Ein Jahr in Untersuchungshaft
Fall Deniz Yücel - Europäischer Gerichtshof verurteilt Türkei wegen Inhaftierung

Der Journalist Deniz Yücel wurde 2017 in der Türkei verhaftet, mit der einjährigen Untersuchungshaft habe Ankara nicht nur Yücels Freiheitsrechte sondern auch die Meinungs- und Pressefreiheit verletzt. (Symbolbild)
  • Der Journalist Deniz Yücel wurde 2017 in der Türkei verhaftet, mit der einjährigen Untersuchungshaft habe Ankara nicht nur Yücels Freiheitsrechte sondern auch die Meinungs- und Pressefreiheit verletzt. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Swen Pförtner
  • hochgeladen von Corinna Sedlmeier

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Türkei wegen der Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel verurteilt. Yücel saß ein Jahr in Untersuchungshaft in der Türkei. Damit habe Ankara Yücels Recht auf Freiheit sowie die Meinungs- und Pressefreiheit verletzt, erklärte das Gericht in Straßburg.

Yücel kritisiert Richter in Straßburg

Yücel begrüßte das Urteil, kritisierte allerdings, dass die Richter das politische Motiv hinter seinem Verfahren nicht gesehen hätten. Auch hätten sie keinen Verstoß gegen das Folterverbot festgestellt. Yücel war als Korrespondent für die Zeitung "Welt" tätig, als er 2017 in der Türkei verhaftet wurde. Nach seiner Entlassung wurde er in Abwesenheit in der Türkei zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

Türkei bei Pressefreiheit ganz hinten

Laut Reporter ohne Grenzen nimmt liegt die Türkei auf der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 153 von 180.

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