Wegen despektierlicher Aussagen
Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen lädt Jens Spahn zu Bordellbesuch ein

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. (BSD) hat Gesundheitsminister Jens Spahn zu einem Bordellbesuch eingeladen. (Symbolbild)
  • Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. (BSD) hat Gesundheitsminister Jens Spahn zu einem Bordellbesuch eingeladen. (Symbolbild)
  • Foto: Valeria Boltneva von Pexels
  • hochgeladen von Holger Mock

Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e. V. (BSD) hat Gesundheitsminister Jens Spahn zu einem Bordellbesuch eingeladen. Der Verband wolle laut einem öffentlichen Brief Spahn "umfassend Einblicke in die Vielfalt unserer Branche geben". Spahns Aussagen über die Branche während der Corona-Pandemie sollen despektierlich gewesen sein. 


In dem offenen Brief führt der BSD zwei Zitate auf, die für Verärgerung gesorgt hatten: 

  • "So mussten wir zum Beispiel die Bordelle wieder aufmachen, während die Schulen noch geschlossen waren", bedauert Jens Spahn in einem watson-Interview.
  • Im Satz zuvor bedauert er es, dass die Politik "durch Gerichtsurteile zu Maßnahmen gezwungen" worden sei. Damit bezieht er sich auf die Klagewelle im Spätsommer 2020, nach der viele Bordelle unter Auflagen wieder öffnen durften.

Die Kritik

Spahn soll der Unterschied zwischen Bordellen und Schulen nicht bekannt sein, obwohl der Bund den Minister in umfangreichen Statements darüber informierten haben soll. Der BSD kritisiert, dass in Schulen für mehrere Stunden viele Schüler zusammenkommen, während Sexarbeit in Bordellen fast immer in einem 1:1 Kontakt stattfinde. Die Kontaktzeit sei mit 15 bis 30 Minuten ebenfalls deutlich kürzer. 

Spahn habe sich zu wenig informiert 

In dem öffentlichen Brief heißt es weiter, man werfe Spahn nicht vor, dass er keine Erfahrungen mit der Sexarbeitsbranche hat, wohl aber, dass er sich nicht informierte, bevor er Regelungen für Bordelle treffen und sich dann auch noch mit FakeNews despektierlich äußert. Ob Spahn die Einladung annimmt, ist allerdings mehr als fraglich.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen