Reparieren statt wegwerfen
Bis zu 200 Euro: Österreich führt flächendeckenden Reparaturbonus ein

Für Elektrogeräte gibt es in Österreich jetzt einen Reparaturbonus. (Symbolbild)
  • Für Elektrogeräte gibt es in Österreich jetzt einen Reparaturbonus. (Symbolbild)
  • Foto: Michal Jarmoluk auf Pixabay
  • hochgeladen von Josef Brutscher

Als erstes EU-Land führt Österreich den flächendeckenden Reparaturbonus ein. Bürger und Bürgerinnen bekommen für Reparaturen von Elektrogeräten einen Zuschuss von bis zu 200 Euro. Insgesamt werden die Hälfte der Reparaturkosten (bis 200 Euro) übernommen. Laut der Klimaschutzministerin Leonore Gewessler will die Regierung mit dem Reparaturbonus dafür sorgen, dass es attraktiver wird, ein kaputtes Gerät reparieren zu lassen, anstatt ein neues anzuschaffen. Der Startschuss für das Projekt fiel Anfang der Woche.

Geld kommt von der EU

Das Geld für den Reparaturbonus kommt aus dem Wiederaufbaufond der EU. Der Fonds sollen Reformen und Investitionen nach der Corona-Krise unterstützen. Umwelt- und Verbraucherschutzverbände in Österreich und in Deutschland begrüßen das Projekt. Es gibt auch Forderungen, dass der Bonus auf andere Produkte, wie  Fahrräder und Kleidung ausgeweitet werden soll. In Deutschland, speziell in Bayern, Berlin und Bremen, gibt es Überlegungen, den Reparaturbonus ebenfalls einzuführen. Bayern will Medienberichten zufolge sogar zwei Millionen Euro dafür bereitstellen.

RepairCafé in Sonthofen

Auch in Sonthofen setzt man auf Reparieren statt Wegwerfen. Im RepairCafé Sonthofen werden defekte Geräte repariert, damit sie weiter benutzt werden können. Ehrenamtliche Reparateure helfen einem dabei.

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