Kritiker ziehen Nazi-Vergleiche
Hannover: Hochschulen führen Armbänder für Geimpfte und Genesene ein

Studierenden zeigen die Armbänder für Geimpfte und Genesene an ihren Handgelenken.
  • Studierenden zeigen die Armbänder für Geimpfte und Genesene an ihren Handgelenken.
  • Foto: picture alliance/dpa | Demy Becker
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Keine langen Wartezeiten mehr an den Hochschulen in Hannover. Das wollen die Leibniz Universität und die Hochschule Hannover durch das Verteilen von verschiedenfarbigen Armbändern erreichen. Bereits seit dem Semesterbeginn werden die Bändchen verteilt. Damit sollen die Einlasskontrollen vereinfacht und langes Anstehen verhindert werden. Die Bänder zeigen nämlich an, wer geimpft und wer genesen ist. Das Tragen ist freiwillig. Doch im Netz regt sich harte Kritik. 

Kontrollzeiten um etwa 75 Prozent gesenkt

Die Kontrollzeiten an den Hochschulen hätten durch das Tragen der Bändchen um etwa 75 Prozent gesenkt werden können, sagte der Dekan der Fakultät Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik, Wolfgang Strache, laut mehreren Medien. Das Angebot würde laut Strache von den Studierenden gut aufgenommen werden. Nach Angaben der Uni sind 50.000 Bändchen für 15.000 Euro bestellt worden.

Shitstorm im Netz gegen die Armbänder

Auf Twitter wurden die Bändchen jedoch nicht so positiv aufgenommen. In zahlreichen negativen Kommentaren verglichen Twitter-Nutzern die Armbänder aus Hannover mit der Kennzeichnung Angehöriger der jüdischen Glaubensgemeinschaft im Nationalsozialismus. Es fielen Wörter wie "faschistisch" oder "menschenverachtend".

Die Leipzig-Universität stellte sich laut t-online.de gegen die Vorwürfe. Es sei nach wie vor möglich mit herkömmlichen Geimpften- und Genesenennachweisen die Universität zu betreten. Die Entscheidung der Uni für die Bändchen sei aufgrund der praktischen Möglichkeiten gefallen. 

Auch Europapark hat es bereits mit Armbändern versucht

Der Europark hat schon vor einiger Zeit das Prinzip mit den Armbändern für Geimpfte und Genesene auf der einen Seite und Ungeimpfte auf der anderen Seite ausprobiert. Doch nach Protesten vor allem auf der Facebook-Seite des Europaparks ruderte der Freizeitpark wieder zurück und hob die Regel auf.

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