Epstein-Komplizin bestreitet Vorwürfe
Ghislaine Maxwell in fünf Anklagepunkten schuldig gesprochen

Seit Sommer 2020 sitzt Ghislaine Maxwell bereits im Gefängnis.
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  • Foto: imago/ZUMA Wire
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Ghislaine Maxwell (60), die ehemalige Vertraute des US-Millionärs und verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (1953-2019), ist laut übereinstimmender Medienberichte schuldig gesprochen worden. Nach mehrtägigen Beratungen fällten die Geschworenen demnach in dem seit mehreren Wochen laufenden Prozess ihr Urteil, wie unter anderem das US-Magazin "People" berichtet.  

"Sie machte Jagd auf verletzliche junge Mädchen"

Die Staatsanwaltschaft warf Maxwell vor, als rechte Hand von Epstein minderjährige Opfer für dessen Sexring beschafft zu haben. Die Britin wies die Vorwürfe stets zurück und verzichtete auf eine Aussage. Nun wurde sie in fünf von sechs Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Maxwell droht eine lange Haftstrafe, womöglich bis an ihr Lebensende. Sie sitzt seit Juli 2020 im Gefängnis. "Sie machte Jagd auf verletzliche junge Mädchen, manipulierte sie und lieferte sie sexuellem Missbrauch aus", sagte Staatsanwältin Lara Pomerantz in ihrem Eröffnungsplädoyer im November.

Verteidigung glaubt an Maxwells Unschuld

Maxwells Strafverteidiger warfen der Staatsanwaltschaft indes vor, sie als Sündenbock für die Taten von Epstein an den Pranger zu stellen, da er nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden könne. Epstein selbst war im Sommer 2019 leblos in seiner Gefängniszelle gefunden worden. Die Anwältin der britischen Unternehmerin sagte, dass sie fest an deren Unschuld glauben würden und von dem Urteil enttäuscht seien.

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