Mit Ablauf des 11. Mai
Corona-Katastrophenfall endet in Bayern

Florian Herrmann (CSU), Leiter der bayerischen Staatskanzlei, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil. (Symbolbild)
  • Florian Herrmann (CSU), Leiter der bayerischen Staatskanzlei, nimmt nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts an einer Pressekonferenz teil. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Sven Hoppe
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Die Staatsregierung beendet den Katastrophenfall in Bayern nach exakt sechs Monaten. Er werde mit Ablauf des 11. Mai aufgehoben, erklärte Staatskanzleichef Florian Herrmann nach einer Kabinettssitzung in München am Dienstagabend. Es handelt sich dabei eigentlich um einen reinen Verwaltungsakt, der aber das Signal sendet: Die Corona-Krise scheint überwunden zu sein.

Aufhebung des dritten Katastrophenfalls

Der Katastrophenfall galt seit dem 11. November 2021 und war damals wegen der vorherrschenden Delta-Variante und den drastisch steigenden Infektionszahlen und der befürchteten Engpässe bei der Belegung der Intensivbetten ausgerufen worden. Vor einiger Zeit war er auch auf die Bewältigung der Flüchtlingsströme aus der Ukraine ausgedehnt worden. Davor war der "K-Fall" wegen der Corona-Pandemie schon zwei weitere Male in Bayern ausgerufen worden. Er galt auch schon von Mitte März bis Mitte Juni 2020 sowie von Dezember 2020 bis Anfang Juni 2021.

Herrmann: "Nicht mehr erforderlich"

Staatskanzleichef Herrmann sagte, dass der Katastrophenfall jetzt nicht mehr erforderlich sei. Er erklärte, dass die Bedeutung des Katastrophenfalls hauptsächlich darin liege, "dass sich Behörden untereinander besser koordinieren können". Deshalb habe man "Führungsgruppen Katastrophenschutz" und den bayerischen Corona-Katastrophenstab eingerichtet, die jetzt nicht mehr notwendig seinen, bzw. deren Betrieb jetzt eingestellt würde. "Dies alles ist gerechtfertigt, weil sich der Trend der Entlastung und Entspannung, was die Entwicklung, die Dynamik des Infektionsgeschehens betrifft, fortsetzt", sagte Hermann.

Unter 200 Intensivbetten in Bayern mit Covid-Patienten

Die Belegung der Intensivbetten in Krankenhäusern ist inzwischen einer der wichtigsten Faktoren für die Corona-Situation. Im Freistaat sind mittlerweile noch 192 Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt. Die 2021 in Bayern eingeführte Klinik-Ampel, an deren Grenzwerten sich die Staatsregierung weiter orientiert, schaltete bei mindestens 600 von Covid-Patienten belegten Betten auf "Rot". Im letzten Winter waren es zeitweise über 1.000 Betten, die wegen Corona belegt waren.

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