Bestechungsskandal: Lori Loughlins Verfahren wird nicht eingestellt

Lori Loughlin, hier auf einem Event in Los Angeles, wird weiterhin der Prozess gemacht
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Die Anwälte von Lori Loughlin (55, "Full House") und ihrem Ehemann Mossimo Giannulli (56) versuchen offenbar alles, damit das Verfahren gegen die Schauspielerin und den Designer im Bestechungsskandal an US-Universitäten eingestellt wird. Ein Richter hat nun allerdings entschieden, dass den beiden auch weiterhin der Prozess gemacht werden soll. Das berichtet das Branchenmagazin "Variety".

Loughlins Rechtsanwälte hatten beantragt, dass das Verfahren eingestellt werden soll, da der Dreh- und Angelpunkt in dem Skandal, William Singer, angeblich dazu angehalten worden war, von Seiten der Behörden in aufgenommenen Gesprächen mit den Angeklagten die Wahrheit zu verfälschen. Der Richter habe nun festgestellt, dass "die Regierung nicht gelogen oder das Gericht in die Irre geführt" habe. Die Beweislage zeige, dass involvierte Ermittler nur versucht hätten, "Singer dazu zu bringen, Beweise zu untermauern und nicht zu fälschen".

Prozess im Herbst

Nach aktueller Lage müssen sich Giannulli und Loughlin - gemeinsam mit sechs weiteren Eltern - weiterhin im Oktober vor Gericht verantworten. Die beiden sollen bis zu 500.000 US-Dollar, umgerechnet rund 460.000 Euro, gezahlt haben, um ihre beiden Töchter an einer US-Universität unterzubringen. Singer soll seit 2011 mehr als 25 Millionen US-Dollar eingenommen und als Spenden getarnte Schmiergelder an Angestellte von Bildungseinrichtungen ausgezahlt haben, um für Kinder von wohlhabenden Familien und Prominenten die Zulassungen zu erschleichen.

Loughlin und Giannulli droht laut US-Medienberichten eine Haftstrafe von bis zu 50 Jahren. Die Schauspielerin Felicity Huffman (57) kam glimpflicher davon: Sie hat 15.000 US-Dollar - rund 13.800 Euro - gezahlt, um ihrer ältesten Tochter einen Studienplatz zu sichern. Huffman wurde zu zwei Wochen Gefängnis sowie einem Jahr auf Bewährung, einer Geldstrafe von 30.000 Dollar (rund 27.500 Euro) und 250 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Die kurze Haftstrafe trat sie im Oktober 2019 an. Die 57-Jährige wurde nach zehn Tagen entlassen.

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