RKI-Wochenbericht
Inzidenz in Deutschland steigt weiter - 72 Prozent mit Omikron-Subtyp BA.2 infiziert

72 Prozent der Corona-Infizierten haben den Omikron-Subtyp BA.2. (Symbolbild)
  • 72 Prozent der Corona-Infizierten haben den Omikron-Subtyp BA.2. (Symbolbild)
  • Foto: SamuelFrancisJohnson von Pixabay
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In der vergangenen Woche gab es in Deutschland erstmals mehr als 1,5 Millionen Coronafälle. Demnach stieg auch die 7-Tage-Inzidenz weiter an. Grund dafür ist vermutlich der Omikron-Subtyp BA.2 und deren leichtere Übertragbarkeit. Auch die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen und das geänderte Verhalten der Bevölkerung hat laut dem Robert-Koch-Institut vermutlich zu der hohen Zahl an Neuinfektionen beigetragen.

In Deutschland ist aktuell Omikron die dominierende Variante. In der Woche vom 7. bis zum 13. März hatten sich 72 Prozent der Infizierten mit dem Subtyp BA.2 angesteckt. 26 Prozent hatten den Omikron-Subtyp BA.1 und weniger als 0,1 Prozent war mit der Delta-Variante infiziert. Bei Geimpften und Genesenen wurden keine Unterschiede in der Schwere der Erkrankung zwischen den Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 festgestellt.

Inzidenzen steigen in allen Altersgruppen

Die Inzidenzwerte sind in der vergangenen Woche in fast allen Altersgruppen gestiegen. Einen besonders starken Anstieg gab es in den älteren Altersgruppen ab 55 Jahren. Den stärksten Zuwachs (25 Prozent) gab es bei den 75- bis 79-Jährigen. Die Zahl der Ausbrüche in medizinischen Behandlungseinrichtungen und Alten- und Pflegeheimen nahm in den vergangenen Wochen zu. Auch die fünf- bis 44-Jährigen sind mit Inzidenzen zwischen 2.000 und 3.000 weiterhin besonders stark betroffen.

Ab 80-Jährige haben höchstes Risiko für schwere Verläufe

Auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte hat in den letzten Wochen während der Omikron-Welle weiter zugenommen. Zudem ist die Belastung der Intensivbetten im Vergleich zur Vorwoche leicht gestiegen. Die Zunahme der schweren Krankheitsverläufe betrifft insbesondere die Altersgruppe der ab 80-Jährigen. Diese Altersgruppe hat insgesamt weiterhin das höchste Risiko für eine schwer verlaufende Erkrankung. Insgesamt ist die Zunahme der schweren Krankheitsverläufe trotz der sehr hohen Infektionszahlen während der Omikron-Welle weiterhin geringer als während der ersten vier Corona-Wellen. Die Zahl der Todesfälle bleibt im Verhältnis zu den Neuinfektionen bisher auf einem niedrigeren Niveau, ist aber absolut gesehen weiterhin hoch.

Dass es weniger schwere Krankheitsverläufe gibt, liegt an dem zunehmendem Aufbau einer schützenden Immunität gegen schwere Verläufe in der Bevölkerung - insbesondere wegen der Impfungen und der Omikron-Variante. Bis zum 22. März waren etwa 77 Prozent der Deutschen mindestens einmal und 76 Prozent vollständig geimpft. 58 Prozent der Bevölkerung haben schon eine Auffrischungsimpfung erhalten.

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