Wissing für Wegfall der Maskenpflicht
Keine Maskenpflicht mehr in Flugzeugen, Bussen und Bahnen?

Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, hat sich für ein ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesprochen. (Symbolbild)
  • Volker Wissing (FDP), Bundesminister für Verkehr und Digitales, hat sich für ein ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ausgesprochen. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Nachdem vor etwa einem Monat die meisten Corona-Schutzmaßnahmen weggefallen sind, wird jetzt auch über ein Ende der Maskenpflicht für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland diskutiert. Für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln hat sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Donnerstag ausgesprochen. 

"Sollten europaweit einheitlich vorgehen"

Grundlage von Wissings Aussage war die Entscheidung der EU-Behörden, die Maskenpflicht im Flugverkehr zu lockern. Denn ab Montag, den 16. Mai, wird von Fluggästen an Flughäfen und in Flugzeugen nicht mehr verlangt, eine Maske zu tragen, außer das jeweilige Land schreibt dies noch vor. "Wir sollten hier europaweit einheitlich vorgehen und die Maskenpflicht aufheben, insbesondere im Flugverkehr", sagte der Bundesverkehrsminister. "Denselben Anpassungsbedarf sehe ich auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen", erklärte Wissing.

Verkehrsbranche: Kein Grund mehr für Maskenpflicht

Die Verkehrsbranche hält die Maskenpflicht ebenfalls für nicht mehr nötig. Der Verband der Verkehrsunternehmen schloss sich der Einschätzung Wissings an: "Wir erleben seit Monaten volle Fußballstadien, Konzerte und Veranstaltungen ohne Maskenpflicht. Und auch in Restaurants, Einkaufs­zentren und Supermärkten sind immer mehr Menschen ohne Maske unterwegs“, sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff. Daher gebe es keinen Grund mehr im Nah- oder Fernver­kehr an der Maskenpflicht festzuhalten. Auch die Luftfahrt forderte ein Ende der Maskenpflicht. Die Nah- und Fernverkehrsbranche sieht dafür ebenfalls keinen Grund mehr.

Schaefer: Falsche Signale zur falschen Zeit

Maike Schaefer, die Vorsitzende der Länder-Verkehrsminister, sprach sich jedoch gegen ein Ende der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland aus. Sie erklärte, dass es das falsche Signale zur falschen Zeit wäre. Das Bundesgesundheitsministerium sagte dazu, dass die nationalen Behörden über die Maskenpflicht entscheiden und bis auf Weiteres an ihr festhalten würden. Allgemein ist die bundesweite Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln vorerst bis zum 23. September im Infektionsschutzgesetz verankert.

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