Notbremse bewusst abgeschaltet
Gondel-Unglück in Norditalien: Festgenommene legen Geständnis ab

Abgestürzte Gondel am Lago Maggiore: Das Bremssystem der abgestürzten Gondel war manipuliert.
  • Abgestürzte Gondel am Lago Maggiore: Das Bremssystem der abgestürzten Gondel war manipuliert.
  • Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Uncredited
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Nach dem tragischen Gondelabsturz in Norditalien hat die Polizei jetzt drei Personen festgenommen. Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich bei den Personen um den Chef und zwei hochrangige Vertreter der Betreiberfirma "Ferrovie del Mottarone" . Sie haben demnach bereits ein Geständnis abgelegt. 

Notbremse bewusst abgeschaltet

Die Beschuldigten haben wohl das Notbremsen-System der Gondel absichtlich abgeschaltet. Dazu soll bewusst eine Metallgabel angebracht worden sein, die die Bremse blockierte. So konnte die Seilbahn ohne ständige Unterbrechungen weiterfahren. Gleichzeitig konnte aber auch die Notbremse nicht greifen und den tragischen Unfall möglicherweise verhindern, als das Trage-Seil der Kabine riss. Die Polizei ermittelt nun wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung. 

Wie Merkur.de berichtet, ist immer noch offen, warum das Trage-Seil der Kabine reißen konnte. Die Betreiber hatten sich wohl darauf verlassen, dass das Seil halten würde, als sie die Notbremse außer Kraft setzten. Mit Berufung auf die italienischen Tageszeitung La Stampa schreibt Merkur.de, dass das Kabel seit 23 Jahren nicht mehr gewechselt worden sein soll. 

14 Personen sterben  

Am Sonntag war das Führungsseil der Seilbahn gerissen. Die Gondel rutsche am Trage-Seil herunter, stürzte ab und überschlug sich mehrfach am Hang. Schließlich prallte die Gondel noch gegen mehrere Bäume. 14 Personen starben bei dem Unglück. Nur ein fünfjähriger Junge überlebte. Nach Informationen von euronews bessert sich der Zustand des 5-Jährigen. Er sei aus dem Koma aufgewacht. 

Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore: 14 Todesopfer, nur ein Kind überlebt
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