Weihnachtsansprache
Bundespräsident Steinmeier ruft zum Zusammenhalt auf

Bundespräsident Steinmeier bei seiner Weihnachtsansprache.
  • Bundespräsident Steinmeier bei seiner Weihnachtsansprache.
  • Foto: picture alliance/dpa/AP Pool | Michael Sohn
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Wieder einmal ist ein Jahr vergangen - Und wieder einmal hält der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue seine weihnachtliche Ansprache an die Gesellschaft. Dieses mal spricht er neben der Corona-Pandemie von Vertrauen, Freiheit, Verantwortung und dem Zusammenhalt der Gesellschaft. 

Zwischen Lob und Mahnung

Vor einem mit roten Kugeln geschmückten Weihnachtsbaum beginnt Steinmeier seine Rede. Der Bundespräsident lobte die vielen ehrenamtlichen Helfer im Land und ihre Arbeit. Dabei hob er besonders die Flutkatastrophe im Sommer und die damit verbundene Hilfe der Menschen untereinander hervor. Außerdem schätzte Steinmeier die Bundestagswahlen und den Ablauf des Regierungswechsels hoch ein. Danach kam der Bundespräsident zum aktuell größten Thema - Der Corona-Pandemie. Trotz der Hoffnung in diesem Jahr Weihnachten wieder "normal" feiern zu können, sieht die Situation anders aus. Abstand halten und Kontakte begrenzen sei das Gebot der Stunde. Dem Bundespräsident zufolge, sei selten so hautnah zu erfahren gewesen, wie gefährdet unser menschliches Leben und wie unvorhersehbar die Zukunft ist. Dennoch habe laut Steinmeier das Impfen viel Schlimmes verhindert und er sei froh, dass die Meisten diese Chance erkannt hätten. Weiterhin hofft der Bundespräsident auf viel Verständnis für die neuen Einschränkungen, die vor der Omikron-Variante schützen sollen. 

Appell an den Zusammenhalt

Im weiteren Verlauf seiner Rede sprach Steinmeier dann die Proteste gegen den Staat an. Er machte deutlich klar, dass die Teilnehmer der Proteste nur eine Minderheit seien und das die Mehrheit der Bevölkerung ein umsichtiges und verantwortungsvolles Benehmen an den Tag lege. Zudem sagte er, dass in einer Demokratie nicht immer Einigkeit herrschen müsse, dass man aber doch daran denken solle, dass "Wir ein Land sind". Was zähle, sind Vertrauen, Freiheit und Verantwortung. Danach fragte der Bundespräsident: "Heißt Vertrauen nicht womöglich auch, dass ich mich auf kompetenten Rat verlasse, selbst wenn meine eigenen Zweifel nicht gänzlich besiegt sind? Oder bedeutet Freiheit manchmal nicht auch, mich selbst einzuschränken, um die Freiheit anderer zu schützen? Oder betrifft meine Entscheidung nicht in Wahrheit viele andere mit?" In Zusammenhang mit diesen Fragen stellte Steinmeier anschließend auch das Thema Klimaschutz: "Auch da wird es nicht nur die eine richtige Antwort geben, die alle überzeugt. Sondern immer wieder werden wir uns neu verständigen müssen. Und ich bin sicher: Wir können uns verständigen".

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