Teil-Lockdown
Fitnessstudios: Muss ich den Beitrag weiter zahlen?

Kein Raum für Sport: Im Teil-Lockdown müssen die Fitnessstudios wieder schließen.
  • Kein Raum für Sport: Im Teil-Lockdown müssen die Fitnessstudios wieder schließen.
  • Foto: Cryptographer/Shutterstock.com
  • hochgeladen von Max Power

Fitnessstudio-Begeisterte stehen während des Teil-Lockdowns im November vor verschlossenen Türen und damit vor der Frage: Muss ich meinen Beitrag weiter zahlen, wenn ich das Studio und die Geräte gar nicht nutzen kann?

Laut Verbraucherzentrale ist die Rechtslage eindeutig: Wenn Mitglieder den per Vertrag versprochenen Service nicht nutzen können, müssen sie ihren Beitrag nicht zahlen. Diese Regelung gelte aber nur, solange das Fitnessstudio geschlossen ist und Studiobetreiber keine gleichwertigen Ersatzprogramme, wie Online-Kurse oder kostenlose Vertragsverlängerungen anbieten.

Einen Vertrag kostenpflichtig verlängern dürfen Studiobetreiber nicht, da die im Vertrag genannte Laufzeit auch gelte, wenn das Studio schließen muss. Verlängerungen seien grundsätzlich nur freiwillig und kostenfrei möglich. Auch eine vertragliche Kündigungsfrist dürfe sich durch die Corona-Schließzeit nicht verändern.

Wie wehrt man sich gegen unrechtmäßige Vertragsverlängerungen?

Der Teil-Lockdown stellt keinen außerordentlichen Kündigungsgrund dar. Sobald die Fitnessstudios wieder öffnen können, ist der Vertragsgegenstand wieder gewährleistet. In der Zwischenzeit bleibt nur, den Vertrag ruhen zu lassen oder den Betreiber des Fitnessstudios zu kontaktieren und nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. Kunden sollten sich überlegen, den Studios entgegenzukommen und kulant zu sein, denn auch diese sind unverschuldet in Not geraten.

Sollte das Fitnessstudio eine fristgerechte Kündigung nicht akzeptieren und stattdessen den Vertrag verlängern, können Verbraucher sich wehren. Wichtig ist, die Zustellung der Kündigung nachweisen zu können, etwa indem man sie persönlich abgibt und sich einen Eingangsstempel geben lässt oder die Zustellung per Post als Einschreiben. Ein zweiter Schritt wäre, die Zahlung ab dem fristgerechten Kündigungstag einzustellen und den Bankeinzug zu widerrufen.

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen