Krieg in der Ukraine
Deutsche Panzerabwehr-Waffen und Stinger-Raketen für Ukraine

In mehreren Landesteilen der Ukraine gibt es Kampfhandlungen. Russische Einheiten sind unter anderem auch auf einem Flughafen südlich von Kiew gelandet. (Symbolbild)
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  • In mehreren Landesteilen der Ukraine gibt es Kampfhandlungen. Russische Einheiten sind unter anderem auch auf einem Flughafen südlich von Kiew gelandet. (Symbolbild)
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Unseren aktuellen News-Ticker finden Sie hier.

In der Nacht zum Donnerstag hat Russlands Präsident Wladimir Putin militärische Angriffe auf das Nachbarland Ukraine befohlen. Der ukrainische Präsident hat den Kriegszustand über sein Land verhängt. Seit dem Donnerstag läuft eine russische Großoffensive in weiten Teilen des Landes. Es gibt Berichte von Opfern auf beiden Seiten - auch unter ukrainischen Zivilisten. Im Gebiet der Hauptstadt Kiew werden Kämpfe gemeldet. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht in Richtung Westen. Eine Vielzahl an Staaten hat Sanktionen gegen Russland und auch gegen Wladimir Putin und Außenminister Sergej Lawrow verhängt.

22:10 Uhr:
Wir schließen diesen Ticker für heute. 

22:09 Uhr:
Einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios zufolge, plant die EU die Schließung des Lauftraumes für russische Maschinen. Kurz zuvor hatten auch Litauen, Estland und Lettland eine Sperrung angekündigt.

21:55 Uhr:
Nach Polen, Tschechien und Bulgarien haben nun auch Litauen, Estland und Lettland ihren Luftraum für russische Flugzeuge gesperrt. Das Flugverbot gilt ab Mitternacht zum Sonntag und bis auf Weiteres. Estland, Lettland und Litauen haben das Flugverbot zeitgleich erlassen..

19:35 Uhr:
Die Bundesregierung will mehr Waffen an die Ukraine liefern, als von der ARD zunächst gemeldet. Bundeskanzler Olaf Scholz hat bekannt gegeben, dass Deutschland 1.000 Panzerabwehrwaffen und 500 Boden-Luft-Raketen vom Typ "Stinger" an die ukrainischen Streitkräfte übergeben wird.

18:10 Uhr:
Die Bundesregierung will 400 Panzerfäuste über die Niederlande an die Ukraine liefern. Hinzu kommen laut ARD-Informationen 14 gepanzerte Fahrzeuge und 10.000 Tonnen Treibstoff.

17:07 Uhr:
Informationen aus Regierungskreisen zufolge ist Deutschland nun wohl doch zu Waffenlieferungen bereit. In einem Post berichtet Tina Hassel, die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios von 400 Panzerfäusten, die über ein Drittland an die Ukraine geliefert werden sollen. 

16:58 Uhr:
Deutschland hat das Flottendienstboot "Alster" am heutigen Samstag zur Überwachung der östlichen Nato-Flanke in die Ostsee geschickt. Die "Alster" lief gegen Mittag aus dem Stützpunkt in Eckernförde aus. Der Auftrag des Schiffes ist die elektronische Überwachung der See- und Küstengebiete. „Die Deutsche Marine, die Bundeswehr und das gesamte Bündnis brauchen jetzt ein gesichertes Lagebild. Dazu trägt die Marine neben anderen Aktivitäten auch mit der ‚Alster‘ bei“, betont Vizeadmiral Jan C. Kaack, der Befehlshaber der Flotte.

Die deutsche Marine hat zudem die Korvette "Erfurt" zur Nato Maritime Group 1 in den Raum Nord- und Ostsee beordert. Die Korvette sollte ursprünglich am Einsatz UNIFIL United Nations Interim Force in Libanon teilnehmen. 

Truppenbewegungen an Grenze Belarus/Polen

15:30 Uhr:
In der Stadt Brest (Belarus) gibt es wohl größere Truppenbewegungen. Die Stadt liegt an der unmittelbaren Grenze zum Nato-Mitgliedsstaat Polen. Der ARD-Korrespondent in Russland, Demian von Osten bezeichnete den Aufzug auf Twitter als sehr bedrohliche Entwicklung. 

In einem geteilten Video ist ein Zug mit Panzern zu sehen. Diese seien mit dem Schriftzug "V" versehen. Zu sehen sind unter anderem Schützenpanzer und Kampfpanzer. Die Stadt Brest liegt zwar an der unmittelbaren Grenze zu Polen, allerdings auch nur etwa 60 Kilometer von der weißrussischen Südgrenze zur Ukraine entfernt.

14:05 Uhr:
Auch in Russland selbst formiert sich Widerstand gegen den militärischen Überfall russischer Truppen auf die Ukraine. Wie verschiedene Medien berichten, gibt es u.a. Petitionen von russischen Hilfsorganisationen. Hunderte Beschäftigte aus dem medizinischen Bereich unterzeichneten ein Schreiben an Präsident Putin. „Wir, russische Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter, lehnen die Militäraktionen der russischen Streitkräfte auf dem Territorium der Ukraine entschieden ab“, heißt es im Text.

In mehreren russischen Städten ist es in den vergangenen zwei Tagen zudem zu Demonstrationen gekommen. Auch zahlreiche russische Promis fordern ein Ende des Krieges. Unter anderem schrieb der bekannte russische Komiker Maxim Galkin auf Instagram:

"Ab dem frühen Morgen in Kontakt mit Verwandten und Freunden aus der Ukraine! Ich kann nicht in Worte fassen, wie ich mich fühle! Wie ist das möglich! Es gibt keine Rechtfertigung für Krieg! Kein Krieg!"


13:02 Uhr:

Laut tagesschau.de habe es sich bei den gemeldeten Fallschirmjägern im Bereich der westukrainischen Stadt Lwiw (Lemberg) nicht um russische Truppen gehandelt. Der ukrainische Geheimdienst SBU habe die Meldung des dortigen Bürgermeisters dementiert, heißt es in dem Bericht weiter. Es soll sich um eine Aktion der ukrainischen Luftwaffe gehandelt haben.

11:48 Uhr:
Die Kämpfe zwischen ukrainischem Militär und russischen Angreifern haben mittlerweile auch die Stadt Lwiw (Lemberg) in der Nähe der polnischen Grenze erreicht. Nach Angaben des Bürgermeisters Andriy Sadovyi hätten gegen 9 Uhr morgens drei Hubschrauber rund 60 russische Fallschirmjäger abgesetzt. Es sei zu kämpfen mit ukrainischen Truppen gekommen. Die russischen Fallschirmjäger sollen sich zunächst zurückgezogen haben, die Situation sei unter Kontrolle, so Sodovyi weiter. Lwiw liegt nur etwa 60 Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.


10:12 Uhr:
Das Hackerkollektiv Anonymous hat der russischen Regierung bereits am Donnerstag den Cyberkrieg erklärt. Am gestrigen Freitag war es der Gruppe dann gelungen mehrere Webseite der russischen Behörden offline zu nehmen. Die Seite des russischen Verteidigungsministerium ist seitdem weiterhin nicht erreichbar. Zudem gab Anonymous an, dass die Datenbank der Webseite geleakt wurde.

10:04 Uhr:
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat - angesichts der russischen Angriffe - die Aufnahme seines Landes in die EU gefordert. Auf Twitter schrieb Selenskyj: "Es ist ein entscheidender Moment, um die langjährige Diskussion ein für alle Mal zu beenden und über die Mitgliedschaft der Ukraine in der #EU zu entscheiden."

Hochhaus in Kiew getroffen

8:58 Uhr:
Bei schweren Gefechten in der ukrainischen Hauptstadt ist ein Hochhaus getroffen worden. Genaue Umstände dazu liegen noch nicht vor. Auf einem Twitter-Post des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba sind massive Schäden an dem Gebäude erkennbar. Mindestens sechs Stockwerke sind teilweise stark beschädigt.


China geht auf vorsichtige Distanz zu Russland

8:10 Uhr:
In der Nacht ist eine Resolution gegen den russischen Angriff im UN-Sicherheitsrat erwartungsgemäß gescheitert. Der russische Vertreter legte sein Veto ein. Der chinesische Vertreter enthielt sich bei der Abstimmung.

Entgegen mancher Befürchtung ist China in der Nacht vorsichtig auf Distanz zur Russland gegangen und hat sich kritisch zum Krieg in der Ukraine geäußert. Wie verschiedene Medien berichten sagte der chinesische UN-Botschafter im Sicherheitsrat, dass man zutiefst besorgt über die jüngsten Entwicklungen in der Ukraine sei. Man sei an einem Punkt angelangt, den China nicht sehen wolle. Außerdem betonte China, dass die Souveränität und territoriale Integrität aller Staaten respektiert werden müsse.

Die Lage am Morgen

Samstag, 7:55 Uhr:
Die Kämpfe zwischen ukrainischer Armee und russischen Truppen gehen weiter. Angaben des ukrainischen Militärs zufolge gab es Luftangriffe in den Städte Sumy, Poltawa und Mariupol. In der Hafenstadt Odessa komme es ebenfalls zu Kampfhandlungen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Angebot zur Abreise aus Kiew abgelehnt. Das berichtet tagesschau.de und nimmt dabei Bezug auf Informationen aus US-Geheimdienstkreisen. Selenskyj soll das Angebot zur Flucht mit den Worten "Der Kampf ist hier; ich brauche Munition, keine Mitfahrgelegenheit" verweigert haben. Die Stadt Kiew warnte die Bevölkerung vor Straßenkämpfen mit russischen Einheiten.

Weiteren Medienberichten zufolge sind russische Fallschirmjäger auf einem Militärflughafen in der Stadt Wassylkiw gelandet. Diese befindet sich unweit der Hauptstadt Kiew. Es habe sich um eine große Anzahl von russischen Soldaten gehandelt, wird die Bürgermeisterin der Stadt zitiert. Die Zahl der ukrainischen verletzten und getöteten Soldaten sei hoch und liege bei 200.

Vor der ukrainischen Südküste soll zudem ein japanisches Frachtschiff beschossen worden sein. Ein Besatzungsmitglied sei dabei durch eine Granate verletzt worden. Bei dem Schiff handelt es sich um die "Namura Queen" des Unternehmens Nikko Kisen KK, so Medienberichte. Die "Namura Queen" befindet sich mittlerweile auf dem Weg in die Türkei. 

US-Präsident Joe Biden hat Militärhilfen für die Ukraine freigegeben. Im Rahmen des Foreign Assistance Acts soll das Land 350 Millionen Dollar erhalten. 

In Russland sind erneut Menschen gegen den Krieg in der Ukraine auf die Straße gegangen - unter anderem in den Städten Moskau und St. Petersburg. Wie bereits am Vortag kam es dabei wieder zu hunderten Verhaftungen. 

21:59 Uhr:
Wir beenden unseren Ticker zum Krieg in der Ukraine für heute. Ab Samstagmorgen gibt es hier wieder Informationen zum Thema.

Amnesty International berichtet von russischen Angriffen auf Zivilisten

20:15 Uhr:
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wirft Russland vor, den Tod von Zivilisten in Kauf zu nehmen. Möglicherweise begehe Russland damit Kriegsverbrechen in der Ukraine, heißt es seitens der Organisation.

Nach Angaben von Amnesty International seien bislang drei Fälle dokumentiert, in denen Wohngebiete und Krankenhäuser zum Ziel von russischen Angriffen geworden sind. Dabei seien mehrere Zivilisten getötet und verletzt worden. 

Unter anderem habe Russland in der Region Donezk ein Rakete vom Typ 9M79 Trotschka eingesetzt. Diese sei dafür bekannt, dass sie extrem unpräzise sei und das Ziel regelmäßig um bis zu einem halben Kilometer verfehlt, heißt es in der Mitteilung der Organisation weiter. Allein der Einsatz dieser einen Rakete hat laut Amnesty vier Menschenleben gekostet und zehn weitere Personen verletzt. 

Aufgrund der Vorfälle fordert Amnesty International eine Dringlichkeitssitzung der UN-Generalversammlung.

Formel 1 sagt Rennen in Russland ab

19:53 Uhr:
Was der internationale Fußball nicht schafft, hat die Motorsportvereinigung FIA nun beschlossen. Im Gegensatz zur FIFA und ihrem Präsident Gianni Infantino (51) hat der Motorsport-Verband den Großen Preis von Russland im September abgesagt. In einem Statement auf der Homepage des Verbandes heißt es:

"Die Formel 1 habe das Ziel Menschen zu vereinen und Nationen zusammenführen. Man beobachte die Entwicklungen in der Ukraine mit Schrecken und Traurigkeit und hoffe auf eine friedliche Lösung der aktuellen Situation. Angesichts der derzeitigen Situation haben die Formel 1, die FIA und die Teams die Position des Sports diskutiert und sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen, dass es unmöglich sei - unter den aktuellen Umständen - einen russischen Grand Prix abzuhalten."

Die FIFA um Präsident Infantino hatte Sanktionen gegen den russischen Fußballverband am Donnerstag eine Absage erteilt und an den Qualifikationsspielen (an denen auch Russland und die Ukraine teilnehmen) für die umstrittene Weltmeisterschaft in Katar festgehalten.

Viele Menschen fliehen in Richtung der Westgrenzen

19:30 Uhr:
Über 50.000 Menschen haben die Ukraine aufgrund des russischen Angriffs bereits verlassen, das hat der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen Filippo Grandi auf Twitter mitgeteilt. Der größte Teil der geflohenen Menschen habe in Polen und Moldwien Zuflucht gesucht. Laut Grandi seien derzeit aber weitaus mehr Ukrainer derzeit noch auf der Flucht in Richtung der westlichen Grenzen. Nicht mehr Ausreisen dürfen mittlerweile aber männliche Staatsbürger im Alter zwischen 18 und 60 Jahren.

ESC ohne Russland

19:14 Uhr:
Der Eurovision Song Contest wird heuer ohne einen Vertreter Russlands ablaufen. Die Verantwortlichen haben eine Teilnahme nach dem militärischen Überfall auf die Ukraine ausgeschlossen. 

Bayerische Bürgermeister erklären Solidarität mit Ukraine

19:07 Uhr:
In einer gemeinsamen Erklärung haben mehrere bayerische Bürgermeister ihre Solidarität mit der Ukraine und ihren ukrainischen Partnerstädten zum Ausdruck gebracht. Unter den Unterzeichnern der Erklärung befinden sich beispielsweise Oberbürgermeister Dieter Reiter (München), Oberbürgermeister Marcus König (Nürnberg) und die Allgäuer Oberbürgermeister Manfred Schilder (Memmingen) und Stefan Bosse (Kaufbeuren). 

Bayerische Bürgermeister solidarisieren sich mit Ukraine

Oberallgäu kann bereits am Wochenende die ersten Menschen aus der Ukraine aufnehmen

16:31 Uhr:
Das Oberallgäu bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor. Diese könnten bereits dieses Wochenende eintreffen. Der Landkreis kann nach eigenen Angaben bis zu 400 Personen kurzfristig aufnehmen. 

Schwere Verluste für Russland

16:14 Uhr:
Nach eigenen Angaben haben die ukrainischen Streitkräfte bislang über 1.000 russische Soldaten bei Kämpfen auf eigenem Boden getötet. Unabhängige überprüfen lässt sich diese Zahl aktuell nicht. 

Das ukrainische Verteidigungsministerium berichtet von insgesamt 2.800 Verlusten auf russischer Seite - machte aber keine näheren Angaben, ob es sich dabei auch um verletzte und verwundete feindliche Soldaten handle. Weiter hätten die russischen Streitkräfte bis zu 80 Panzer, 516 gepanzerte Fahrzeuge, zehn Flugzeuge und sieben Hubschrauber seit Beginn der Invasion verloren. Auch diese Zahlen lassen sich aktuell nicht unabhängig überprüfen.

15:15 Uhr:
Der Gouverneur der schwäbischen Partnerregion Tscherniwzi Serhij Osatschuk hat einen dringenden Appell an Schwaben und den Rest Europas gerichtet. 

Während die Kämpfe in der Ukraine unvermindert weitergehen, bereitet sich auch der Regierungsbezirks Schwaben auf Flüchtlinge aus den umkämpften Gebieten vor. 

Eine Gruppe von Ukrainern in Taiwan und ihre Unterstützer halten eine ukrainische Nationalflagge und Plakate, um aus Solidarität mit dem ukrainischen Volk vor dem Repräsentanzbüro der Moskau-Taipeh-Koordinierungskommission in Taipeh, Taiwan, gegen die Invasion Russlands zu protestieren. 25. Februar 2022
  • Eine Gruppe von Ukrainern in Taiwan und ihre Unterstützer halten eine ukrainische Nationalflagge und Plakate, um aus Solidarität mit dem ukrainischen Volk vor dem Repräsentanzbüro der Moskau-Taipeh-Koordinierungskommission in Taipeh, Taiwan, gegen die Invasion Russlands zu protestieren. 25. Februar 2022
  • Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Chiang Ying-ying
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14:55 Uhr:
Wie verschiedene Medien berichten, will die Europäische Union nun auch Sanktionen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den russischen Außenminister Sergej Lawrow verhängen. Demnach können beide künftig nicht mehr in die EU einreisen. Sämtliches Vermögen von Putin und Lawrow in der EU würde zudem eingefroren. 

Russland zu Friedensgesprächen bereit

14:30 Uhr
Wie die tagesschau berichtet soll Russland zu Gesprächen mit der Ukraine bereit sein. Nach Angaben des Kreml bietet Moskau Friedensverhandlungen mit der Ukraine an. Moskau sei bereit, eine russische Delegation zu den Gesprächen in die belarussische Hauptstadt Minsk zu schicken. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte das Angebot für ein Treffen dem russischen Staatschef Wladimir Putin zweimal unterbreitet.

IHK: Ausmaß noch nicht absehbar

11:55 Uhr
Die IHK Schwaben hat sich zum Krieg in Russland und den Folgen auf die bayerisch-schwäbsiche Wirtschaft geäußert. Das ganze Ausmaß sei noch nicht abzusehen. "Sicher ist allerdings, dass die Auswirkungen schwerwiegend sein werden", so Dr. Andreas Kopton, Präsident der IHK Schwaben. Weitere Informationen finden Sie im ausführlichen Artikel. 

11:30 Uhr
Der US-amerikanische Schauspieler Sean Penn (61) ist derzeit in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Das Portal "TMZ" veröffentlichte Bilder von Penn, die ihn am Donnerstag nach dem Start der russischen Invasion in der Ukraine zeigen. Er arbeite dort an einem Dokumentarfilm, der die "Wahrheit über die Geschehnisse" erzählen soll.

Ein ukrainischer Soldat sitzt verletzt im Kreuzfeuer in der Stadt Kiew, Ukraine, Freitag, 25. Februar 2022. Russland drängte seine Invasion der Ukraine am Freitag in die Außenbezirke der Hauptstadt, nachdem es Luftangriffe auf Städte und Militärstützpunkte entfesselt und Truppen entsandt hatte Panzer von drei Seiten in einem Angriff, der die globale Sicherheitsordnung nach dem Kalten Krieg neu schreiben könnte.
  • Ein ukrainischer Soldat sitzt verletzt im Kreuzfeuer in der Stadt Kiew, Ukraine, Freitag, 25. Februar 2022. Russland drängte seine Invasion der Ukraine am Freitag in die Außenbezirke der Hauptstadt, nachdem es Luftangriffe auf Städte und Militärstützpunkte entfesselt und Truppen entsandt hatte Panzer von drei Seiten in einem Angriff, der die globale Sicherheitsordnung nach dem Kalten Krieg neu schreiben könnte.
  • Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Emilio Morenatti
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Altbundeskanzlerin Merkel verurteilt Angriff

11:15 Uhr:
Mittlerweile hat sich auch die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel zu den Geschehnissen in der Ukraine geäußert. "Dieser Angriffskrieg Russlands markiert eine tiefgreifende Zäsur in der Geschichte Europas nach dem Ende des Kalten Krieges", erklärte Merkel gegenüber der dpa. Für diesen eklatanten Bruch des Völkerrechts gebe es keinerlei Rechtfertigung und sie verurteile ihn auf das Schärfste. "Meine Gedanken und meine Solidarität sind in diesen furchtbaren Stunden und Tagen beim ukrainischen Volk und bei der Regierung unter Führung von Präsident Selenskyj", so Merkel weiter.

Ukraine: Bevölkerung soll Molotowcocktails einsetzen

10:52 Uhr: 
Das ukrainische Verteidigungsministerium hat seine Bevölkerung dazu aufgerufen Molotowcocktails zu bauen und gegen russische Panzer einzusetzen. In einem Tweet heißt es wortwörtlich: "Macht Molotowcocktails – neutralisiert die Besatzer!"

Russische Truppen in Kiew angekommen

10:20 Uhr:
Wie das ukrainische Verteidigungsministerium mitteilt, sollen erste russische Einheiten die Hauptstadt Kiew erreicht haben. Demnach befinden sich russische „Saboteure“ im Norden Kiews. Das Ministerium hat die Bevölkerung aufgerufen ihre Wohnungen nicht zu verlassen und sich bei Sichtungen von russischer Militärtechnik bei dem Ministerium zu melden. Wie die Tagesschau berichtet lassen sich solche Angaben aktuell nicht unabhängig prüfen.

09:39 Uhr:
In einem Interview mit ntv hat der ehemalige Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) die Situation in der Ukraine eingeschätzt. Unter anderem prognostizierte er, dass es einen Eisernen Vorhang der quer durch Europa gehen wird kommt, "wo sich Russen und die NATO unmittelbar an einer Grenze hochgerüstet gegenüber stehen."

08:38 Uhr:
In mehreren russischen Städten ist es am Donnerstagabend zu Protesten gegen den Krieg in der Ukraine gekommen. Trotz eines Versammlungsverbotes seien einige tausend Menschen auf die Straßen gegangen, so berichten verschiedene Medien. Laut CNN seien bei den Demonstrationen in 44 Städten mindestens 1.237 Personen von der russischen Polizei verhaftet worden.

Auch die russische Oppositionspolitikerin Marina Litwinowitsch soll in Gewahrsam genommen worden sein. Sie hatte gestern via Facebook ebenfalls zu Demonstrationen unter dem Motto "Russen gegen den Krieg" aufgerufen.

07:52 Uhr:
Medienberichten zufolge rechnet die Ukraine im Laufe des Freitags mit Panzerangriffen auf die Hauptstadt Kiew. Es stünden Panzerabwehrraketen, die von internationalen Verbündeten stammen, bereit. 

7:26 Uhr:
Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Sanktionen des Westens gegen Russland als unzureichend kritisiert. Sie würden nicht ausreichend Wirkung zeigen. Laut Selenskyj beobachtet die Welt das Geschehen in der Ukraine weiterhin aus der Ferne.

"Wir verteidigen unsere Freiheit, unser Land. Wir brauchen wirksame internationale Hilfe", schreibt Selenskyj. Man müsse Russland gemeinsam zu Verhandlungen bewegen. "Wir brauchen eine Antikriegskoalition", verdeutlicht der Präsident.

07:00 Uhr:

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, hat eine allgemeine Mobilmachung angeordnet. Vorgesehen ist, alle Wehrpflichtigen und Reservisten einzuberufen. Das berichteten mehrere Medien unter Berufung auf die  Agentur Unian. Die Anordnung soll für 90 Tage gelten. Männern im Alter zwischen 18 und 60 Jahren ist die Ausreise nicht gestattet.

Präsident Wolodymyr Selenskyj: Raketenangriffe auf zivile und militärische Ziele

06:43 Uhr:
Russland soll um 4 Uhr Ortszeit die Raketenangriffe wieder aufgenommen haben. Das gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Medienberichten zufolge bekannt. Es würden sowohl zivile als auch militärische Ziele beschossen. An den meisten Stellen sei der Vormarsch Russlands aber gestoppt worden.

06:13 Uhr:
In der Nacht zum Freitag meldete der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba Raketenangriffe auf die Hauptstadt Kiew. "Das letzte Mal, dass unsere Hauptstadt so etwas erlebte, war 1941, als sie von Nazideutschland angegriffen wurde", schrieb Kuleba auf Twitter. Trotzdem zeigt er sich optimistisch: "Die Ukraine hat dieses Übel besiegt und wird dieses besiegen."

Bei einem Raketenangriff auf ukrainische Grenzposten am Asowschen Meer soll es mehrere Tote und Verletzte gegeben haben, das gab der ukrainische Grenzschutz Medienberichten zufolge am frühen Freitagmorgen bekannt. Der betroffene Ort Primorskyj Posad liegt an der Küste zwischen der von Russland annektierten Halbinsel Krim und dem ostukrainischen Separatistengebiet. Das ukrainische Militär geht davon aus, dass die russische Armee einen Korridor zwischen beiden Gebieten erobern will.

22:00 Uhr:
Unser Ticker zum Krieg in der Ukraine wird für heute beendet. Ab morgen Freitagmorgen halten wir Sie an dieser Stelle wieder auf dem Laufenden.

21:51 Uhr:

Die EU-Regierungschefs haben sich auf ein weiteres und umfangreiches Sanktionspaket gegen Russland ausgesprochen. Die Maßnahmen sollen sich auf die Bereiche Transport, Energie und Finanzen beziehen, heißt es in verschiedenen Medien. Auch Exportkontrollen und Visa-Einschränkungen seien vorgesehen.

Weiter schwere Kämpfe in Ukraine

21:40 Uhr:
Nach Angaben des Generalstab der ukrainischen Streitkräfte befinden sich über 60 taktische Bataillonsgruppen auf dem Gebiet der Ukraine. Die Hauptanstrengungen der angreifenden Truppen sollen sich auf die Regionen Slobozhansky, Seversky und Tavriya konzentrieren. Zudem spricht der Generalstab von rund russischen 200 Soldaten auf dem Flughafen Kiew-Hostomel. Dieser liegt etwa 20 Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Von belarusischem Gebiet würden Erdkampfflugzeuge vom Typ Su-25SM eingesetzt. 

Der Generalstab vermutet, dass die russischen Truppen Kiew blockieren und einen Landkorridor zur Halbinsel Krim und nach Transnistrien schaffen wollen.

Sanktionen auch gegen Belarus

21:12 Uhr:
Die USA haben auch Sanktionen gegen Belarus verhängt. Laut dem US-Finanzministerium sind davon  24 belarussische Einzelpersonen und Organisationen betroffen. Die Maßnahmen konzentrieren sich auf den Verteidigungssektor des Landes und Finanzinstitute.

UN warnt vor verheerenden humanitären Folgen

20:58 Uhr:
Das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) warnt vor verheerenden Folgen humanitären Folgen für die Zivilbevölkerung der Ukraine. Man arbeite mit den Regierungen der Nachbarländer zusammen und fordere diese auf, die Grenzen für Menschen auf der Flucht offen zu halten, so der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen Filippo Grandi. 

Russische Fallschirmjäger auf Antonov Airport

20:43 Uhr:
Die Kämpfe in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt gehen weiter. Aufnahmen von CNN zeigen russische Fallschirmjäger. Laut CNN-Reporter Matthew Chance befinden sich die Einheiten auf dem Antonov Airport. Dieser ist rund 35 Kilometer vom Zentrum Kiews entfernt.

Kuleba berichtet von Angriffen auf Krankenhäuser

20:31 Uhr:
Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba berichtet via Twitter von russischen Angriffen auf zivile Einrichtungen. Kuleba wirft dem russischen Militär vor nun auch Krankenhäuser zu bombardieren. Die Vorwürfe sind zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht unabhängig bestätigt.

Biden: "Putin ist der Aggressor"

19:45 Uhr
US-Präsident Joe Biden hat in einer Pressekonferenz die Haltung der US-Regierung erläutert. Biden sprach davon, dass die USA wochenlang davor gewarnt hätten. Die Kriegshandlungen Russlands seien Verletzungen des internationalen Völkerrechts. Putin sei der Angreifer, der Aggressor. Biden habe harte Wirtschafts-Sanktionen genehmigt. Die Maßnahmen gelten ab sofort und sollen langfristige Auswirkungen für Russland haben. Unter anderem sollen Russlands Möglichkeiten, Geschäfte in US-Dollar zu tätigen, stark eingeschränkt werden. Russische Gelder werden eingefroren. Auch "korrupte Milliardäre", die bisher von den Geschäften mit Russland stark profitiert haben, sollen unter den Sanktionen mitleiden. Russland soll von High-Tech-Produkten abgeschnitten werden, die Russland unter anderem für die Rüstung braucht.

Keine US-Truppen in die Ukraine, aber nach Deutschland

Man werde keine Truppen in die Ukraine entsenden, aber man werde die NATO-Verbündeten in Europa schützen und "die volle militärische Kraft" dazu auffahren. Auch nach Deutschland will Biden weitere Truppen schicken, die seit Wochen schon im Stand-By-Modus gewartet haben. "Diese Aggression Russlands darf nicht unbeantwortet bleiben", so Biden. Die USA seien bereit, speziell auch auf Cyber-Angriffe zu reagieren. "Putins Aggression gegen die Ukraine wird Russland teuer zu stehen kommen", erklärte Biden. "Der Frieden und die Freiheit werden siegen."

19:35 Uhr
Russland hat nach ukrainischen Angaben das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl erobert. Das berichtet die Tagesschau. "Leider muss ich mitteilen, dass die Zone um Tschernobyl, die sogenannte Sperrzone, und alle Anlagen des Atomkraftwerks Tschernobyl unter der Kontrolle bewaffneter russischer Gruppen sind", sagte demnach der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal. Der Zustand der Anlage ist unklar. Es soll dort noch sehr viel radioaktiver Abfall gelagert sein. Explosionen könnten verheerende Auswirkungen haben. "Dies stellt heute eine der ernsthaftesten Bedrohungen für Europa dar." 

19:06 Uhr:
US-Präsident Joe Biden hat "verheerende Sanktionspakete" gegen Russland angekündigt. Er habe sich heute Morgen mit seinen G7-Kollegen getroffen, um den "ungerechtfertigten Angriff von Präsident Putin auf die Ukraine zu erörtern", berichtet Biden auf Twitter. Dabei habe man sich geeinigt, "verheerende Sanktionspakete und andere wirtschaftliche Maßnahmen voranzutreiben". Man wolle "Russland zur Rechenschaft" ziehen: "Wir stehen an der Seite der tapferen Menschen in der Ukraine."

19:00 Uhr:
Präsident Selenskyj hat sich in einer Fernsehansprache direkt an die russische Bevölkerung gewandt. Mit einer eindringlichen Bitte ruft er dazu auf, in Moskau und anderen Städten Russlands auf die Straßen zu gehen und gegen den Krieg gegen die Ukraine zu demonstrieren.

18:40 Uhr:
Während die EU heute Abend in einem Gipfel noch über Sanktionen gegen Rußland berät, hat der britische Premierminister Boris Johnson bereits Sanktionen angekündigt. Unter anderem sollen russische Vermögen auf britischen Banken eingefroren werden. 

18:25 Uhr:
In einigen Städten Europas, auch Deutschland, zum Beispiel in Berlin, gehen Menschen auf die Straße und protestieren gegen Russland, gegen Putin, gegen den Krieg in der Ukraine.

18:05 Uhr:
Bundeskanzler Scholz sichert der Ukraine volle Solidarität zu. Er habe Putin vor einem Krieg gegen die Ukraine gewarnt. Noch vor einer Woche hätte Scholz mit Putin diskutiert. Russlands Präsident füge mit dem Krieg auch seinem eigenen Land einen großen Schaden zu. Laut Scholz hat Putin allein sich für diesen Krieg entschieden. Er trage die volle Verantwortung. Scholz spricht von "Putins Krieg". Aber er werde nicht gewinnen. Europas Zukunft werde eine "Zukunft in Frieden und Freiheit" sein.

17:45 Uhr:
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat das Bundesverteidigungsministerium "nationale Alarmmaßnahmen" ausgelöst. Die Bundeswehr erhöhe derzeit weiter ihre Bereitschaft. Das bedeute, dass die Bevölkerung eventuell im öffentlichen Raum Bewegungen wahrnehmen könne. Dabei könne es zu Einschränkungen im Verkehrsbereich kommen, da Transportkapazitäten zu Lande, zu Wasser und in der Luft für militärische Zwecke vorgehalten werden müssten.

17:32 Uhr:
Die Bundeswehr schickt drei weitere Eurofighter zur Luftraumüberwachung nach Rumänien. Demit wird das deutsche Engagement innerhalb des von der NATO organisierten Einsatzes ausgeweitet. Bislang wurden laut Medienberichten drei deutsche Eurofighter eingesetzt. Jetzt wurden drei weitere nach Rumänien verlegt.

17:01 Uhr:
Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist besorgt um die Sicherheit, Gesundheit und das Wohlergehen aller Zivilisten in der Ukraine. Jede weitere Eskalation könne laut einer Pressemitteilung zu einer humanitären Katastrophe in Europa mit vielen Todesopfern und weiteren Schäden für die ohnehin schon anfälligen Gesundheitssysteme führen.

16:42 Uhr:
Die ukrainische Hauptstadt Kiew hat wegen des Angriffs von Russland Luftalarm ausgelöst. Alle Bürgerinnen und Bürger wurden dazu aufgerufen, sich möglichst in Luftschutzbunkern in Sicherheit zu bringen.

16:10 Uhr:
Russische Truppen haben die Region Tschernobyl erreicht. Das berichtet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Twitter. Die Soldaten sind demnach aus Richtung Belarus in das Gebiet um Tschernobyl vorgedrungen. Er schreibt: "Russische Besatzungstruppen versuchen, das #Chornobyl_NPP zu erobern. (...) Das ist eine Kriegserklärung an ganz Europa." Medien berichten von Kampfhandlungen mit der ukrainischen Armee. Tschernobyl ist nur rund 70 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt Kiew entfernt.

15:11 Uhr:
Krieg wird heutzutage auch über das Internet geführt mit Cyber-Angriffen. Bundes-Innenministerin Nancy Faeser sagt: "Wir sind vorbereitet".

Warnung vor russischen Cyber-Attacken - Schutzmaßnahmen hochgefahren

Kaufbeurer Hilfsorganisation rechnet mit Engpässe

14:40 Uhr:
Die Kaufbeurer Hilfsorganisation Humedica bereitet Hilfsorganisationen für Ukraine und die umliegenden Länder vor. Man rechne mit Versorgungsengpässen in der Ukraine und auch in den Grenzgebieten von Rumänien, Polen und Moldawien.

„Wir sind deshalb in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort,“ so Peter weiter. „Am dringendsten benötigen die Menschen vermutlich Lebensmittel und Hygieneartikel. Aber auch medizinische Güter wie Verbandsstoffe werden Mangelware sein.“, so Geschäftsführer Johannes Peter.

Auf ihrer Homepage bittet die Hilfsorganisation zudem um Spenden.

14:31 Uhr:
Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer hat von einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj berichtet und spricht von einem dramatischen Gespräch. Demnach wisse Selenskyi nicht, wie lange es sein Land noch geben werde und er selbst noch am Leben sei. Laut tagesschau.de sagte Nehammer zudem, dass der ukrainische Präsident von schweren Kampfhandlungen mit vielen Toten und Verletzten erzählte. 

Ukraine soll Flugzeuge und Hubschrauber abgeschossen haben - Zahlreiche Tote bei Kämpfen

14:05 Uhr:
Der Korrespondent für die "WELT", Steffen Schwarzkopf berichtet auf seinem Twitter-Account von Berichten eines Präsidentenberaters. Demnach seien sechs russische Flugzeuge und zwei Helikopter abgeschossen worden. Die Kämpfe hätten zudem 50 Opfer unter russischen Soldaten gefordert. Weiter seien bislang 40 Ukrainer ums Leben gekommen - darunter auch zehn Zivilisten. Zwei russische Soldaten seien in Gefangenschaft geraten. Schwarzkopf fügte aber hinzu, dass die Informationen nicht überprüfbar seien. 


Kämpfe um Kiew

13:44 Uhr:
Medienberichten zufolge finden derzeit Kämpfe in unmittelbarer Nähe zur ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Betroffen sei unter anderem der Flugplatz Hostomel im Nordwesten der Stadt. Zudem gibt es Befürchtungen, dass russische Fallschirmjäger über der Hauptstadt abspringen und versuchen in das Regierungsviertel Kiews zu attackieren, heißt es beispielsweise auf tagesschau.de

Ukrainische Soldaten fahren in einem Militärfahrzeug in Mariupol, Ukraine, Donnerstag, 24. Februar 2022. Russische Truppen starteten am Donnerstag ihren erwarteten Angriff auf die Ukraine, als Präsident Wladimir Putin internationale Verurteilungen und Sanktionen beiseite legte und andere Länder vor jedem Versuch einer Einmischung warnte. Das würde zu „Folgen führen, die Sie nie gesehen haben“.
  • Ukrainische Soldaten fahren in einem Militärfahrzeug in Mariupol, Ukraine, Donnerstag, 24. Februar 2022. Russische Truppen starteten am Donnerstag ihren erwarteten Angriff auf die Ukraine, als Präsident Wladimir Putin internationale Verurteilungen und Sanktionen beiseite legte und andere Länder vor jedem Versuch einer Einmischung warnte. Das würde zu „Folgen führen, die Sie nie gesehen haben“.
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Bis zum Mittag habe es laut dem ukrainischen Verteidigungsministerium zudem über 30 Angriffe auf ukrainische Ziele gegeben. Dabei seien auch Raketen zum Einsatz gekommen. Bei den Zielen handle es sich auch um zivile Infrastruktur.

Russische Verbände in Richtung Kiew

13:18 Uhr:
Die ukrainische Grenzschutz-Behörde berichtet von einem versuchten Durchbruch russischer Verbände in der Region um die Hauptstadt Kiew. Es gebe Kämpfe zwischen dem ukrainischen Grenzschutz und regulärer regulärer Armee mit den vorrückenden russischen Soldaten. 

Bundeswehr verlegt weitere Kampfjets

13:10 Uhr:
Laut einem Bericht von tagesschau.de verlegt die Bundeswehr weitere Kampfjets vom Typ Eurofighter an die Außengrenze der Nato. Die Flugzeuge sollen von Rumänien aus die Südostflanke des Bündnisses schützen. Verlegt werden die Jets demnach zeitnah vom Fliegerhorst in Neuburg an der Donau. 

Die Niederlande haben zudem zwei F-35 Kampfjets zur Luftraumüberwachung über Osteuropa eingesetzt, so tagesschau.de weiter. Die Flugzeuge seien von Leeuwarden aus eingesetzt worden.

Verzögerungen bei Ausreise

13:00 Uhr:
An der Westgrenze der Ukraine kommt es derzeit zu einigen Verzögerungen bei der Ausreise. Laut dem ukrainischen Grenzschutz gibt es an mehreren Übergängen zu Polen, Ungarn und Rumänien Wartezeiten. An einigen Grenzübergängen stehen Fahrzeuge und Personen warten auf die Ausreise. Nach Angaben der Behörde existieren derzeit aber keine Beschränkungen für die Ausreise von ukrainischen Staatsbürgern. 

Die Deutsche Innenministerin Nancy Faeser ist gewillt, den Nachbarländern der Ukraine, bei der Bewältigung von möglichen Flüchtlingsströmen zu helfen. Entsprechende Maßnahmen seitens der EU seien bereits angelaufen.

Kölner Karneval wird nicht abgesagt

12:48 Uhr:
Während in der Ukraine die Waffen sprechen, ist in Köln der Karneval gestartet. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte Oberbürgermeisterin Henriette Reker bei einem Empfang im Rathaus „Mir ist wirklich nicht zum Feiern zumute, aber weder ich noch das Festkomitee können und wollen den Karneval absagen". Zu Beginn des Empfangs habe es eine Schweigeminute gegeben.

Die Entscheidung den Karneval in Köln trotz der aktuellen Lage in Europa zu feiern, stößt in den Sozialen Netwerken auch auf Kritik.

Memminger OB erschüttert über Situation in der Ukraine

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12:20 Uhr
Oberbürgermeister Manfred Schilder sprach bei einem Videoanruf mit seinem Amtskollegen in der ukrainischen Partnerstadt Tschernihiw und erkundigte sich nach der Stimmung im Land. Oberbürgermeister Vladyslav Atroshenko war bereits gestern von der Situation zutiefst betroffen. "Die Lage ist so kritisch wie noch nie", sagte Atroshenko.

Wie die Lage in der Memminger Partnerstadt ist, kann derzeit nicht abgeschätzt werden. "Ich bin entsetzt und zutiefst bedrückt, dass dieser Konflikt nicht diplomatisch gelöst werden konnte. In Gedanken bin ich bei den langjährigen Partnern und Freunden in der Ukraine und hoffe auf eine möglichst baldige Beilegung dieser Militäraktion", so Schilder.

Klitschkos äußern sich auf Instagram

11:55 Uhr
Vitali und Wladimir Klitschko haben auf die Geschehnisse in der Ukraine reagiert und auf Instagram ein Video geteilt. Die Brüder sprechen von einer "Tragödie - nicht nur für die Ukraine, sondern auch für Europa und die Welt". Die Streitkräfte würden das Land "heldenhaft" verteidigen.

Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, sagt, sie würden das Funktionieren der kritischen Infrastruktur der Hauptstadt sicherstellen und alles tun, um die Stadt zu schützen. "Ausdauer und Entschlossenheit. Einheit und kalter Verstand! Nur so werden wir überleben! Ruhm der Ukraine!", so die Brüder auf Instagram.

11:40 Uhr:
Russlands Militär hat eigenen Angaben zufolge planmäßige Militärübungen in dem von der Ex-Sowjetrepublik Moldau abtrünnigen Separatistengebiet Transnistrien abgehalten. Das berichtet die Tagesschau. Es soll das Stoppen feindlicher Fahrzeuge trainiert worden. Es ist noch unklar, ob das Manöver bereits abgeschlossen ist. Seit Anfang der 1990er ist russisches Militär in Transnistrien stationiert. Die von prorussischen Separatisten geführte Region hatte sich damals in einem blutigen Bürgerkrieg von Moldau abgespalten, als das Land sich von der Sowjetunion unabhängig erklärte.

11:15 Uhr:
n.tv berichtet von bislang 40 getöteten ukrainischen Soldaten und bezieht sich dabei auf Informationen eines Beraters von Präsident Selenski. Weiter seien mehrere Dutzend Soldaten verletzt. Auch von Opfern unter der Zivilbevölkerung ist die Rede. 

10:50 Uhr:
Angesichts des Krieges in der Ukraine hat die bayerische FDP ihrem politischen Aschermittwoch abgesagt. Dieser hätte am 2. März in Dingolfing stattfinden sollen.

Flüge am Allgäu Airport gestrichen

10:44 Uhr:
Der Krieg in der Ukraine hat bereits jetzt unmittelbare Auswirkungen auf das Allgäu. Einige Flüge vom Allgäu Airport müssen aufgrund der aktuellen Situation gestrichen werden. Mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel:

Russische Angriffe: Am Allgäu Airport starten keine Flüge mehr in die Ukraine

Nato-Staaten fordern Aktivierung von Artikel 4

10:38 Uhr:
Mehrere östliche Nato-Mitgliedsstaaten befürchten Verstöße gegen ihre Sicherheit und Gebietshoheit. Laut n.tv haben fünf Staaten die Aktivierung von Artikel 4 des Nato-Vertrages gefordert. Demnach handelt es sich bei den Ländern um Polen, Rumänien, Estland, Lettland und Litauen, so n.tv mit Verweis auf Aussagen von Diplomaten. Derzeit beraten 30 Nato-Länder auf einer Dringlichkeitssitzung über die russischen Angriffe auf die Ukraine. 

Russische Opposition will gegen Krieg demonstrieren

10:20 Uhr:
Die russische Oppositionspolitikerin Marina Litwinowitsch hat Demonstrationen gegen die russischen Angriffe auf die Ukraine angekündigt. Unter dem Motto "Russen gegen den Krieg" forderte sie zu Versammlungen in russischen Städten auf. Diese sollen am heutigen Donnerstag um 19 Uhr Ortszeit stattfinden. Litwinowitsch war als unabhängige Kandidatin zur Duma-Wahl angetreten.

Tote Grenzsoldaten im Süden der Ukraine

10:06 Uhr:
Der ukrainische Grenzschutz berichtet von Kämpfen im Süden des Landes. In der Region Cherson (östlich von Odessa) seien ukrainische Soldaten in Kampfhandlungen mit feindlichen Truppen verwickelt. Die Kämpfe sollen in den Siedlungen Kopani und Ivanovo stattfinden, heißt es auf der Internetseite der Behörde. In Skadowsk sei das Büro des Grenzkommandanten zudem mit Hubschraubern beschossen worden.

Bislang berichtet der Grenzschutz von drei toten Grenzsoldaten und mehreren Verwundeten. Die gegnerischen Einheiten bezeichnete die Behörde als Besatzer. 

Baerbock: Auswirkungen werden auch in Deutschland spürbar sein

10:00 Uhr:
In einer Rede hat Außenministerin Annalena Baerbock auf die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine hingewiesen. Die Sanktionen gegen Russland würden auch in Deutschland spürbar sein. Man habe sich diese Situation aber nicht ausgesucht, gleichwohl müsse man nun darauf reagieren. Ohne entsprechende Reaktionen gegen Russland würde die Situation noch schlimmer werden.

Zudem informierte Baerbock darüber, dass das Personal der Deutsche Botschaft in Kiew abgezogen wurde. Man überlege derzeit, ob der Betrieb der Botschaft in einem anderen Landesteil wieder aufgenommen werden könne.

Moldawien will Notstand ausrufen

09:47 Uhr:
Die Regierung von Moldawien will den Notstand ausrufen. Laut tagesschau.de haben sich an der Grenze zur Ukraine bereits Autoschlangen gebildet. Man werde den Menschen helfen, die Hilfe und Unterstützung brauchen, wird die Präsidentin Maia Sandu zitiert. 

Russische Panzer in der Ukraine

09:38 Uhr:
Nach Angaben des ukrainischen Grenzschutzes auf Twitter sind russische Panzer in der Region Luhansk auf ukrainisches Gebiet eingedrungen. Der Grenzschutz berichtet von Kolonnen in Krasnaya Talivka, Milove und Horodyshche. Desweiteren seien Einrichtungen des Grenzschutzes in der Region Kiew angegriffen worden. Die Behörde vermutet Attacken mit Raketen. 

09:22 Uhr:
Der Vorsitzende der CDU Friedrich Merz hat den Krieg gegen die Ukraine als einen Krieg gegen die Demokratie und die Freiheit bezeichnet. Laut Merz fühle sich der russische Präsident nicht durch die Nato bedroht, sondern durch die Demokratiebewegung in der Ukraine und Belarus.

Luftraum über der Ukraine geschlossen

08:55 Uhr:
Die Ukraine hat den Luftraum für zivile Flugzeuge angesichts der russischen Angriffe gesperrt. Laut aero.de seien mehrere Flugzeuge mit Ziel Ukraine umgekehrt. Darunter habe sich auch eine Boeing 787 von Air India befunden. Die Maschine sei von Delhi nach Kiew unterwegs gewesen. 

08:35 Uhr:
Norwegen hat seine Botschaft in Kiew geschlossen und in den Osten der Ukraine nach Lwiw verlegt - das berichten verschiedene Medien. Auch Dänemark soll seine Vertretung in Kiew mittlerweile geschlossen haben. 

Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) verurteilt die russischen Angriffe auf die Ukraine scharf. Der Angriff gefährde das Leben von Millionen Menschen und stelle einen groben Verstoß gegen das Völkerrecht und die Verpflichtungen Russlands dar, heißt es auf der Homepage der OSZE.

Deutsche sollen Ukraine verlassen

7:51 Uhr:
Das Auswärtige Amt hat alle deutschen Staatsbürger zum Verlassen der Ukraine aufgefordert. Falls eine Ausreise über sichere Wege nicht möglich ist, sollen Deutsche möglichst vor Ort und an sicheren Plätzen bleiben. 

7:30 Uhr:
Der russische Präsident Wladimir Putin hat vor einer Einmischung anderer Staaten in den Konflikt gewarnt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters sagte Putin vor laufenden Kameras:  "Wer auch immer versucht, uns daran zu hindern, und noch mehr, Bedrohungen für unser Land und unser Volk zu schaffen, sollte wissen, dass Russland sofort reagieren wird. Und es wird Sie zu solchen Konsequenzen führen, die Sie in Ihrer Geschichte noch nie erlebt haben." 

Bereits im Vorfeld der Angriffe auf die Ukraine hatte Putin umfangreiche Militärmanöver an der Grenze zum Nachbarland durchführen lassen - unter anderem auch auf dem Gebiet von Belarus. Unter anderem fanden am Samstag Tests mit ballistischen Raketen statt. Diese können auch mit Nuklearwaffen bestückt werden. 

Putin spricht von Entnazifizierung

7:00 Uhr:
Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass hat hat sich Russlands Präsident Wladimir Putin zu den Angriffen auf die Ukraine geäußert. Das Ziel der Militäroperation sei, das Nachbarland zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren, so Putin laut Tass. 

Bundeskanzler Olaf Scholz verurteilte den russischen Angriff als eklatanten Bruch des Völkerrechts und sprach der Ukraine die Solidarität Deutschlands aus. Scharfe Kritik gab es auch von anderen Regierungschefs, beispielsweise aus den USA, Kanada und Großbritannien. 

Donnerstag, 24. Februar 2022, 6:28 Uhr:
Der russische Präsident Wladimir Putin hat in der Nacht zu Donnerstag einen Militäreinsatz in der Ukraine befohlen. Medienberichten zufolge betreffen diese Angriffe Ziele in mehreren ukrainischen Gebieten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Kriegszustand ausgerufen.

Auf Twitter schrieb der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba von einer großen Invasion Putins in der Ukraine und spricht von einem Angriffskrieg gegen sein Land. 

Militärische Operationen in verschiedenen Regionen der Ukraine

Laut Medienberichten hat Russland mit Angriffen auf verschiedene Ziele begonnen. Russische Raketen hätten Ziele in der Hauptstadt Kiew, Mariupol, Odessa und anderen Städte angegriffen - es gab Berichte über Explosionen. Darüberhinaus gab es Angriffe auf Stützpunkte der ukrainischen Luftstreitkräfte. 

Angriffe auch vom Meer aus

Die russische Schwarzmeerflotte habe ebenfalls mit Angriffen auf ukrainisches Gebiet begonnen. Tagesschau.de berichtet von Landungsoperationen im Asowschen Meer und Odessa und bezieht sich dabei auf die russische Nachrichtenagentur Interfax. 

Scharfe Kritik an Putin und Russland

Westliche Politiker haben den Angriff Russlands auf das Nachbarland Ukraine scharf verurteilt, darunter der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel und die EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen. Sie kündigten weitere Sanktionen gegen Russland an.

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