"sich darauf verlassen können"
AstraZeneca Impfungen ab 60 Jahren: Jens Spahn (40) spricht von "Rückschlag"

Jens Spahn spricht im Zusammenhang mit dem AstraZeneca-Impfstopp von einem "Rückschlag"
  • Jens Spahn spricht im Zusammenhang mit dem AstraZeneca-Impfstopp von einem "Rückschlag"
  • Foto: imago images/Jens Schicke
  • hochgeladen von Max Power

Angela Merkel (66) und Jens Spahn (40) haben in einer Pressekonferenz angekündigt, dass die Bundesregierung der zuvor geänderten Empfehlung der Ständigen Impfkommision (Stiko) folgen werde. Somit sollen Personen unter 60 nicht mehr mit dem AstaZeneca Vakzin geimpft werden.

Die Empfehlung habe zwei Seiten, erklärte Spahn. Sie zeige, dass die Bürgerinnen und Bürger sich "darauf verlassen" können, "dass in Deutschland zugelassene Impfstoffe akribisch überwacht werden und dass die Ergebnisse dieser Überwachung auch transparent gemacht und transparent diskutiert werden". Auf der anderen Seite sei es "ohne Frage ein Rückschlag, dass bei einem unserer verfügbaren Impfstoffe in dieser Pandemie für eine bestimmte Altersgruppe offenbar ein erhöhtes Risiko besteht".

Jüngere Menschen sollen nach Absprache geimpft werden

Die Änderungen sollen am 31. März übernommen werden. Dies bedeute laut dem Bundesgesundheitsminister aber auch, dass Menschen über 60 Jahren "jetzt schneller geimpft werden können". Auch die 60- bis 69-Jährigen sollen von den Ländern demnach in die Impfkampagnen einbezogen werden. Er könne alle über 60-Jährigen "ausdrücklich nur bitten, dieses Impfangebot auch wahrzunehmen". Spahn betonte zudem, dass der Impfstoff sehr wirksam sei - auch gerade bei älteren Menschen. Jüngere Personen sollten nach Absprache mit einem Arzt selbst abwägen, ob sie sich mit dem Präparat impfen lassen möchten.

"Vertrauen entsteht aus dem Wissen,.."

Das Impfen beruhe auf einem einzigen Grundsatz, "und das ist Vertrauen", erklärte die Bundeskanzlerin unterdessen. "Vertrauen entsteht aus dem Wissen, dass jedem Verdacht, jedem Einzelfall nachgegangen wird", sagte Merkel. Die nun getroffenen Entscheidungen hätten auch Folgen für die Impfkampagne. Man werde unter anderem Veränderungen an den Lieferplänen und der Verteilung vornehmen müssen. Weiter gab sie jedoch Hoffnung: "Wir werden Schritt für Schritt [...] die Pandemie überwinden können."

Bis zum 29. März waren 31 Fälle einer Hirnvenenthrombose nach einer AstraZeneca-Impfung gemeldet worden, neun davon verliefen demnach tödlich. In fast allen Fällen seien laut Spahn "Frauen und in geringerem Maße auch Männer unter 60 Jahren" betroffen gewesen.

Kommentare

Kommentare sind deaktiviert.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen