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Loddar hat 'nen Runden
Fußball-Legende mit Kult-Promi-Status: Lothar Matthäus ist 60

Lothar Matthäus feiert seinen 60. Geburtstag.
  • Lothar Matthäus feiert seinen 60. Geburtstag.
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Lothar Matthäus ist seit Sonntag (21. März) 60 Jahre alt - ein Grund zu feiern. Als Profi-Fußballer unbestritten einer der Größten, die Deutschland jemals hervorgebracht hat. Immerhin ist er im kürzlich gewählten "Dream Team" des Fußballs, zusammen mit Franz Beckenbauer (75) und Diego Maradonna (1960-2020). Ansonsten hat uns "Loddar" auch oft zum Schmunzeln gebracht. Wegen seiner (fehlenden) Englisch-Kenntnisse zum Beispiel, wegen seines unglaublichen Sprachtalents als TV-Experte, seiner sympathischen Ausraster am Spielfeldrand oder auch als Hauptdarsteller in Doku-Soaps oder seine Vorliebe für jüngere, osteuropäische Frauen.

Bei Bayern wurde er zum Weltstar

Geboren wurde Lothar Herbert Matthäus am 21. März 1961 im mittelfränkischen Erlangen und trat für den 1. FC Herzogenaurach im Alter von neun Jahren zum ersten Mal in einem Verein gegen den Ball. Bereits mit 18 Jahren kickte er in der deutschen Jugendnationalmannschaft und wechselte bald zu Borussia Mönchengladbach, wo sein Stern endgültig aufging. 1984 wechselte er zum FC Bayern München und entwickelte sich zu einem der besten Mittelfeldspieler seiner Generation. Nach einem vierjährigen Intermezzo bei Inter Mailand kehrte Matthäus 1992 zu den Bayern zurück und knüpfte nahtlos an seine Erfolge an.

2000 wechselte er mit 39 Jahren zu den New York MetroStars und ließ dort seine unglaubliche Karriere ausklingen. Am Ende wurde Matthäus Weltfußballer, Weltmeister, Europameister, UEFA-Cup-Sieger, Deutscher Meister, Italienischer Meister, DFB-Pokalsieger, schoss sogar zweimal das Tor des Jahres und ist bis heute der Rekordnationalspieler des DFB. Eine Bilanz, die seinesgleichen sucht... Einzig der Gewinn der Champions League, zu seiner Zeit teilweise noch geführt als Pokal der Landesmeister, blieb ihm als große Trophäe verwehrt. Zweimal stand er zumindest im Finale.

Irrungen nach seiner aktiven Karriere

Nach seiner aktiven Zeit schlug Matthäus den Weg des Trainers ein, der allerdings weniger von Erfolg gekrönt war: Nach einem kurzen Gastspiel bei Rapid Wien übernahm er Partizan Belgrad, die er sogar in die Champions League führte. Später verschlug es ihn noch nach Brasilien, Ungarn, Israel und Bulgarien. Seit 2011 trainiert Matthäus keinen Verein mehr und geriet zeitweise auch immer mehr aus dem Fokus der Sportberichterstattung. Für die Boulevardmedien war Matthäus aber weiterhin ein gefundenes Fressen - natürlich auch selbstverschuldet.

Matthäus ist bereits zum fünften Mal verheiratet und entschied sich im Prinzip immer, seine Ehen auch in der Öffentlichkeit zu zelebrieren. 2014 heiratete er jedoch die 27 Jahre jüngere Russin Anastasia Klimko und lebt nun überwiegend in Budapest - fernab der deutschen Presse. Mit seiner neuen Frau ist Matthäus auch noch einmal Vater eines Sohnes geworden, aus den vorherigen Ehen war der Fußballer bereits dreifacher Vater.

Wird Lothar Matthäus der nächste Bundestrainer?

Seit einigen Jahren erfolgte jedoch Schritt für Schritt die Rehabilitation von Matthäus aufgrund seiner Experten-Tätigkeit für den Bezahlsender Sky. Dort ist Matthäus bis heute für seine messerscharfen Analysen bekannt und für seine wortgewandten Kommentare. Nahezu alle seine Kollegen, ob Journalisten oder Sportler, loben dabei seine ausgezeichneten Fachkenntnisse und schätzen an ihm vor allem auch, dass er trotz teilweise deutlicher Kritik nie beleidigend oder anmaßend wird.

Dieser Umstand brachte ihn vor allem in den letzten Monaten auch ins Gespräch um die Nachfolge von Jogi Löw (61) als Trainer der Deutschen Nationalmannschaft. Zunächst sprach sein Ex-Bayern-Kollege Mehmet Scholl (50) über diese Variante, die schnell zahlreiche Unterstützer wie auch Ottmar Hitzfeld (72) und andere fand. Darauf angesprochen sagte Matthäus: "Ich bin jemand, der gerne hilft." Sein Lebensplan sehe zwar anders aus, aber wenn er das Gefühl bekomme, gebraucht und gewollt zu sein, wäre diese Aufgabe seine Pflicht am deutschen Fußball...

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