Corona
Angela Merkel: Ein Ausblick auf Weihnachten und Silvester

Bundeskanzlerin Angela Merkel kann den Unmut vieler Menschen nachvollziehen.
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Am Montag hat bundesweit ein vierwöchiger Teil-Lockdown begonnen. Er soll die zweite Corona-Welle brechen, die zur Zeit über Deutschland rollt. In einer Pressekonferenz verteidigte Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) jetzt die teils harten Maßnahmen und sprach von einer "Bewährungsprobe, die wir seit dem Zweiten Weltkrieg nicht hatten". Auch einen Ausblick auf die Zeit nach dem Lockdown gab die Kanzlerin, zeigte sich aber wenig optimistisch.

"Jeder und jede hat es in der Hand, diesen November zu unserem gemeinsamen Erfolg zu machen, zu einem Wendepunkt wieder zurück zu einer Verfolgbarkeit der Pandemie", sagte Merkel und appellierte an die Menschen in Deutschland, sich an die Corona-Regeln zu halten. So könne der aktuelle exponentielle Anstieg der Corona-Fallzahlen gestoppt werden. Das Land komme immer näher an die Belastungsgrenze des Personals auf den Intensivstationen. Das könne eine "verantwortungsvolle Regierung nicht zulassen".

"Kein Weihnachten in Einsamkeit"

Würde es im November gelingen, die Ausbreitung des Virus zu stoppen, könnten "wir mehr Freiheiten an Weihnachten haben", sagte die Kanzlerin. Zwar würde es ein Weihnachten unter Corona-Bedingungen sein, "aber es soll kein Weihnachten in Einsamkeit sein". Auch der Jahreswechsel werde nicht leicht werden: "Dass es die großen, rauschenden Silvesterpartys gibt, glaube ich nicht", so Merkel.

Darüber hinaus wolle sie nicht spekulieren und kündigte für den 16. November ein weiteres Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Länder an. Sollten sich die Maßnahmen bis dahin als nicht ausreichend erweisen, seien womöglich zusätzliche Einschränkungen notwendig: "Wir werden jedenfalls politisch versuchen, alles zu tun, damit es auf den November beschränkt bleibt."

Sie könne den Unmut vieler Menschen verstehen, dennoch würden Deutschland jetzt schwierige Monate bevorstehen. Denn gerade bei niedrigeren Temperaturen reagiere "dieses Virus auch anders und noch aggressiver", so Merkel. Deshalb gebe es auch keinen anderen Weg: "Das Virus bestraft Halbherzigkeit."

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