Bund und Länder-Beratungen
Isolation für Corona-Infizierte soll bundesweit verkürzt werden

Die Isolationszeit nach einer Corona-Infektion wird wohl auf fünf Tage verkürzt. (Symbolbild)
  • Die Isolationszeit nach einer Corona-Infektion wird wohl auf fünf Tage verkürzt. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Nachdem am Donnerstagabend die Gesundheitsminister der Länder beraten haben, zeichnet sich jetzt eine einheitliche Verkürzung der vorgeschriebenen Isolation für Corona-Infizierte ab. Die Isolationszeit soll wohl bundesweit auf fünf Tage verkürzt werden. Gesundheitsminister Karl Lauterbach plädiert jedoch für anschließendes Freitesten.

Zunehmende Immunität und mildere Verläufe

Zu der verkürzten Isolationszeit für nachweislich Corona-positiv Getestete wird Anfang kommender Woche eine Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI) und des Bundesgesundheitsministeriums erwartet. Die Gesundheitsminister begründen den Schritt mit einer zunehmenden Immunität der Bevölkerung in Bezug auf das Coronavirus und durch mildere Krankheitsverläufe mit der Omikron-Variante. Eine Quarantäne für Kontaktpersonen von Infizierten soll vermutlich nur noch dringend empfohlen werden. Die Länder wollen ihre Isolations- und Quarantäneregeln entsprechend überarbeiten und anpassen. In Bayern müssen Corona-Infizierte schon seit etwa zwei Wochen nur noch fünf Tage in Isolation.

Lauterbach: "Zumindest Selbsttestung dringend empfohlen"

Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach sich wegen der kurzen Zeitspanne der Isolation für eine dringende Empfehlung zur Selbsttestung am Ende dieser Zeit aus. In der ARD sagte er:  "Ich persönlich glaube, dass am Ende von fünf Tagen - das ist ja eine sehr kurze Zeit - zumindest eine Selbsttestung dringend empfohlen sein müsste." Außerdem sagte der Gesundheitsminister: "Wir wissen, dass viele nach dem fünften Tag noch positiv sind, und die würden dann ja doch noch andere anstecken."

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