Harte Worte im ZDF-Sommerinterview
"Antreiber" Söder: Heftige Kritik an Aiwanger und der CDU

Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat im Sommerinterview ausgeteilt. (Archivbild)
  • Der Bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat im Sommerinterview ausgeteilt. (Archivbild)
  • Foto: Josef A. Preiselbauer auf Pixabay
  • hochgeladen von Julian Hartmann

"Ich bin der Antreiber", sagt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im ZDF-Sommerinterview im Stadion des 1. FC Nürnbergs. Er kritisiert den Wahlkampf der Union und den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

Markus Söder: "Die Union muss offensiv werden"

Die Union ist im aktuellen Politbarometer um 7 Prozent abgesackt. Das hat aber mit Söder nichts zu tun, wie er selbst sagt. "Wenn sie meine persönlichen Werte sehen, dann müsste es genau das Gegenteil sein", so der Ministerpräsident. "Ich glaube nicht, dass es da an mir liegt", meint Söder. Er glaube, dass es an dem "seltsamen Wahlkampf" liegt. Es gehe fast nur um Nebensächlichkeiten und weniger um die entscheidenden Fragen. Die Union müsse jetzt offensiv werden.

Auf die Frage, was seine Taktik sei, antwortet Söder: "Ich glaube, ich bin der Antreiber." Im Hinblick auf die Wahl des Kanzlerkandidaten der CDU meint der Ministerpräsident: "Ich hätte wahrscheinlich gewonnen. Wenn ich eine harte Auseinandersetzung gemacht hätte, hätte ich knapp gewonnen."

Markus Söder macht sich Sorgen um Hubert Aiwanger

"Ich mache mir ein bisschen Sorgen um ihn", sagt Söder, als er auf Aiwanger angesprochen wird. Sein "Sprech" hinsichtlich einer Corona-Impfung und deren Nebenwirkungen ähnle dem von Alice Weidel (AfD). Zu glauben, dass man an irgendeinem Rand fischen kann, sei ein Trugschluss. Söder habe auch das Gefühl, dass die Freien Wähler "sehr unglücklich" sind über Aiwangers Äußerungen. "Ich hoffe, dass die Urlaubszeit ihm hilft, ein bisschen runterzukommen", so Söder. Der Weg, den er im Moment einschlägt, sei nicht gut.

Geimpfte müssten wieder mehr Rechte bekommen

"Der Test kann nicht auf Dauer kostenlos sein", sagt Söder zum Thema Impfungen. Die verfassungsmäßigen Rechte der Geimpften müssten zudem wiederhergestellt werden. Sie müssten so viele Rechte wie möglich zurückbekommen. Das sei keine Ausgrenzung der Nicht-Geimpften.

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