Kritik an Monarchie: Michael Sheen gibt britischen Ritterorden zurück

Michael Sheen bei der Premiere seines Films "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" im Januar 2020.
  • Michael Sheen bei der Premiere seines Films "Die fantastische Reise des Dr. Dolittle" im Januar 2020.
  • Foto: Carrie-nelson/Imagecollect.com
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Der walisische Schauspieler Michael Sheen (51), bekannt aus der "Twilight"- und "Underworld"-Reihe, hat in einem Online-Interview enthüllt, seinen britischen Ritterorden für Verdienste im Dramafach zurückgegeben zu haben. Zu diesem Schritt sah er sich bereits 2017 gezwungen, doch erst jetzt hat er ihn im Gespräch mit Owen Jones auch öffentlich gemacht.

Dass er den Titel Order of the British Empire (OBE) vor rund drei Jahren wieder ablegte, habe mit einer Vorlesung zu tun gehabt, die er zur damaligen Zeit als Gastdozent an einer Uni halten sollte. "Bei meiner Recherche für die Vorlesung habe ich einiges über die walisische Geschichte gelernt", erzählt Sheen. So auch, was für eine schädliche Beziehung zwischen England und Wales geherrscht hat.

Daher habe er sich damals gedacht: "Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder gebe ich die Vorlesung nicht und halte an meinem Ritterorden fest, oder ich halte die Vorlesung und gebe meinen Ritterorden ab." Er entschied sich schließlich für die zweite Variante.

Er wollte kein Heuchler sein

Leicht sei ihm das aber nicht gefallen und weil er niemanden vor den Kopf stoßen wollte, hielt er seine Entscheidung, die 2009 von Queen Elizabeth II. (94) höchstpersönlich verliehene Würde wieder abzugeben, bis jetzt geheim. "Ich wollte nicht respektlos sein. Jedoch ist mir bewusstgeworden, dass ich ein Heuchler wäre, wenn ich [mit Rittertitel] die problematische Natur der britisch-walisischen Beziehung in der Vorlesung angesprochen hätte."

Ungewöhnlich ist es nicht, dass britische Stars mit der Krone fremdeln. Manch ein Promi nahm eine Ehrung gar nicht erst an. Andere, wie Michael Sheen, gaben sie später zurück. So auch der 1980 ermordete Beatle John Lennon (1940-1980), der 2016 verstorbene David Bowie (1947-2016) oder Regisseur Danny Boyle (64, "Trainspotting").

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