Argument: "Der Steuerzahler"
Gesundheitsminister Jens Spahn will Lohnabzüge für Ungeimpfte bei Quarantäne

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, dass ungeimpfe Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Lohnabzüge hinnehmen müssen, sollten sie wegen Corona in Quarantäne müssen. (Archivbild)
  • Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, dass ungeimpfe Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Lohnabzüge hinnehmen müssen, sollten sie wegen Corona in Quarantäne müssen. (Archivbild)
  • Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Annegret Hilse
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Aktuell gilt: Muss ein Arbeitnehmer in amtlich angeordnete Quarantäne und kann deshalb nicht arbeiten, hat er einen Anspruch auf Lohnersatzzahlungen. Für Arbeitnehmer, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind, könnte sich das bald ändern. 

Keine Lohnfortzahlung bei Quarantäne

Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, dass ungeimpfte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen Lohnabzüge hinnehmen müssen, sollten sie wegen Corona in Quarantäne müssen. Das berichtet unter anderem die "Bild"-Zeitung. Demnach verwies der Gesundheitsminister darauf, dass die Entscheidung darüber in der Verantwortung der Bundesländer liegt. Doch er könne es sehr gut nachvollziehen, wenn ungeimpfte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung hätten, sollten sie in Quarantäne müssen. 

Der Steuerzahler als Argument

Laut Spahn könnten die aktuellen Regelungen so umgeändert werden, dass der Anspruch entfalle, wenn die Quarantäne durch eine Impfung vermeidbar gewesen wäre. Als Argument nennt der Gesundheitsminister die hohen Kosten. "Am Ende sind es die Steuerzahler, die die Lohnersatzleistung finanzieren - für jemanden, der sich hätte impfen lassen können", wird Spahn in der "Bild" zitiert. "Ich sehe nicht ein, warum auf Dauer andere zahlen sollen, wenn sich jemand nicht für die kostenlose Impfung entscheidet, wenn er könnte", heißt es weiter. Nach Angaben der "Bild" sind in den vergangenen eineinhalb Jahren insgesamt 458 Millionen Euro an Kosten für Lohnfortzahlungen entstanden.

Erste Länder beschließen Stopp

In Baden-Württemberg bekommen Ungeimpfte im Fall einer Quarantäne ab dem 15. September keine Entschädigung mehr. In Rheinland-Pfalz gilt dasselbe ab dem 01. Oktober. Der Freistaat Bayern will laut einem Bericht des Merkur in jedem Einzelfall über eine Entschädigung entscheiden.

55 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen