA".

Lang Lang versuche gemeinsam mit seiner Organisation, wieder mehr Klavierunterricht in die nordamerikanischen Schulen zu bringen, besonders an unterprivilegierten Orten. "Ich habe festgestellt, dass die meisten Kinder ganz natürlich eine Beziehung zu klassischer Musik entwickeln. Nicht die Kinder sind das Problem, sondern unsere Gesellschaft." Einer seiner größten Wünsche sei es neben dem Erlernen neuer Musikliteratur deshalb, auch weiterhin einen Einfluss auf musikalische Bildung zu nehmen.

"Das Leben ist so viel besser, seit ich es mit Gina teilen kann"

Außerdem freue er sich sehr "auf mein neues Leben als Ehemann". Im Juni 2019 hat Lang Lang heimlich die Pianistin Gina Alice Redlinger auf Schloss Versailles geheiratet. Auch ein Jahr nach der Eheschließung genieße das Paar "jede Minute" zusammen, den beiden gehe es "hervorragend". "Das Leben ist so viel besser, seit ich es mit Gina teilen kann", erzählt Lang Lang.

"Sie reist überall mit mir hin und unterstützt mich. Wir tauschen Ideen über Musik aus und wir lachen sehr viel - das ist wirklich wichtig." Privat- und Berufsleben zu trennen sei für die beiden "kein Problem". "Es ist sogar toll, meine Leidenschaft für Musik mit meiner Partnerin zu teilen", sagt Lang Lang. "Wahrscheinlich liegt das daran, weil ich die Musik nicht als Profession, sondern vielmehr als Mission sehe."

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